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Cicero: De finibus bonorum et malorum

Cicero: Vom höchsten Gut und größten Übel

Cic.fin.1,65-72

Die Freundschaft in ihrem Verhältnis zur Lust. Preis Epikurs

 
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Exemplarischer Durchgang durch Ciceros Philosophischen Schriften (inspiriert von der Ausgabe von Oskar Weissenfels)
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Einzelstücke: Cic.Tusc.1,9-25 | Cic.fin.1,29-33 | Cic.Fin.5,9-11 |
 
Torquatus schließt seinen Vortrag zur Lehre Epikurs mit der Würdigung des Beitrags, den die Freundschaft zur Lust (voluptas) leistet, und einem Hymnus auf Epikur ab.

Cicero: De finibus bonorum et malorum

Cic.fin.1,65-72

Freundschaft und Lust. Preis Epikurs

 

Cicero: Vom höchsten Gut und größten Übel

Cic.fin.1,65-72

Freundschaft und Lust. Preis Epikurs

65,1
Restat locus huic disputationi vel maxime necessarius de amicitia, quam, si voluptas summum sit bonum, affirmatis nullam omnino fore.Es ist noch ein Punkt übrig, der für diese Untersuchung ganz unverzichtbar ist, nämlich die Freundschaft, von der ihr behauptet, es könne sie, wenn die Lust das höchste Gut sei, gar nicht geben.
65,2
de qua Epicurus quidem ita dicit, omnium rerum, quas ad beate vivendum sapientia comparaverit, nihil esse maius amicitia, nihil uberius, nihil iucundius.Epikur selbst äußert sich über sie so: Unter allen Dingen, die die Weisheit zum glückseligen Leben darbiete, gebe es nichts Wichtigeres als die Freundschaft, nichts Reichhaltigeres, nichts Erfreulicheres.
65,3
nec vero hoc oratione solum, sed multo magis vita et factis et moribus comprobavit.Und dies hat er nicht allein mit Worten, sondern ungleich mehr durch sein Leben, sein Handeln und seine innere Haltung bewiesen.
65,4
quod quam magnum sit, fictae veterum fabulae declarant, in quibus tam multis tamque variis ab ultima antiquitate repetitis tria vix amicorum paria reperiuntur, ut ad Orestem pervenias profectus a Theseo.Und von welcher Bedeutung dies sei, zeigen die Dichtungen der Alten. Denn so viele und verschiedenartige es auch von ihnen gibt, so finden sich doch in ihnen vom grauesten Altertum an kaum drei Paare von Freunden, wenn man, von Theseus ausgehend, bis zum Orestes hinabsteigt.
65,5
at vero Epicurus una in domo, et ea quidem angusta, quam magnos quantaque amoris conspiratione consentientis tenuit amicorum greges! quod fit etiam nunc ab Epicureis.Epikur hingegen, wie große und in welch inniger Liebe übereinstimmende Scharen von Freunden hielt er in einem, und zwar engen Haus um sich vereint! Und so halten es auch jetzt noch die Epikureer.
65,6
sed ad rem redeamus; de hominibus dici non necesse est.Doch kehren wir zur Sache zurück! Von den Personen zu reden ist nicht notwendig.
66,1
Tribus igitur modis video esse a nostris de amicitia disputatum.In dreifacher Weise, sehe ich, haben unsere Leute über die Freundschaft gesprochen.
66,2
alii cum eas voluptates, quae ad amicos pertinerent, negarent esse per se ipsas tam expetendas, quam nostras expeteremus, quo loco videtur quibusdam stabilitas amicitiae vacillare, tuentur tamen eum locum seque facile, ut mihi videtur, expediunt.Die einen behaupten zwar, die Vergnügungen, die sich auf die Freunde bezögen, seien nicht um ihrer selbst willen in so hohem Grad zu erstreben, wie wir unsere eigenen erstrebten; gleichwohl wissen Sie diesen Satz, durch den manchen die Stützen der Freundschaft zu wanken scheinen, zu behaupten und sich leicht, wie ich glaube, herauszuhelfen.
