Nos personalia non concoquimus. Nostri consocii (Google, Affilinet) suas vias sequuntur: Google, ut intentionaliter te proprium compellet, modo ac ratione conquirit, quae sint tibi cordi. Uterque consocius crustulis memorialibus utitur. Concedis, si legere pergis.
 
 
 
1991
'omina principiis' inquit 'inesse solent.
Janus: "Ein jeder Beginn zeichnet die Spur des Verlaufs." / Der Anfang eröffnet gewöhnlich einen Blick auf das Ende.
Ov.fast.1,178

142
Cernis, ut ignavum corrumpant otia corpus, | ut capiant vitium, ni moveantur aquae?
Siehst du, wie Nichtstun den trägen Körper verdirbt, wie Wasser, wenn es nicht sich bewegt, schlecht wird?
Ov.Pont.1,5,5

1667
Matre pulchra filia pulchrior!
O, der schönen Mutter schönere Tochter!
Hor.c.1,16,1

132
O crimen laesae !
Welch eine Maiestätsbeleidigung!
(spät)

1683
O crudelis Alexi, nihil mea carmina curas?
O grausamer Alexis, so ist denn nichts mein Gesang dir?
Verg.ecl.2,6

755
O dulce tormentum, ubi reprimitur gaudium!
O süße Qual, wenn Freude wird zurückgedrängt! (O süße Bitternis, wenn Freude wird gehemmt!)
Publil.Syr.O5

1892
O fallax natura deum: quae prima dedisti | aetati nostrae gaudia, prima rapis.
O du trügerische Natur der Götter: Die Freuden, die du als erste unserer Jugend schenktest, nimmst du als erste hinweg!
Petron.109,9

1831
O lusum fortunae mirabilem!
Welch seltsames Spiel des Glücks!
Petron.13,1

762
O pessimum periclum, quod opertum latet!
Du schrecklichste Gefahr, die im Verborgnen droht.
Publil.Syr.O12

1523
O saeclum insapiens et infacetum!
O Jahrhundert, wie geistlos, wie witzlos!
Catull.43,8.

758
O tacitum tormentum animi conscientia!
Gewissen, du des Herzens stille Folterqual!
Publil.Syr.O8

133
O tempora! o mores!
Welche Zeiten! welche Sitten!
Cic.Catil.1,2

753
O vita misero longa, felici brevis!
O Leben, lang im Unglück, und so kurz im Glück!
Publil.Syr.O3

754
Obiurgari in calamitate gravius est quam calamitas.
Schelte (Vorwurf, Tadel) wiegt im Unglück schwerer als das Unglück selber wiegt.
Publil.Syr.O4

752
Obsequium (officium) benevoli animi finem non habet.
Kein Ende seiner Güte kennt ein gutes Herz. (Die gute Seele gibt sich ohne Ende hin.)
Publil.Syr.O2

261
Obsequium amicos, veritas odium parit.
Willfährigkeit bringt Freunde, Wahrheit Hass.
Ter.Andr.68

760
Obsequium nuptae cito fit odium paelicis.
Der Gattin Folgsamkeit empört das Kebsweib schnell.
Publil.Syr.O10

1447
Obstupui vano credulus auspicio.
Abergläubischen Sinns dacht ich an Schlimmes sogleich.
Prop.1,3,28

764
Occasio aegre offertur, facile amittitur.
Schwer bietet sich, leicht schwindet hin Gelegenheit.
Publil.Syr.O14

761
Occasio receptus difficiles habet.
Gelegenheit lässt schwerlich einen Rückzug zu.
Publil.Syr.O11

757
Occidi est pulchrum, ignominiose ubi servias.
Schön ist’s den Tod zu finden, wenn man schimpflich dient. (Erlösung ist dem schmachbeladnen Knecht der Tod.)
Publil.Syr.O7

1762
Occursare capro - cornu ferit ille - caveto.
Hüte dich ja, zu begegnen dem Bock: er stößt mit den Hörnern!.
Verg.ecl.9,25

1738
Ocius | huc ades, o Meliboee; caper tibi salvus et haedi.
Meliboeus, | Komme geschwind hierher! Dein Bock ist gesund und die Ziegen.
Verg.ecl.7,8f.

