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  • Makedonien (Μακεδονία) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte West: Landkarte Ost: Landkarte
    • Landschaft im Norden von Thessalien,
      • die die emathische Ebene und die Landschaft Pierien am Fuß des Olymp mit thrakischen Bewohnern umfasst. Dazu die Randgebirge der Ebene zwischen Haliakmon und Axios. Hier siedeln die eigentlichen Makedonen, ein in den älteren Wohnsitzen zurückgebliebener Teil des griechischen Volkes, der die Verbindung mit ihm fast völlig verloren hatte.
      • Ebenso saßen sie im Talkessel des oberen Haliakmon bis gegen das illyrische Gebiet hin.
      • Im weiteren Sinn gehören noch Ober-Makedonien am oberen Haliakmon und Erigon dazu, Landschaften, die häufig auch Epeiros zugerechnet werden:
        • Elimeia (Elimiotis) mit gleichnamiger Hauptstadt unbekannter Lage,
        • Lynkestis mit der Hauptstadt Lynkos am oberen Erigon,
        • Orestis (Orestias) zwischen Haliakmon und Aoos,
        • Pelagonia am Erigon mit der gleichnamigen Hauptstadt Pelagonia.
    • Es gab nur weit verstreute offene Dörfer, keine Stadt außer den griechischen Küstenkolonien. Beibehaltung der alten Verfassung des Königtums der Argeaden mit großer Machtfülle.
    • Die hellenische Kultur trinkt erst zur Zeit des Peloponnesischen Krieges ein. Ein Einheitsstaat bildet sich zuerst in den Ebenen am Haliakmon und Axios. Die selbstständigen Gaue in Obermakedonien werden erst durch Amyntas und Perdikkas mit Niedermakedonien verschmolzen. Die hellenische Kultur drang zuerst unter Archelaos ein, während noch König Amyntas und Perdikkas um die innere Einigung und Unabhängigkeit gegen den Druck der athenischen Macht kämpften.
    • Ziele der makedonischen Politik: Gewinnung der Küste, Ausbreitung des Einflusses nach Süden.
    • Die spätere Geschichte wird geprägt von:
    • 168 Sturz des Königtums und Teilung der Landschaft in vier Eidgenossenschaften (μερίδες)
    • 150 -148 Aufstand des Andriskos (-Philippos). Nach seiner Niederwerfung wird Makedonien römische Provinz mit einem Statthalter. Jede Eidgenossenschaft (μερίς) hat eine eigene Ratsversammlung (συνέδριον) aus Gemeindevertretern. Seit Kaiser Augustus gibt es einen Provinziallandtag (κοινὸν Μακεδόνων).
      44 n.Chr. wechselt die Provinz unter Kaiser Claudius aus der kaiserlichen in die senatorische Verwaltung.
    Stammbaum der makedonischen Könige                
                   
     
    Perdikkas III.
     
     
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    Amyntas
    ~ Kynane
     
     
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    Eurydike
    ~ Philippos III.
    Arrhidaios
     
         
           
    Amyntas I
         
           
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    Alexandros I.
    Philhellen
         
     
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    1. (?) ~ Perdikkas II. ≈ 2. Kleopatra I.
    Amyntas
    Stratonike
    (Philippos)
    (Alketas)
    (Menelaos)
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    Archelaos
    ~ 1. (?)
    ≈ 2. Kleopatra
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    Arrhidaios
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    Amyntas II. 
    ~ (Tochter)
    Orestes
    Amyntas III.
    ~ 1. Eurydike ~ 2. Gygaia          
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    Alexandros II.
    Perdikkas III.
    1. Olympias ~ 
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    Philippos II.
    ~ 2. Kleopatra
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    ≡ 3. Phila
    ≡ 4. Eurydike
    (Audata)
    ≡ 5. Philinna (v. Larissa)
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    ≡ 6. Nikesipolis (v. Pherai)
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    Archelaos
    Arrhidaios
    Menelaos
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    Kleopatra
    ~ Alexandros v. Epeiros
    1. Barsine ~ 
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    Alexandros III.
    d.Gr.
     ≡ 3. Stateira
    ≡ 4. Parysatis
    ≈ 2. Roxane
    Europe
    Kynane
    (Kynna)
    Philippos III.
    Arrhidaios
    ~Eurydike
    Thessalonike
         