66,3
ut enim virtutes, de quibus ante dictum est, sic amicitiam negant posse a voluptate discedere.Denn so wenig die Tugenden, von denen ich zuvor geredet habe, ebenso wenig, sagen sie, lasse sich die Freundschaft von der Lust trennen.
66,4
nam cum solitudo et vita sine amicis insidiarum et metus plena sit, ratio ipsa monet amicitias comparare, quibus partis confirmatur animus et a spe pariendarum voluptatum seiungi non potest.Da nämlich die Einsamkeit und ein Leben ohne Freunde voll von Nachstellungen und Furcht ist, so mahnt die Vernunft selbst, sich Freundschaften zu verschaffen, durch die die Seele sich gekräftigt fühlt und die Hoffnung, angenehmen Genuss zu erzielen, nicht verlieren kann.
67,1
Atque ut odia, invidiae, despicationes adversantur voluptatibus, sic amicitiae non modo fautrices fidelissimae, sed etiam effectrices sunt voluptatum tam amicis quam sibi, quibus non solum praesentibus fruuntur, sed etiam spe eriguntur consequentis ac posteri temporis.Und wie Hass, Missgunst, Verachtung anderer den Vergnügungen widerstreben, so ist die Freundschaft nicht nur die treueste Beförderin, sondern auch Stifterin von Vergnügungen sowohl für unsere Freunde als für uns selbst, und diese genießt man nicht bloß in der Gegenwart, sondern man wird durch sie auch zur Hoffnung auf andere in der nächsten und späteren Zukunft aufgerichtet.
67,2
quod quia nullo modo sine amicitia firmam et perpetuam iucunditatem vitae tenere possumus neque vero ipsam amicitiam tueri, nisi aeque amicos et nosmet ipsos diligamus, idcirco et hoc ipsum efficitur in amicitia, et amicitia cum voluptate conectitur.Weil wir nun auf keine Weise ohne Freundschaft einen festen, dauerhaften und ununterbrochenen Lebensgenuss haben, ja die Freundschaft selbst nur dann erhalten können, wenn wir die Freunde wie uns selbst lieben: darum wird einerseits eben dieser Zweck in der Freundschaft erreicht, sowie andererseits die Freundschaft mit der Lust verknüpft.
67,3
nam et laetamur amicorum laetitia aeque atque nostra et pariter dolemus angoribus.Denn wir freuen uns über die Freude der Freunde auf gleiche Weise wie über die unsrige, und ebenso leiden wir unter ihrer Betrübnis.
68,1
Quocirca eodem modo sapiens erit affectus erga amicum, quo in se ipsum, quosque labores propter suam voluptatem susciperet, eosdem suscipiet propter amici voluptatem.Darum wird der Weise ebenso gegen seinen Freund gesinnt sein wie gegen sich selbst, und Mühen, die er seiner Lust wegen übernehmen würde, wird er gleichfalls um der Lust des Freundes willen übernehmen;
68,2
quaeque de virtutibus dicta sunt, quem ad modum eae semper voluptatibus inhaererent, eadem de amicitia dicenda sunt.Und was von den Tugenden gesagt wurde, wie sie stets den Vergnügungen innewohnen, das muss ebenso von der Freundschaft gesagt werden.
68,3
