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Marcus Tullius Cicero
De re publica

Referatshemen

 
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Der Aufbau von Ciceros De republica


Holger Rößler (LK 12/2000-01) 

Die Tatsache, dass de re publica  teilweise nur noch fragmentarisch überliefert ist, erschwert es, die Ganzheit des Werkes und dessen Aufbaues zu erfassen. Dennoch, gewisse Themen tauchen immer wieder in den einzelnen Büchern und Kapiteln auf und bilden so einen "roten Faden".

Im Folgenden nun der Aufbau aller sechs Bücher, orientiert an der Gliederung in der Textausgabe M.Tullius Cicero: de re publica, Reihe Lateinischer Klassiker, Schöningh Verlag 1971 und der Übersetzung von Walther Sontheimer, erschienen 1956 im Verlag Philipp Reclam.

Buch I

  1.  Vorrede Ciceros: Die Beteiligung am politischen Leben. §§ 1-13
    1. virtus romana und Philosophie: §§ 1-3
      Cicero führt den Begriff der virtus Romana aus, nennt Beispiele von tugendhaften Männer und ihre Bedeutung in der Geschichte bzw. der Gesellschaft. Über die Philosophen sagt er, sie stellten nie ohne Grund ihre Thesen auf, gesteht ihnen somit einen gedanklichen Vorsprung vor anderen Menschen zu; er stellt weise Menschen, die an politischer Spitze stehen, über politisch Uninteressierte.
    2. Widerlegung von Einwänden gegen die Teilnahme am politischen Leben: §§ 4-11
      Zunächst führt Cicero einiger solcher Einwände auf (zum Beispiel: es wäre sinnvoller, sich mit dem eigenen Leben zu beschäftigen, denn mit diesen harten undankbaren Geschäften). Dem hält er aber entgegen, dass die, die solcher Meinung seien, dennoch viele Strapazen auf ihren Reisen auf sich nähmen und dann die der Gesellschaft / Politik mieden. Er stellt außerdem die Frage, wie man in einer Notlage etwas tun könne, wozu man erstens nicht ausgebildet und zudem in ruhiger Zeit nicht fähig zu tun sei ( Beispiel: Steuermann – Sturm).
    3. Zusammenfassung der einführenden Gedanken. Thema und schriftstellerische Absicht des Dialogs: §§ 12-13
      Abschließend und damit den Dialog einleitend fasst Cicero noch einmal vorher Gesagtes zusammen und betont, wie wichtig es sei, solche (die Politik betreffenden) Erörterungen nur dann zu wagen, wenn man über ausreichende praktische Erfahrung ( so wie er) verfüge.
  2. Der Dialog. Erstes Thema: Die Verfassung §§ 14 – 71
    1. Einleitungsgespräch §§ 14 - 71
      1. Die Gesprächsteilnehmer. Die Doppelsonne. §§ 14-18
        Scipio und Tubero diskutieren über das Phänomen der Doppelsonne, wobei letzterer Zeugen Glauben schenkte, dennoch eine wissenschaftliche Erklärung sucht. Bis Lucius Furius und P. Rutilius zu den beiden stoßen ( und später noch weitere Gäste), unterhalten sich die beiden über Sokrates, Pythagoras und Platon und deren Hang zu wissenschaftlichen Untersuchungen – das Thema wird trotz Eintreffen der anderen Gesprächsteilnehmer beibehalten.
      2. Praktische Bedeutung und ethischer Wert der Wissenschaft. §§ 19-30
        Philus betont, wie wichtig es sei, sich nicht nur auf die Wissenschaft "in den eigenen vier Wänden" zu beschränken, sondern auch den Rest der Welt zu erforschen. Nach Scipios Meinung sei alles zu kennen doch nicht zufriedenstellend; außerdem schätzt er denjenigen, der mehr Wert auf geistigen als auf materiellen Besitz legt, höher.
      3. Vorrang der Politik vor der Wissenschaft: §§ 31-32
        Laelius fordert, eher augenscheinliche Dinge zu erforschen, als solch ferne wie jene Doppelsonne.
      4. Das Thema des Dialogs: §§ 33
        Außerdem, so führt er fort, sei es wichtiger, die nicht bestehende Einheit im Staate herzustellen, als sich der Untersuchung von Dingen hinzugeben und dennoch nachher nicht glücklicher oder besser zu sein. Zur Herstellung der staatlichen Einheit müsse man „Kenntnisse, die einen in den Stand setzen, dem Staat nützlich zu sein", erlernen.
      5. Auftrag an Scipio: §§ 34-37
        Laelius bittet Scipio, dessen bevorzugte Verfassung zu beschreiben.
    2. Scipios Vortrag: Die beste Verfassung. §§ 38-71
      1. Erklärung seiner Absicht und Methode. §§ 38
        Scipio erläutert, wie er vorzugehen gedenkt bei der Erörterung: zuerst Definition des Begriffes, Beschränken auf die Ausführung wesentlicher Begriffe, die mit dem Thema verbunden sind.
      2. Definition des Staates. Seine Entstehung. §§ 39-41
        Gemeinwesen = Sache des Volkes. Definition von „Volk". Entsteht durch Sesshaftwerden einer solchen Vereinigung und deren Weiterentwicklung.
      3. Die Verfassungsformen. §§ 42-68
        1. Allgemeines über Vorzüge, Mängel und Entartungen der drei Grundformen. §§ 42-46
          Grundformen: Monarchie, Aristokratie, Demokratie. Scipio beschreibt diese Staatsformen und sagt abschließend, eine Mischform aus allen dreien bevorzuge er.
        2. Die einzelnen Verfassungsformen. §§ 47-64
          Jetzt geht Scipio auf die Formen genauer ein. Zuletzt sagt er, dass er von diesen dreien immer noch die Monarchie bevorzuge, von allen aber im Ganzen eine Mischform.
        3. Entartung und Kreislauf der Verfassungsformen. §§ 65-68
          Nun beschreibt Africanus, welchen Veränderungen im einzelnen die Verfassungsarten ausgesetzt sind.
      4. Zusammenfassung
        1. Wert der gemischten Verfassung. §§ 69
          Dann erklärt er, welche Voraussetzungen für jene Mischform gegeben sein müssen und die Vorteile, die sie den anderen Formen gegenüber habe.
        2. Rom als Vorbild. §§ 70-71
          Dabei sehe er die Staatsform, die schon ihre Vorfahren hatten, als mit die beste – denn wie sie selbst sehen könnten, war diese lange Zeit erfolgreich.
 