     
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    Herakles
     
    Alexandros IV.
    Aigos
                 
    Quellen:      
  • Mariandyner (Μαριανδυνοί) massalia massalia Landkarte
    • Volksstamm im östlichen Bithynien bei Heraclea Pontica. In der Argonautensage hilft Herakles Iason und seinen Leuten gegen die Mariandyner und Bebryker. In ihrem Land spielt auch das Abenteuer des Herakles mit Kerberos. Die Mariandyner gerieten in die Abhängigkeit der Megarer und Boioter, die in ihrem Gebiet im 6. Jh. die Stadt Herakleia gründeten. Zunächst wurden sie von Kroisos den Lydern unterworfen (Herod.1,28), waren dann persisch (Herod.3,90) und beteiligten sich am Zug des Xerxes gegen Griechenland (Herod.7,72).
  • Massalia (Μασσαλία) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte
    • Um 600 als Kolonie von Phokaiern in der Nähe der Rhônemündung im Gebiet der Salyer gegründet. Es unterhält überwiegend friedliche Beziehungen zu seinen Nachbarn (Ligurer, Kelten) und wird zum Eingangstor für die griechische Kultur nach Gallien. Es beherrscht die Handelsstraßen (Zinn, Bernstein) nach Nordwest- und Nordostgallien und betreibt einen ausgedehnten Land- und Seehandel. Es gründet seinerseits einige wichtige Kolonien (Emporiae, Monoecus). Auch von Forschungsreisen (Euthymenes) wird berichtet. In seiner Blütezeit wurde Massalia aristokratisch verwaltet (600 τιμοῦχοι).
      Skymn.209-214: .... Μασσαλία δ' ἐστ' ἐχομένη,
      πόλις μεγίστη, Φωκαέων ἀποικία.
      Ἐν τῇ Λιγυστικῇ δὲ ταύτην ἔκτισαν
      πρὸ τῆς μάχης τῆς ἐν Σαλαμῖνι γενομένης
      ἔτεσιν πρότερον, ὥς φασιν, ἑκατὸν εἴκοσι.
      Τίμαιος οὕτως ἱστορεῖ δὲ τὴν κτίσιν.
      Es folgt Massalia,
      eine sehr große Stadt, eine Siedlung der Phokaier.
      Im Ligurischen gründeten sie diese
      einhundert und zwanzig Jahre, wie man sagt,
      vor der Schlacht bei Salamis.
      So berichtet Timaios die Gründung
      Harp. s. <Μασσαλία> Ἰσοκράτης μέν φησιν ἐν Ἀρχιδάμῳ, ὡς Φωκαεῖς φεύγοντες τὴν τοῦ μεγάλου βασιλέως δεσποτείαν εἰς Μασσαλίαν ἀπῴκησαν· ὅτι δὲ πρὸ τούτων τῶν χρόνων ἤδη ὑπὸ Φωκαέων ᾤκιστο ἡ Μασσαλία, καὶ Ἀριστοτέλης ἐν τῇ Μασσαλιωτῶν πολιτείᾳ δηλοῖ. Isokrates sagt im "Archidamos", dass die Phokaier auf der Flucht vor der Herrschaft des Großkönigs nach Massalia umsiedelten; dass aber die Phokaier Massilia bereits vor dieser Zeit gegründet hatten, zeigt auch Aristoteles in seiner "Verfassung von Massalia".
      Herod.1,163: οἱ δὲ Φωκαιέες οὗτοι ναυτιλίῃσι μακρῇσι πρῶτοι ῾Ελλήνων ἐχρήσαντο, καὶ τὸν τε ᾿Αδρίην καὶ τὴν Τυρσηνίην καὶ τὴν ᾿Ιβηρίην καὶ τὸν Ταρτησσὸν οὗτοι εἰσὶ οἱ καταδέξαντες· [2] ἐναυτίλλοντο δὲ οὐ στρογγύλῃσι νηυσὶ ἀλλὰ πεντηκοντέροισι. Diese Phokaier unternahmen als erste Griechen weite Schiffsfahrten. Sie haben die Adria, Etrurien, Spanien und Tartessos entdeckt. (2) Sie fuhren nicht auf runden Schiffen, sondern auf Fünfzigruderern. (Übersetzungen: E.Gottwein)
      • 545 erhebliche Verstärkung durch die persische Zerstörung der Mutterstadt Phokaia (Zweite Kolonisierung, s. Thuk.1,13; Paus.10,8,6)
        Paus.10,8,6: οἱ δὲ Μεσσαλιῶται Φωκαέων εἰσὶν ἄποικοι τῶν ἐν Ἰωνίᾳ, μοῖρα καὶ αὕτη τῶν ποτε Ἅρπαγον τὸν Μῆδον φυγόντων ἐκ Φωκαίας· γενόμενοι δὲ ναυσὶν ἐπικρατέστεροι Καρχηδονίων τήν τε γῆν, ἣν ἔχουσιν, ἐκτήσαντο καὶ ἐπὶ μέγα ἀφίκοντο εὐδαιμονίας. Die Massalioten sind Auswanderer der Phokaier in Ionien, auch sie ein Teil derer, die einst vor dem Meder Harpagos aus Phokaia flohen. Zu Schiff erwiesen sie sich den Karthagern überlegen, erwarben so das Land, das sie besitzen und gelangten zu großem Wohlstand. (Übersetzung: E.Gottwein)
      • 540 Das durch die Schlacht bei Alalia bestätigte Übergewicht der Karthager im westlichen Mittelmeer beeinträchtigt kaum den Aufschwung Massalias
      • 504 Alter Vertrag mit Rom, zu dem Massalia freundschaftliche Beziehungen unterhält.
      • Größte Blüte im 4. und 3. Jh.
      • Im Hannibalischen Krieg steht Massilia fest zu Rom. Danach neuer Aufschung.
      • Dadurch dass die Römer auf Südgallien und den Handel in dieser Region zugreifen, verliert Massalia an Bedeutung:
        • 154 Bakämpfung der Ligurer
        • 125/121 Allobrogerkrieg
        • 118 Einrichtung der Provinz Gallia Narbonensis
        • 49 langwierige Belagerung der Stadt und Einnahme durch die Caesarianer
      • In der Kaiserzeit als civitas libera et foederata Bildungszentrum
      • [nach Lübker]
     