praeclare enim Epicurus his paene verbis: 'Eadem', inquit, 'scientia confirmavit animum, ne quod aut sempiternum aut diuturnum timeret malum, quae perspexit in hoc ipso vitae spatio amicitiae praesidium esse firmissimum.'Denn vortrefflich äußert sich Epikur fast wörtlich so: "Derselbe Grundsatz, der die Seele kräftigt, dass sie kein Übel als ewig oder langwierig fürchtet, ist es auch, der uns die Einsicht verschafft, dass in dieser Lebenszeit selbst der Schutz, den Freundschaft bietet, der festeste ist."
69,1
Sunt autem quidam Epicurei timidiores paulo contra vestra convicia, sed tamen satis acuti, qui verentur ne, si amicitiam propter nostram voluptatem expetendam putemus, tota amicitia quasi claudicare videatur.Andere Epikureer sind etwas verzagt eurer Schelte gegenüber; gleichwohl erweisen sie sich ganz scharfsinnig. Sie befürchten nämlich, wenn wir meinten, die Freundschaft sei um unseres eigenen Vergnügens willen zu erstreben, so möchte die ganze Freundschaft gleichsam zu hinken scheinen.
69,2
itaque primos congressus copulationesque et consuetudinum instituendarum voluntates fieri propter voluptatem;daher sagen sie, die ersten Zusammenkünfte, Verbindungen und Wünsche nach Gründung eines geselligen Verkehrs hätten im Streben nach Lust ihren Grund;
69,3
cum autem usus progrediens familiaritatem effecerit, tum amorem efflorescere tantum, ut, etiamsi nulla sit utilitas ex amicitia, tamen ipsi amici propter se ipsos amentur.Wenn aber fortgesetzter Umgang Vertraulichkeit erzeugt habe, dann erblühe eine so innige Liebe, dass, wenn auch kein Nutzen aus der Freundschaft hervorgehe, doch die Freunde selbst um ihrer selbst willen geliebt würden.
69,4
etenim si loca, si fana, si urbes, si gymnasia, si campum, si canes, si equos, si ludicra exercendi aut venandi consuetudine adamare solemus, quanto id in hominum consuetudine facilius fieri poterit et iustius?Denn wenn wir Orte, Tempel, Städte, Gymnasien, wenn dir das Marsfeld, wenn wir Hunde, Pferde, kurzweilige Übungen und Jagden durch die Gewohnheit liebzugewinnen pflegen, wie ungleich leichter und mit wie größerem Recht dürfte dies im Umgang mit Menschen möglich sein!
70,1
Sunt autem, qui dicant foedus esse quoddam sapientium, ut ne minus amicos quam se ipsos diligant.Endlich gibt es auch einige, die behaupten, es bestehe eine Art Übereinkunft unter den Weisen, dass Sie Ihre Freunde nicht weniger als sich selbst lieben.
70,2
quod et posse fieri intellegimus et saepe etiam videmus, et perspicuum est nihil ad iucunde vivendum reperiri posse, quod coniunctione tali sit aptius.Die Möglichkeit hiervon begreifen wir und sehen es auch häufig geschehen, und es ist einleuchtend, dass sich zu einem angenehmen Leben kein geeigneteres Mittel finden lässt als eine solche Verbindung.
70,3
Quibus ex omnibus iudicari potest non modo non impediri rationem amicitiae, si summum bonum in voluptate ponatur, sed sine hoc institutionem omnino amicitiae non posse reperiri.Aus all dem lässt sich beurteilen, dass das Wesen der Freundschaft nicht gestört wird, wenn man das höchste Gut in der Lust sieht, sondern vielmehr, dass ohne dies die Begründung der Freundschaft überhaupt nicht möglich ist.
71,1