 Buch II:

  1. Überleitung. Motto: Catos Bemerkung über die organische Entwicklung der römischen  Verfassung: §§ 1-3
    Africanus beschreibt seine Bewunderung die er Cato gegenüber hegt und die zwischen beiden bestehende Verbindung. Für den folgenden Vortrag will er sich außerdem dessen Weise bedienen.
  2. Die Geschichte der römischen Verfassung. §§ 4-63
    1. Die Frühgeschichte Roms bis zur Gründung der Republik. §§ 4-51
      1. Die Königszeit. §§ 4-46
        enthält: Romulus. Stadtgründung. - Numa Pompilius. - Tullus Hostilius. – Ancus Marcius. – Tarquinius Priscus. – Servius Tullius. – Tarquinius Superbus.
      2. Übergang: Monarchie und Tyrannis. §§ 47-52
        Scipio erläutert, wie aus einem Monarchen ein tyrannischer Herrscher wird.
    2. Die Republik. §§ 53-63
      1. Die Anfänge der Republik. §§ 52-55
        Nach der Vertreibung des Tarquinius und der Verbannung der Tarquinier (und einiger anderer), wollte das römische Volk keine weitere Königsherrschaft mehr. Publicola und Sp. Lucretius wurden zu bedeutenden Staatsmännern. Das Gemeinwesen war jetzt Sache des Senates.
      2. Die Entwicklung der republikanischen Verfassung. §§ 56-60
        Die Macht des Adels wurde aufrechterhalten und Konsuln – für ein Jahr gewählt – erschienen beinahe wie Diktatoren. Das Volk forderte mehr Recht, was es unter dem Konsulat von Postumus Cominius und Sp.Cassius durchsetzte. Unruhen wurden aber durch die Last der Schulden hervorgerufen. allmählich erhob sich das Volk und versuchte, die macht Senates zu schwächen. Zudem strebte Cassius die Königsherrschaft an, wurde dann aber zum Tode verurteilt.
      3. Rückschläge und endgültige Konstitution. §§ 61-31
        Konsuln und Volkstribunen wurden durch Zehnmänner abgelöst, die die höchste Exekutivgewalt innehatten und Gesetzte abfassen konnten ( Zehntafelgesetze). doch diese Zehnmänner entstammten alle der Adelsschicht und Volkstribunen konnten kein Gegengewicht bilden. So folgten erneute Unruhen.
  3. Abschluss der Rede Scipios. §§ 64-70
    1. Zusammenfassung. §§ 64-66
      Tubero vermisst in Scipios Ausführung, dass er zwar den eigenen Staat, nicht aber den Staat im allgemeinen beschrieb. Dieser meint aber Laelius' Frage gerecht geworden zu sein und den eigenen Staat nur als Beispiel für seine Erörterung, nicht aber für den Vorbildstaat verwendet zu haben.
    2. Der Staatsmann: Wesen und Aufgaben. §§ 67-68
      Scipio vermisst, dass der Verstand des Menschen letztlich ( am Beispiel des Menschen mit dem Tier) nicht in der Lage ist, zu zügeln und zu bändigen.
    3. Das neue Problem: Die Gerechtigkeit. §§ 69-70
      Am Beispiel der Musik und der dortigen Harmonie kommt Scipio auf die Eintracht ( der Entsprechung der Harmonie im Gemeinwesen), die den Bestand des Gemeinwesens verbürgt; diese wiederum hätte Gerechtigkeit zur Grundlage. Damit schließt die Erörterung für diesen Tag.

