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Gaius Iulius Caesar

De bello civili 

(1,1- 1,87)

 

49 - 48 v.Chr.

 Vorspiel zum Bürgerkrieg. Pompeius nach Griechenland. Caesar vor Massilia und in Spanien.

 

1-6: Die Senatsverhandlungen Anfang 49 v.Chr. - Beschlüsse gegen Caesar

Deutsche Übersetzung bearbeitet nach Baumstark


zu cap.2 [Caes.civ.1,1] zu xap.4

 

Gallien

 

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1,2: Unterschiedliche Reaktionen auf den Redebeitrag Scipios. Der Senat beschließt, Caesar zur Entlassung seiner Truppen aufzufordern.

(1,2) [1] Haec Scipionis oratio, quod senatus in urbe habebatur Pompeiusque aderat, ex ipsius ore Pompei mitti videbatur. [2] dixerat aliquis leniorem sententiam, ut primo M. Marcellus, ingressus in eam orationem, non oportere ante de ea re ad senatum referri, quam dilectus tota Italia habiti et exercitus conscripti essent, quo praesidio tuto et libere senatus, quae vellet, decernere auderet; [3] ut M. Calidius, qui censebat, ut Pompeius in suas provincias proficisceretur, nequae esset armorum causa; timere Caesarem ereptis ab eo duabus legionibus, ne ad eius periculum reservare et retinere eas ad urbem Pompeius videretur; ut M. Rufus, qui sententiam Calidi paucis fere mutatis verbis sequebatur. [4] hi omnes convicio L. Lentuli consulis correpti exagitabantur. [5] Lentulus sententiam Calidi pronuntiaturum se omnino negavit, Marcellus perterritus conviciis a sua sententia discessit. [6] sic vocibus consulis, terrore praesentis exercitus, minis amicorum Pompei plerique compulsi inviti et coacti Scipionis sententiam sequuntur: uti ante certam diem Caesar exercitum dimittat; si non faciat, eum adversus rem publicam facturum videri. [7] intercedit M. Antonius Q. Cassius tribuni plebis. refertur confestim de intercessione tribunorum. [8] dicuntur sententiae graves; ut quisque acerbissime crudelissimeque dixit, ita quam maxime ab inimicis Caesaris conlaudatur.
2. Diese Rede Scipios schien aus Pompeius' eigenem Mund zu kommen, der sich in der Nähe von Rom befand, während der Senat in der Stadt selbst versammelt war. Mancher Senator hatte sich gelinder ausgesprochen; so gleich anfangs Marcus Marcellus, der auf das Einzelne jener Rede Scipios einging und behauptete, man dürfe diese Sache nicht eher im Senat verhandeln, als bis die Aushebungen in ganz Italien vorgenommen und die Heere gebildet seien; erst im Besitz solchen Schutzes dürfe der Senat es wagen, sicher und frei nach eigener Überzeugung zu handeln. Ebenso Marcus Calidius, der verlangte, Pompeius solle in seine Provinzen abgehen, damit jede Veranlassung zu Feindseligkeiten aufhöre; denn Caesar, dem man die zwei Legionen entrissen habe, befürchte, Pompeius möchte sie zu Caesars eigener Gefahr aufsparen und deshalb in Roms Nähe zurückhalten. Der Ansicht des Calidius schloss sich mit wenigen Abänderungen Marcus Rufus an. Allein der Konsul Lucius Lentulus fiel unter einem Strom von Schimpfreden über diese alle her und erklärte, er werde den Vorschlag des Calidius gar nicht aussprechen; auch Marcellus ließ, durch die Schmähungen außer Fassung gebracht, seinen Vorschlag fallen. Also traten die meisten, durch die heftigen Worte des Konsuls, durch die Furcht vor dem Heer in Roms Nähe, durch die Drohungen der Anhänger des Pompeius eingeschüchtert, gegen ihre Überzeugung und gezwungen dem Vorschlag Scipios bei, der dahin ging: Caesar solle bis zu einer bestimmten Frist sein Heer abtreten; gehorche er nicht, so gelte dies als eine Feindseligkeit gegen das Vaterland. Die Volkstribunen Marcus Antonius und Quintus Cassius widersetzen sich, und bei der bald eröffneten Verhandlung über diese Einrede fallen harte Äußerungen: je bitterer und unbarmherziger man sich aussprach, desto mehr Lob erntete man bei Caesars Feinden.
zu xap.4  

Aufgabenvorschläge:

  1. Inwiefern gewinnt die politische Konfliktsituation genauere Konturen?
  2. Scipio war der Schwiefervater des Pompeius. Wie zeigt sich das in seinem Redebeitrag?
  3. Welche Reaktionen auf die "oratio Scipionis" lassen sich in den Beiträgen der einzelnen Sitzungsteilnehmner erkennen?
  4. Wird Lentulus mit seiner Stellungnahme seiner Verantwortung als neuer Konsul gerecht? Wie nimmt im Vergleich zu ihm sein Mitkonsul Marcellus seine Verantwortung wahr?
  5. Warum verschiebt sich die Stimmung im Verlauf der Sitzung gegen Caesar?
Sententiae excerptae:
w41
Literatur:
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