Quapropter si ea, quae dixi, sole ipso illustriora et clariora sunt, si omnia dixi hausta e fonte naturae, si tota oratio nostra omnem sibi fidem sensibus confirmat, id est incorruptis atque integris testibus, si infantes pueri, mutae etiam bestiae paene loquuntur magistra ac duce natura nihil esse prosperum nisi voluptatem, nihil asperum nisi dolorem, de quibus neque depravate iudicant neque corrupte, nonne ei maximam gratiam habere debemus, qui hac exaudita quasi voce naturae sic eam firme graviterque comprehenderit, ut omnes bene sanos in viam placatae, tranquillae, quietae, beatae vitae deduceret?Wenn deshalb, was ich gesagt habe, heller und klarer als die Sonne selbst ist, wenn alles aus der Quelle der Natur geschöpft ist und wenn unser ganzer Vortrag sich vollkommene Glaubwürdigkeit durch die Sinne verschafft, d.h. durch unbestochene und vorurteilsfreie Zeugen, wenn unmündige Kinder, sogar der Sprache unteilhaftige Tiere, belehrt und geleitet von der Natur, gewissermaßen deutlich aussprechen, dass es nichts Beglückenderes gebe als die Lust, nichts Mühseligeres als den Schmerz, worüber sie weder verderbt noch bestochen urteilen: müssen wir dann nicht dem Mann den größten Dank wissen, der diese Stimme der Natur deutlich vernahm und sie mit solcher Festigkeit und solchem Ernst auffasste, dass er alle Verständigen auf den Weg eines friedlichen, ruhigen, zufriedenen, glückseligen Lebens führte?
71,2
Qui quod tibi parum videtur eruditus, ea causa est, quod nullam eruditionem esse duxit, nisi quae beatae vitae disciplinam iuvaret.Dass er dir aber zu wenig wissenschaftlich unterrichtet erscheint, hat seinen Grund darin, dass er alle Gelehrsamkeit für nichtig hält, die nicht die Wissenschaft der Glückseligkeit fördert.
72,1
An ille tempus aut in poetis evolvendis, ut ego et Triarius te hortatore facimus, consumeret, in quibus nulla solida utilitas omnisque puerilis est delectatio, aut se, ut Plato, in musicis, geometria, numeris, astris contereret, quae et a falsis initiis profecta vera esse non possunt et, si essent vera, nihil afferrent, quo iucundius, id est quo melius viveremus, eas ergo artes persequeretur, vivendi artem tantam tamque et operosam et perinde fructuosam relinqueret?Oder hätte er seine Zeit mit Lesung der Dichter zubringen sollen, wie ich und Triarius es auf deine Aufforderung hin tun, wobei man keinen wirklichen Nutzen hat, sondern nur einen kindlichen Genuss? Oder hätte er sich, wie Platon, mit Musik, Geometrie, Zahlenlehre und Sternkunde abmühen sollen, Wissenschaften, die, weil sie von falschen Grundlagen ausgehen, nicht wahr sein können und, wären sie wahr, nichts zu einem angenehmen, d.h. zu einem besseren Leben beitragen würden? Also diesen Wissenschaften hätte er sich widmen sollen und die Wissenschaft des Lebens, die so große, so mühevolle und ebenso segensreiche, unbeachtet lassen?
72,2
non ergo Epicurus ineruditus, sed ii indocti, qui, quae pueros non didicisse turpe est, ea putant usque ad senectutem esse discenda.Nicht Epikur ist also ungebildet, wohl aber sind die ungelehrt, die meinen, was einem Knaben nicht gelernt zu haben schändlich sei, das müsse man bis zum Greisenalter lernen.
72,3
Quae cum dixisset: "Explicavi", inquit, "sententiam meam, et eo quidem consilio, tuum iudicium ut cognoscerem, quoniam mihi ea facultas, ut id meo arbitratu facerem, ante hoc tempus numquam est data."Nach diesen Worten sagte Torquatus: "Ich habe meine Ansicht entwickelt, und zwar in der Absicht, dein Urteil zu erfahren. Dies nach meinem Wunsch zu tun, dazu hatet ich bis jetzt noch nie eine Gelegenheit."
     