Buch III

  1. Vorrede Ciceros: Staatsmann und Philosoph. §§ 1-7
    Cicero lässt sich darüber aus, wie sich der Mensch im Allgemeinen von den „stummen Wesen" unterscheidet und im Laufe der Zeit Sprache, Schrift und Geist entwickelte, wo er doch zu Beginn so „nackt und hilflos" auf die Erde kam. Er lobt die Menschen, die ihre geistigen Fähigkeiten voll ausschöpfen und sich den Fragen der Politik, Philosophie und schließlich noch der Wissenschaft widmen.
  2. Fortsetzung des Dialogs. Zweites Thema: Streitgespräch über die Gerechtigkeit.
    Vorbemerkung: Aufgrund einiger Lücken im III. Buch erscheint in der Schöningh Textausgabe hier eine Inhaltsangabe von Augustinus (de civ. die II 21).
    1. Das Einleitungsgespräch: Verteilung der Rollen. § 8
      Philus übernimmt die „Anwaltschaft der Ungerechtigkeit". Laelius äußert dabei, dass diesem eine solche Rolle zuteil werden zu lassen eigentlich gegen dessen Auffassung geht, denn Philus selbst sei ein rechtschaffener Mann.
    2. Die Rede des Philus: Die Ungerechtigkeit §§ 9-31
      1. Die These des Karneades. §§ 9-11
        Carneades, ein bedeutender Philosoph, wurde von Athen nach Rom gesandt. Dort sprach er vor den damals bedeutendsten Rednern – Galba und Cato Censorius – zunächst über die Vorzüge der Gerechtigkeit. Am nächsten Tag widerlegte er das, was er zuvor gesagt hatte. Er wägte das Für und Wider sorgfältig ab. Philus erläutert nun, weshalb Carneades dies getan hatte: den Worten, die die ‚Lobredner’ der Gerechtigkeit geäußert hatten, fehle „jede Sicherheit und Festigkeit".
      2. Relativität des Rechts. §§ 12-19
        1. These. §§ 12-13
          Philus spricht von Menschen, die, voller Enthusiasmus und Intelligenz, Bücher über die Gerechtigkeit schrieben, die Sache selbst aber schließlich ihre Willenskraft überstieg. Wäre das Recht ( über das sie hier redeten) ein Naturrecht ( und kein vom Staate geschaffenes), so gäbe es eine einheitliche Auffassung – so seine These.
        2. Relativität von Religion und Moral. §§ 14-16
          Er führt jetzt aus, welche religiösen Bräuche Völker wie die Ägypter ( Tiere als Götter) und Griechen haben und die daraus entstandenen Folgen ( Perser brennen griechische Tempel nieder, Griechen nehmen Rache als Vorwand für Krieg ® Alexander der Große). Philus kritisiert, wie sich Griechen und Gallier Besitz aneignen und stellt in Frage, ob sie selbst, die „gerechtesten Menschen", nicht genauso sind, wenn sie – ein Beispiel – nur auf ihre Olivenpflanzungen bedacht seine und daher anderen (Völkern) deren Pflanzungen für ihre zerstören.
        3. Relativität der rechtlichen Stellung der Frau. §§ 17
          Die Regelung der Besitze, die Frauen haben dürfen, empfindet er als ungerecht.
        4. Folgerung: Recht und Gerechtigkeitsgefühl sind nicht von Natur gegeben. §§ 18-19
          Da die Rechtssatzungen nicht von Natur aus gegeben sind, benutzen eben auch nicht alle Menschen zu jeder Zeit dieselben. Die Gesetzte seien nur durch die Strafen, nicht aber den Gerechtigkeitssinn der Menschen gerechtfertigt.
      3. Selbstsucht und Eigennutz bestimmen sowohl die Innen- und Außenpolitik als auch das Privatleben. §§ 20-31