765
Oculi occulte amorem incipiunt, consuetudo perficit.
Liebe zart im Aug’ erglimmt und in den Armen sich erfüllt.
Publil.Syr.O15

134
Oderint, dum metuant!
Mögen sie mich hassen, sofern sie mich fürchten!
Acc. trag. 203 (Atreus)

1503
Odi et amo.
Ich hasse und liebe.
Catull.85,1.

135
Oleum et operam perdidi
Ich habe Öl und Mühe vergeudet.
Plaut.Poen.332 (u.a.)

136
Oleum flammae adicere.
Öl ins Feuer gießen.
Hieron.ep.22,8; Hieron.ep.77,7

137
Oleum in incendium.
Öl ins Feuer (gießen).
"vulgare", Porphyr.

1593
Omne hoc, quod vides, quo divina atque humana conclusa sunt, unum est; membra sumus corporis magni.
Dies alles, was du siehst, worin Göttliches und Menschliches inbegriffen ist, ist eines: wir sind Glieder eines großen Körpers.
Sen.epist.95,51

1088
Omne nimium nocet.
Alles Zuviel (Jedes Übermaß) schadet. (Allzu viel ist ungesund.)
vulgo

756
Omnes aequo animo parent, ubi iusti (digni) imperant.
Mit Gleichmut fügt sich jeder dem gerechten Herrn. (Geduldig fügt man sich der Herrschaft, die’s verdient.)
Publil.Syr.O6

1105
Omnes horas conplectere!
Halte alle Stunden zusammen!
Sen.epist.1,2

1559
Omnes vacant, qui volunt.
Jedermann hat Zeit, wenn er will. (Wo ein Wille, da ein Weg.)
Sen.epist.106,1

763
Omnes, cum occulte peccant, peccant tutius.
Wer sich verfehlt, fehlt im Verborgnen sicherer.
Publil.Syr.O13

1456
Omnes, qu? amant, graviter sibi dari uxorem ferunt.
Alle Verliebten lassen ungern sich verheiraten mit einer Frau.
Ter.Andr.191

1108
Omnia aliena sunt, tempus tantum nostrum est.
Alles ist fremdes Eigentum, nur die Zeit ist unser.
Sen.epist.1,3

138
Omnia deficiant: animus tamen omnia vincit.
Alles mag fehlen, doch überwinde ich alles (überwindet alles der Geist).
Ov.Pont.2,7,75

1819
Omnia dicta factaque quasi papavere et sesamo sparsa.
Alle Worte und Taten gleichsam mit Mohn und Sesam bestreut.
Petron.1,3

1767
Omnia fert aetas. animum quoque.
Alles nimmt uns die Zeit, auch die Erinnerung.
Verg.ecl.9,51

2011
Omnia in rebus humanis dubia, incerta, suspensa magisque omnia verisimilia quam vera
Alles in der Welt ist zweifelhaft, unsicher und schwankend ist, und alles ist eher wahrscheinlich als wahr
Min.Fel.5,2

139
Omnia mea mecum porto.
All meinen Besitz trage ich mit mir.
Cic.parad.1,1,8

1747
Omnia nunc fient, fieri quae posse negabam.
Alles wird jetzt geschehen, wovon ich behauptete, es könne nicht geschehen.
Ov.trist.1,8,7

1581
Omnia praeter virtutem mutat nomen, modo mala fiunt, modo bona.
Alles außer der Tugend wechselt den Namen und wird bald ein Übel, bald ein Gut.
Sen.epist.95,35

1525
Omnia sunt ingrata.
Undank ist der Welten Lohn.
Catull.73,3.

1682
Omnia vincit amor, et nos cedamus amori.
Alles besiegt ja die Liebe, so lasst uns der Liebe nachgeben!
Verg.ecl.10,69

1009
Omnia vitia in aperto leniora sunt.
Alle Fehler, die offen hervortreten, sind weniger gefährlich.
Sen.epist.56,10

1224
Omnia vitia in aperto leniora sunt.
Alle Fehler, die offen hervortreten, sind weniger gefährlich.
Sen.epist.56,10

1538
Omnibus modis, qui pauperes sunt homines, miseri vivont, | praesertim quibus nec quaestus est, nec didicere artem ullam.
Ein armer Mensch lebt kläglich doch fürwahr in jeder Weise, | besonders, wenn er kein Gewerb' und keine Kunst erlernt hat.
Plaut.Rud.290f.