 
 
Aufgabenvorschläge:
 
Übersetzung von R.Kühner, bearbeitet von E. Gottwein
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Sententiae excerptae:
w37
1261 Adulatio quam similis est amicitiae!
  Wie ähnlich ist die Schmeichelei der Freundschaft!
  Sen.epist.45,7
2010 Amicitia pares semper aut accipit aut facit
  Die Freundschaft nimmt immer nur Gleiche entweder auf oder aber macht sie zu Gleichen.
  Min.Fel.4,6
1346 Amicos secundae res optime parant, adversae certissime probant.
  Glück schafft Freunde am besten, Unglück stellt sie auf die schärfste Probe.
  Ps.Sen.mor.
1603 Amicum eodem habeas loco, quo te!
  Achte einen Freund dir selbst gleich!
  Sen.epist.95,63
1347 Amicus esse mihi coepi.
  Ich habe angefangen, mir Freund zu sein.
  Sen.epist.6,7 (Hekaton)
1652 Animae dimidium meae.
  Die andere Hälfte meiner Seele. Meine zweite Hälfte.
  Hor.c.1,3,8
340 Benevoli coniunctio animi maxima est cognatio.
  Freundschaftsband mit einer guten Seele, ist Verwandtschaftsband.
  Publil.Syr.B16
1419 Consortium rerum omnium inter nos facit amicitia.
  Teilhabe an allen Dingen (Gemeinschaft in Freud und Leid) macht uns zu Freunden.
  Sen.epist.48,2
1641 Diffugiunt cadis cum faece siccatis amici.
  Es fliehen die Freunde, wenn der Wein bis auf die Hefe wegezapft ist.
  Hor.c.1,35,26f.
1850 Dum fortuna manet, vultum servatis, amici.
  Nur solange das Glück andauert, bewahrt ihr, Freunde, den Schein.
  Petron.80,9
2007 Eadem velle vel nolle
  Dasselbe wollen oder nicht wollen
  Min.Fel.1,3
1604 Ex inimico cogita fieri posse amicum, in illo amorem incites, in hoc odium modereris!
  Bedenke, dass aus einem Feind ein Freund werden kann, entfache in jenem die Liebe, beschwichtige in diesem den Hass.
  Sen.epist.95,63
1653 Felices ter et amplius, | quos irrupta tenet copula.
  Dreimal glücklich und mehr, die ein unlösbares Band vereint.
  Hor.c.1,13,17f.
1670 Ferre iugum pariter.
  Das Joch gemeinsam tragen.
  Hor.c.1,35,28
1048 Gradus unus in ea via, quae est hinc in Indiam.
  Ein Schritt auf dem Weg, der von hier nach Indien führt. (Ein unzureichender Anfang.)
  Cic.fin.3,45
1452 Hoc tempore | obsequium amicos, veritas odium parit.
  Heutzutage schafft | nur Nachsicht Freunde, Wahrheit nichts als Hass.
  Ter.Andr.67f.
99 idem velle atque idem nolle, ea demum firma amicitia est.
  dasselbe wollen und dasselbe nicht wollen, das erst ist feste Freundschaft
  Sall.Cat.20,4
1049 In magnitudine maris Aegaei stilla mellis.
  Ein Tropfen Honig im Aegaeischen Meer. (ein ungenügender Anfang.)
  Cic.fin.3,14,45
104 iucundi acti labores
  angenehm durchstandene Mühen
  (vulgo dicitur: Cic.fin.2,32,105)
1848 Nomen amicitiae sic, quatenus expedit, haeret.
  Freundschaft hat bestand, solange sie nützt.
  Petron.80.9.
229 parvo (est) natura contenta
  Die Natur ist mit wenigem zufrieden
  Cic.fin.2,28,91
2030 perturbationibus sapiens semper vacabit
  Von Leidenschaften wird der Weise immer frei sein
  Cic.fin.3,35,7
1159 Satis magnum alter alteri theatrum sumus.
  Ich und du, wir sind einer dem anderen Publikum genug.
  Sen.epist.7,11 (nach Epikur)
1958 Sociorum olla male fervet.
  Der Topf der Partner kocht schlecht
  Petron.38,13
183 suavis laborum est praeteritorum memoria
  angenehm ist die Erinnerung an vergangene Mühen
  Cic.fin.2,32,105
1959 Ubi semel res inclinata est, amici de medio. (Wenn einmal etwas schiefgeht, gehen die Freunde ab durch die Mitte.)
  Sobald die Sache auf die schiefe Bahn kommt, machen sich die Freunde davon.
  Petron.38,13
1113 Vitam in peregrinatione exigentibus multa hospitia sunt, nullae amicitiae.
  Wer sein Leben auf Reisen zubringt, hat gemeinhin viele Gastfreunde, aber keinen Freund.
  Sen.epist.2,2
Literatur:

23 Funde
4594  Baltes, M.
Die Todesproblematik in der griechischen Philosophie.
in: Gymnasium 95, 2/1988, 97-128
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534  Barigazzi, A.
Sulle fonte del libro primo delle Tusculane de Cicerone
in: RFIC 76/1984,181-203
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1534  Barigazzi, A.
Sulle fonte del libro primo delle Tusculane de Cicerone
in: RFIC 76/1984,181-203
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683  Büchner, K.
Cicero. Bestand und Wandel seiner geistigen Welt
Heidelberg (Winter) 1964
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703  Cicero, M.T. / Kühner, R.
Cicero's Tusculanen. Übs. und erklärt von Raphael Kühner.
Stuttgart, Krais & Hoffmann 2/1866
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707  Cicero, M.T. / Kühner, R.
Tusculanarum disputationum libri quinque. Ex Orellii recensione edidit et illustravit Raphael Kühner. Editio altera auctior et emendatior.
Jena, Frommann, 1829; 1835
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4584  Cicero, M.T. / O. Weissenfels
Auswahl aus Ciceros Philosophischen Schriften, hgg. v. Oskar Weissenfels. 3. Aufl. besorgt v. Paul Wessner
Leipzig, Berlin (Teubner) 1910
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496  Gelzer, M.
Cicero. Ein biographischer Versuch
Wiebaden (Steiner) 1969
abe  |  zvab  |  look
500  Giebel, M.
Cicero
Reinbek (rm 261) 1989
abe  |  zvab  |  look
518  Harder, R.
Proömium von Ciceros Tusculanen (Die Antithese Rom-Griechenland)
in: Kl.Schrft., München (Beck) 1960
abe  |  zvab  |  look
4595  Hermann, C.
Affektbeherrschung als Weg zum Glück. Cicero, Tusculanae disputationes V 15/16.
in: AU 37, 6/1994, 64-70.
abe  |  zvab  |  look
532  Hommel, H.
Ciceros Gebetshymnus an die Philosophie, Tusculanen V 5
Heidelberg (Winter) 1968
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4596  Hross, K.
Unsterblichkeit der Seele, Lukr.3 – Cic. Tusc.1
in: Anr. 13/1967, 389
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4590  Ioannes ab Arnim (Hg.)
Stoicorum veterum fragmenta, collegit Ioannes ab Arnim. Volumen III: Chrysippi fragmenta moralia, fragmenta succcessorum Chrysippi
Stuttgart, Teubner1979
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544  Klingner, F.
Cicero
in: Röm.Geisteswelt, München 1965
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561  Kurfeß, A.
Adnotationes criticae ad Ciceronis Tusculanas disputationes
in: Gymn 62/1955,50
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4589  Long, A.A. / Sedley, D.N.
Die hellenistischen Philosophen, Texte und Kommentare (nur deutsch), übers. v. Karlheinz Hülser
Stuttgart, Weimar (J.B.Metzler) 2000 (Cambridge 1987)
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593  Plasberg, O.
Cicero in seinen Werken und Briefen
Darmstadt (WBG) 1962
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4593  Pohlenz, M.
M. Ciceronis Tusculanarum disputationum libti quinque (Heft I/II)
Amsterdam (Hakkert) 1965/1957
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622  Schmid, W.
Ein Tag und der Aion. ..zu Ciceros Doxologie der Philos.(Tusc.5,5)
in: Maurach: Philos. (WBG, WdF 193) 1976
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4597  Schmid, W.
Ein Tag und der Aion... Zu Ciceros Doxologie der Philos. (Tusc.5,5)
in: Maurach. Philos., Darmstadt (WBG, WdF 193) 1976
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638  Seel, O.
Cicero. Wort, Staat, Welt
Stuttgart (Klett) 1967
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4585  Süss, Wilhelm
Cicero. Eine Einführung in seine philosophischen Schriften (mit Ausschluss der staatsphilosophischen Werke)
Wiesbaden (Franz Steiner) 1966
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