        Am Beispiel von den unterschiedlichen Arte von Satzungen macht Philus deutlich, dass diese Gesetze doch nur für den eigenen Nutzen, nicht aber der Gerechtigkeit wegen geschaffen werden. Dies wiederum bekräftigt er mit den Worten Carneades’. [ Es fehlen einige Passagen. Der Text wird sehr lückenhaft und ein Verständnis erschwert. ] Ein bedeutender Satz des Philus: „ Kein Staat ist so töricht, dass er nicht lieber mit Ungerechtigkeit Herr als mit Gerechtigkeit Knecht sein wollte."
        Wieder zieht er Carneades heran, der die Frage aufwirft, ob jemand, der etwas verkaufen will, nicht auch die Wahrheit unterschlägt, aus Eigennutz, um erfolgreich zu verkaufen, und damit schlecht ist, oder lieber wahrheitsgemäß handelt und somit den Wert des zu verkaufenden Objektes verringert.
    3. Überleitung. § 32
      Er bittet Laelius zu Wort.
    4. Die Rede des Laelius: Die Gerechtigkeit. §§ 33-41
      1. Gerechtigkeit als ewiges Weltgesetz. § 33
        Die Menschen sollen nicht das Recht haben, das Gesetz, das von Gott kommt, so Laelius, auch nicht durch den Senat oder ähnliche Institutionen, zu ändern oder sich nicht daran binden zu müssen.
      2. Der gerechte Krieg. §§ 34-35
        Unter dem gerechten Krieg versteht er den Krieg, der, vorher angekündigt, aus Gründen der Rache oder Abwehr von Feinden geführt würde. Zuvor erklärt er, weshalb der Tod zwar für eine Einzelperson eine Erlösung und etwas ganz Natürliches ist, aber für einen Staat die eigentliche Strafe.
      3. Der gerechte Imperialismus. §§ 36-37
        Die Knechtschaft im gerechten Imperialismus sollte so sein, dass sie den Geknechteten nützt – im ungerechten sind die, die ihr Leben in eigener Hand verbringen können, in der eines anderen.
      4. Es gibt angeborene sittliche Normen. Beweise aus der römischen Geschichte. §§ 38-39
        Gäbe es zum Beispiel nicht die Liebe zwischen Eltern und Kind, so könne es auch keine Verbindung zwischen Mensch und Mensch geben, könne letztlich keine Lebensgemeinschaft existieren.
      5. Belohnung des gerechten Staatsmannes. §§ 40-41
        Wie kann ein gerechter Staatsmann belohnt werden ? Jedenfalls nicht mit menschlichen Gütern, also Reichtümern.
    5. Überleitung. § 42
      Die Anwesenden - und besonders Scipio – sprechen sich lobend über Laelius' Rede aus und Africanus hebt dessen Rhetorik hervor.
    6.  Zusammenfassung durch Scipio: Die Gerechtigkeit in den Verfassungsformen. §§ 43-48
      1. Die Entartungsformen. §§ 43-45
        1. Tyrannis. § 43
          In der Tyrannis herrscht – nach der Überlegung – kein Gemeinwesen. ( Beispiel: Dionysios ® Syrakus)
        2. Oligarchie. § 44
          Scipio und Laelius zeigen sich darin einig, dass auch unter der Herrschaft Weniger kein Gemeinwesen existiere. ( ® Athen nach Peloponnesischem Krieg, Regierung der Decemvirn in Rom)
        3. Ochlokratie. § 45
          Auch kann die Herrschaft der großen Masse eine Tyrannis sein, wenn geplündert wird, kein Recht vorherrscht und somit könne man auch hier nicht von einem Gemeinwesen sprechen.
      2. Die gesunden Systeme. §§ 46-48
        1. Monarchie: Die betreffenden Seiten fehlen.
        2. Aristokratie. § 46
          Unter der Herrschaft einiger weniger Guten – so Mummius – müsse einfach ein Gemeinwesen sein. Dennoch zieht dieser eine Monarchie vor.
        3. Demokratie. § 47-48
          Als Beispiel zieht Scipio die Rhodier heran, bei denen alle, ob Senatoren oder Leute aus dem Volk, gleich waren. Hier herrscht ein Gemeinwesen vor.