  • Megara (τὰ Μέγαρα) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte
    • Hauptstadt der Landschaft Megaris, einer kleinen Ebene etwa in der Mitte zwischen Athen und Korinth; 8 Stadien vom Meer entfernt; von Dorern besiedelt. Zwei Akropolen (Karia, Alkathoos). In der Senke dazwischen der Brunnen des Tyrannen Theagenes. Megaras maritime Bedeutung lässt an der Gründung vieler Kolonien erkennen (Megara Hyblaia, Selinus [629], Chalkedon [674], Byzantion [658], Selymbria [662], Astakos, Herakleia Pontica, u.a.). Weihung eines Schatzhauses nach Olympia (Paus.6,19,12). Heimat des Elegikers Theognis (Blüte 544) und des Philosophen Eukleides, auf den die Megarische Schule zurückgeht.
      • Seit Mitte 8. Jh. selbständig
      • 720, 704, 652 stellt Megara den Olympiasieger im Stadionlauf
      • 630 Salamis geht an Athen verloren
      • Die Kämpfe zwischen Demos und Adel (Theognis) führen zur Tyrannis des Theagenes und schließlich zu einer oligarchischen Verfassung.
      • 480 mit starker Beteiligung an der Seeschlacht von Salamis. Angriffsziel des Mardonios.
      • 466 wegen eines Grenzstreites mit Korinth Abfall vom Peloponnesischen Bund und 461 Anschluss an Athen
      • Megara und der Hafen Nisaia werden durch Befestigungen (Luftziegelmauer auf Steinsockel) verbunden.
      • Athen führt den Krieg gegen Korinth und Aigina. 458 Sieg über und Belagerung von Aigina.
      • 446 Megara fällt von Athen ab.
      • 433 Megara steht im Bund mit Korinth gegen Kerkyra
      • 432 Megarisches Psephisma: Athen verhängt gegen Megara eine Handelssperre.
      • 427 Nikias besetzt die Insel Minoa.
      • 424 Parteikämpfe, in denen die Demokraten mit ihren Anschlussplänen an Athen unterliegen. Die Athener nehmen Nisaia ein.
      • 394 Megara gegen Spara
      • 343 Erfolgreiches Bündnis mit Athen gegen Philipp
      • 308 von Ptolemaios I. eingenommen.
      • 307 Befreiung durch Demetrios Poliorketes
      • Bis 243 wieder makedonisch (nach einem Abfall unter Antigonos nach 280), dann achaiisch.
      • 294-192 Anschluss an den Boiotischen Bund (Antigonos Doson).
      • 146 Durch Kapitulation entgeht Megara seiner Zerstörung. In römischer Zeit von Sulla als Stützpunkt gegen Athen genutzt. Auf Seiten des Pompeius gegen Caesar, der es einnehmen lässt.
      • 295 n.Chr. durch Goten zerstört.
      • [nach Lübker]
     