2023
Omninoque, quae crescentia perniciosa sunt, eadem sunt vitiosa nascentia.
Grundsätzlich ist, was in seinem Wachstum verderblich ist, auch in seiner Entstehung fehlerhaft.
Cic.Tusc.3,41,3

1719
Omnis feret omnia tellus.
Jegliches Land wird alles erzeugen.
Verg.ecl.4,39

1464
Omnis sibi mavult melius esse quam alteri.
Jeder gönnt lieber sich als andren etwas Gutes.
Ter.Andr.427

1881
Omnis vector nihil prius quaerit, quam cuius se diligentiae credat.
Jeder Passagier kümmert sich zuerst darum, wem er sein Leben anvertraut.
Petron.107,2

1087
Omnis virtus mediocritas.
Die ganze Tugend (alles Richtige) beruht auf dem mittleren Weg. (Mittelweg ein sicherer Steg.)
vulgo

751
Omnis voluptas, quamcumque arrisit, nocet.
Es schadet jede Lust, wie viel sie auch verspricht.
Publil.Syr.O1

1894
Omnium idem est exitus et idem domicilium
Alle erwartet das selbe Ende und die selbe Wohnung. (Wir müssen alle sterben! Das ist nun einmal nicht zu ändern!)
Petron.111,8

1041
Operam et oleum perdidi.
Ich habe Mühe und Öl verloren. (Es ist Hopfen und Malz verloren.)
Cic.fam.17,1,3

1962
Oportet etiam inter cenandum philologiam nosse.
Man muss auch beim Essen mit der Literaturwissenschaft vertraut sein.
Petron.39,4

140
Optat ephippia bos piger, optat arare caballus.
Der Ochse wünscht sich faul den Sattel, der Gaul wünscht sich zu pflügen.
Hor.epist.1,14,43

1086
Optima condicio est vitae mediocris habenda.
Der Mittelweg muss als bester Lebensweg gelten. (Die Mittelstraß' der beste Pass.)
vulgo

759
Optime positum est beneficium, cuius meminit, qui accipit.
Bestens angelegt ist Wohltat, an die der Empfänger denkt.
Publil.Syr.O9

1011
Ora et labora!
Bete und arbeite!
nach der Regula St. Benedicti

1966
Orbis vertitur tamquam mola, et semper aliquid mali facit, ut homines aut nascantur aut pereant.
Der Tierkreis dreht sich wie ein Mühlstein und bewirkt immer etwas Schlechtes, dass die Menschen entweder geboren werden oder zugrunde gehen.
Petron.39,13

141
Otia corpus alunt, animus quoque pascitur illis.
Muße ernährt den Körper, auch der Geist weidet auf ihrer Weide.
Ov.Pont.1,4,21

1067
Otia dant vitia.
Müßiggang ist aller Laster Anfang.
vulgo

1064
Otia qui sequitur, veniet huic semper egestas.
Dem, der der Muße nachgeht, wird sich immer Armut einstellen. (Wer nicht arbeiten will. muss am Ende betteln.)
vulgo

1223
Otii vitia negotio discutiuntur.
Die Laster der Untätigkeit werden durch Tätigkeit vertrieben.
Sen.epist.56,9

1507
Otio exsultas nimiumque gestis.
Nichtstun macht dich übermütig und unbeherrscht.
Catull.51,13.

1226
Otiosi videmur, et non sumus.
Wir scheinen nur ruhig und sind es nicht.
Sen.epist.56,11

1506
Otium et reges prius et beatas / perdidit urbes.
Nichtstun hat früher schon Könige und wohlhabende Städte zerstört.
Catull.51,14.

1505
Otium, Catulle, tibi molestum est:
Nichtstun, Catull, ist dir lästig.
Catull.51,13.

1495
Quid solutis est beatius curis!
O, was ist seliger als die Sorgen los zu sein.
Catull.31,7.


 
Sententiae excerptae:
Literatur:

6 Fund(e)
2856
Binder, Wilhelm (Hg.)
Medulla proverbiorum Latinorum. Schatzkästlein Lateinischer Sprichwörter..
Stuttgart, J. B. Metzler, 1856

2862
Knecht, Th.
Eile mit Weile - Vom Ursprung und von der Überlieferung griechischer Sprichwörter
Wissenschaft, Klass. Sprachen und Literaturen XXVIII, München 1994, 102-113

2863
Liebs, D.
Lateinische Rechtsregeln und Rechtssprichwörter, unter Mitarbeit von H.Lehmann und G.Strobel zusammengestellt
München 1982

2854
Otto, A.
Die Sprichwörter und sprichwörtlichen Redensarten der Römer, gesammelt und erklärt von A.Otto
Leipzig 1890, Ndr. Hildesheim (Olms Verlag) 1965

2865
Walther, H.
Lateinische Sprichwörter und Sentenzen des Mittelalters in alphabetischer Anordnung, Bd. I-VI
Göttingen 1963ff.

2866
Werner, J. / Flury, P.
Lateinische Sprichwörter und Sinnsprüche des Mittelalters
Heidelberg 2/1966


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