Buch IV

  1. Überleitung: Die Größe des menschlichen Geistes. § 1
    Es sei jämmerlicher, wenn ein vertierter Geist in menschlicher Gestalt sei, als wenn jemand anstatt zu sterben lieber in eine Tiergestalt verwandelt werden will.
  2. Die Struktur des römischen Staates und der römische Volkscharakter als Voraussetzung der auf Gerechtigkeit gegründeten Verfassung. §§ 2-14
    1. Die ständische Gliederung Roms. § 2
      Scipio lobt die Ständeordnung Roms.
    2. Jugenderziehung in Rom und in Griechenland. §§ 3-4
      Er tadelt die ( teils unzüchtigen) Erziehungsgrundsätze Griechenlands.
    3. Kritik an Platons politeia ( Güter- und Weibergemeinschaft). § 5
      Die Kritik besteht darin, dass Platon, der Gott nicht kannte, nur in die Irre ging, da er wollte, dass alles allen gemeinsam sei. Denn hier befürchtet Africanus, dass alles eine breite Masse würde, Menschen ohne Selbstbeherrschung, ohne Unterschiede, ohne Keuschheit bei den Frauen.
    4. Die Zensur. § 6
      Das Urteil des Censors sei lediglich auf den Namen beschränkt ( ignominia).
    5. Die sittliche Haltung der Frauen. § 6
      Der Censor lehrt den Männern, wie diese Einfluss auf die Frauen nehmen können so dass diese Sittsamkeit erlangen.
    6. Einzelforderungen an den Charakter. §§ 7-8
      Sparsamkeit, Zuverlässigkeit, Charakterstärke.
    7. Schauspiel ( insbesondere Komödie ). §§ 9-13
      Scipio kritisiert die Frechheit, mit der Dichter immer wieder über angesehene Menschen herziehen und diese beleidigen. Er fordert, man  solle auch kontern dürfen. Dennoch waren berühmte Männer (Aeschines, Aristodemus ) im Schauspiel und der Tragödie tätig und doch politisch sehr engagiert gewesen.
    8. Musik. § 14
      Ein Bericht des Musiktheoretikers Aristides Quintilianus: Er bezweifelt dass der Tadel, den Cicero über die Musik hatte kommen lassen, auch wirklich von Cicero stammt, da es gegen dessen Meinung sei, denn er hatte einmal einen Schauspieler (Roscius) hoch gelobt ( Roscius hatte sich nur in rhythmischen Bewegungen gezeigt, was auch die Musik kennzeichnet). (..)
 