  • Mysien (ἡ Μυσία) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte
    • Landschaft im nordwestlichen Kleinasien, mäßig hohe Gebirgslandschaft von großer Ausdehnung, gewundene Täler mit wasserreichen Flüssen (Rhyndakos mit Makestos, Aisepos, Granikos, Paisos, Simois, Skamander, Satnioeis, Euenos, Kaikos). Kulturell nicht hochstehend, landwirtschaftliche Nutzung. Auf dem "Mysischen Olympos" (ἐν τῷ Μυσίῳ Ὀλύμπῳ) spielt die Eberjagd, auf der nach Herod.1,36 Atys, der Sohn des Kroisos, durch Adrastos ums Leben kam.
    • Städte
      • in Kleinmysien (auch ἡ ἐφ’ Ἑλλησπόντῳ Φρυγία): Kyzikos, Priapos, Parion, Lampsakos, Abydos, Apollonia, Miletopolis (Melde), Zeleia, Gergis, Skepsis, Perkote
      • in Großmysien: Pericharaxis, Hadrianu, Therai (Balikeser), Argiza (Bazarköi), Poimanenon, Alexa, Ankyra Sidera, Blaudos, Hadrianeia (Balat), Tiberiopolis, Hadrianoi.
    • Seen: Aphnitis Limne.
     