Buch V

  1. Vorrede Ciceros: Die Ursachen für den Verfall der politischen Kraft Roms. §§ 1-2
    Zunächst betont Cicero, ein so großes Gemeinwesen wie das Römertum sei nicht durch Männer allein, sondern fähige Männer an der Spitze und Sitten entstanden, doch letztere seien im Laufe der Zeit zugrunde gegangen.
  2. Fortsetzung des Dialogs. Drittes Thema: Wesen, Aufgaben und Schicksal des führenden Staatmannes
    1. Die Gestalt des Staatenlenkers. §§ 3-11
      1. Das königliche Amt des Richters. § 3
        Manilius zeigt seine Bewunderung und Hochschätzung für das Amt des Richters, der es dem König abnimmt, sich um Angelegenheiten der Privatleute zu kümmern ( außer den Urteilsspruch). Er lobt dabei Numa Pompilius, der zweite König der Römer, der als Stifter religiöser Einrichtungen der Römer gilt.
      2. Die Ausbildung des Staatsmannes. §§ 4-5
        Der Staatsmann muss Recht und Gesetz kennen lernen, sich zugleich aber auf wesentliche Aufgaben konzentrieren.
      3. Ehre und Ehrfurcht als politische Kräfte. § 6
        Der Staatsmann ( Scipio: „Lenker") hat ein geschärftes Gewissen; Ehrgefühl und Gewissen hindert den Menschen an vielen Taten.
      4. Die Familie. § 7
        Durch Rechtssatzungen für die Eheschließung ist der Grundsatz festgelegt, dass es nichts glücklicheres geben kann, als einen gut aufgebauten Staat.
      5. Gestalt und Aufgabe des Staatsmannes. § 8
        Die Aufgabe des Staatsmannes ist, das Leben der Bürger lebenswert zu machen, es zu sichern, nach außen hin ein gutes Bild abzugeben und durch Tugend sittlich zu festigen. Er soll mehr für den Nutzen des Volkes und seines Landes sorgen als für sich selbst.
      6. Einzelzüge des Staatenlenkers. §§ 9-10
        Man muss diesem Ehre und Ruhm zuteil werden lassen.
      7. Die Rhetorik. § 11
        Scipio verachtet den Lenker, der vermag einen Richter durch sein Reden zu bestechen, mehr als den, der dies mit Geld tut.

Buch VI

  1. Überleitung: Bewährung des Staatsmannes. §§ 1-2
    Der Staatsmann muss allen Kräften, die sich gegen das Gemeinwesen richten gewappnet sein.
  2. Der Lohn des Staatsmannes: Somnium Scipionis. §§ 3-29
    1. Der Anlass zu Erzählung Scipios. § 8
      Nasica, der für den Tyrannenmord verantwortlich gewesen war, sollte keine Statue aufgestellt werden. Scipio erklärt, dass die Art der Belohnung und Ehrung besser sei, die sich dem Aufstellen solcher vergänglicher Symbole enthält.
    2. Auseinandersetzung mit Platons Mythos vom Pamphylier Er. §§ 3-7
      Der Mythos: Der Pamphylier Er war ein Soldat, der nach einer Schlacht als tot galt, aber doch irgendwie überlebt hatte und schließlich – nachdem man ihn gefunden hatte – den Menschen seine Erlebnisse in diesem „Zwischenleben" mitteilte. (..)
    3. Scipios Bericht. §§ 9-29
      1. Einleitung: Africanus maior über Scipios Zukunft. §§ 9-12
        Scipio besuchte auf seiner Reise nach Afrika den König Masinissa, einen Freund Africanus’. Er wurde von diesem freundlich empfangen und während eines langen Gespräches erfuhr er sehr viel über Africanus. Im Schlaf dann erschien dieser ihm und zeigte ihm seine Zukunft: Zerstörung Karthagos und Numantias, Wahl zum Konsul und schließlich wie er einst Diktator sein wird.
      2. Hauptteil: Lohn des Staatsmannes im Jenseits. §§ 13-28
        • Der Ort der Seligen. §§ 13-16
          Er beschreibt ihm den Himmel, wo die Seelen derer, die ihren Beitrag für das Vaterland geleistet haben, vollkommen frei sind, fast so, als wäre das Leben nach dem Tode, das wahre Leben.
        • Planetenzonen und Sphärenharmonie. §§ 17-19
          Es werden die Planeten beschrieben ( Aussehen und Herkunft ihrer Bezeichnung), ihre Bahnen anhand von hohen und tiefen Tönen.
        • Begrenzung des irdischen Ruhmes durch Raum und Zeit. §§ 20-25
          Dem Scipio zeigt Africanus maior die Grenzen, die die Menschen umgeben und zugleich voneinander trennen ( Pole, Meere).
        • Unsterblichkeit der Seele ( nach Platons „Phaidros"). §§ 26-28
          „Was immer sich bewegt ( Gott und die menschliche Seele), ist ewig." Africanus maior sagt zu Scipio, nur sein Leib, nicht seine Seele, sei sterblich. Die Seele bewegt sich selbst.
      3. Schluss: Das Schicksal der Seelen. § 29
        Die Seele soll bemüht sein um das Wohl des Vaterlandes, sie soll schon früh losgelöst vom Körper sein, damit sich später schneller an diesen Ort ( „Himmel" ) fliegen kann.
Sententiae excerptae:
w39
Literatur:

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