  • Mytilene (Μυτιλήνη, Μιτυλήνη) Internetsuche bei GoogleInternetsuche bei LycosInternetsuche bei YahooInternetsuche bei Live SearchGBV-LiteratursucheWikipediaPerseus Landkarte
    • Strab.13,2,3: Ἄνδρας δ' ἔσχεν (Μιτυλήνη) ἐνδόξους τὸ παλαιὸν μὲν Πιττακόν, ἕνα τῶν ἑπτὰ σοφῶν, καὶ τὸν ποιητὴν Ἀλκαῖον καὶ τὸν ἀδελφὸν Ἀντιμενίδαν, ὅν φησιν Ἀλκαῖος Βαβυλωνίοις συμμαχοῦντα τελέσαι μέγαν ἆθλον καὶ ἐκ πόνων αὐτοὺς ῥύσασθαι κτείναντα "ἄνδρα μαχαίταν" βασιληίων παλάσταν [ὥς φησιν] ἀπολείποντα μόνον "μίαν παχέων ἀπὺ πέμπων." συνήκμασε δὲ τούτοις καὶ ἡ Σαπφώ, θαυμαστόν τι χρῆμα· οὐ γὰρ ἴσμεν ἐν τῷ τοσούτῳ χρόνῳ τῷ μνημονευομένῳ φανεῖσάν τινα γυναῖκα ἐνάμιλλον οὐδὲ κατὰ μικρὸν ἐκείνῃ ποιήσεως χάριν. ἐτυραννήθη δὲ ἡ πόλις κατὰ τοὺς χρόνους τούτους ὑπὸ πλειόνων διὰ τὰς διχοστασίας, καὶ τὰ στασιωτικὰ καλούμενα τοῦ Ἀλκαίου ποιήματα περὶ τούτων ἐστίν· ἐν δὲ τοῖς τυράννοις καὶ ὁ Πιττακὸς ἐγένετο. Ἀλκαῖος μὲν οὖν ὁμοίως ἐλοιδορεῖτο καὶ τούτῳ καὶ τοῖς ἄλλοις, Μυρσίλῳ καὶ Μελάγχρῳ καὶ τοῖς Κλεανακτίδαις καὶ ἄλλοις τισίν, οὐδ' αὐτὸς καθαρεύων τῶν τοιούτων νεωτερισμῶν. Πιττακὸς δ' εἰς μὲν τὴν τῶν δυναστειῶν κατάλυσιν ἐχρήσατο τῇ μοναρχίᾳ καὶ αὐτός, καταλύσας δὲ ἀπέδωκε τὴν αὐτονομίαν τῇ πόλει. ὕστερον δ' ἐγένετο χρόνοις πολλοῖς Διοφάνης ὁ ῥήτωρ, καθ' ἡμᾶς δὲ Ποτάμων καὶ Λεσβοκλῆς καὶ Κριναγόρας καὶ ὁ συγγραφεὺς Θεοφάνης. οὗτος δὲ καὶ πολιτικὸς ἀνὴρ ὑπῆρξε καὶ Πομπηίῳ τῷ Μάγνῳ κατέστη φίλος μάλιστα διὰ τὴν ἀρετὴν ταύτην, καὶ πάσας συγκατώρθωσεν αὐτῷ τὰς πράξεις, ἀφ' ὧν τήν τε πατρίδα ἐκόσμησε τὰ μὲν δι' ἐκείνου τὰ δὲ δι' ἑαυτοῦ, καὶ ἑαυτὸν πάντων τῶν Ἑλλήνων ἐπιφανέστατον ἀνέδειξεν· υἱόν τε ἀπέλιπε Μάρκον Πομπήιον, ὃν τῆς Ἀσίας ἐπίτροπον κατέστησέ ποτε Καῖσαρ ὁ Σεβαστός, καὶ νῦν ἐν τοῖς πρώτοις ἐξετάζεται τῶν Τιβερίου φίλων. Ἀθηναῖοι δ' ἐκινδύνευσαν μὲν ἀνηκέστῳ ψόγῳ περιπεσεῖν ψηφισάμενοι Μιτυληναίους ἡβηδὸν ἀποσφαγῆναι, μετέγνωσαν δὲ καὶ ἔφθη μιᾷ θᾶττον ἡμέρᾳ τὸ ψήφισμα ἀφιγμένον ὡς τοὺς στρατηγοὺς πρὶν ἢ πρᾶξαι τὸ προσταχθέν. An berühmten Männern hatte Mytilene in alter Zeit Pittakos, einen der Sieben Weisen, und den Dichter Alkaios und seinen Bruder Antimenidas, von dem Alkaios sagt, er habe als Bundesgenosse der Babylonier einen großen Kampf bestritten und sie aus der Not befreit, indem er einen "streitbaren Mann" tötete, einen Ringer der Könige, wie er sagt, dem an fünf Ellen nur eine fehlte. Mit diesen zusammen blühte auch Sappho, eine erstaunliche Person. Denn wir kennen in unserem so großen geschichtlichen Horizont keine Frau, die es in der Dichtkunst mit ihr auch nur entfernt aufnehmen könnte. Die Stadt wurde in diesen Zeiten wegen innerer Streitigkeiten von mehreren Tyrannen beherrscht, und die so genannten "Revolutionslieder" des Alkaios handeln davon. Unter den Tyrannen war auch Pittakos. Alkaios zog über ihn genauso her wie über die übrigen, Myrsilos, Melanchros, die Kleanaktiden und sonst welche, ohne selbst von solchen Umsturzplänen frei zu sein. Pittakos setzte seinerseits seine Alleinherrschaft zur Beseitigung persönlicher Machtzentren ein, nach ihrer Beseitigung aber gab er der Stadt ihre Selbstbestimmung zurück. Viele Jahre später gab es dort den Redner Diophanes, zu unserer Zeit aber Potamon , Lesbokles, Krinagoras und der Historiker Theophanes. Dieser betätigte sich auch in der Politik und gewann besonders wegen dieser Fähigkeit die Freundschaft Pompeius' des Großen und leistete einen hohen Beitrag zum Gelingen all seiner Maßnahmen. Dadurch förderte er teils aus eigener Kraft, teils durch dessen Hilfe seine Heimatstadt und erlangte unter allen Griechen die herausragendste Stellung. Er hinterließ auch einen Sohn namens Markos Pompeios, den Kaiser Augustus einst zum Statthalter in Asien bestellte und der jetzt unter den Freunden des Tiberius in der vordersten Reihe steht. Die Athener scheinen sich durch ihren Beschluss, die wehrfähige Jugend Mytilenes abzuschlachten, einen untilgbaren Schandfleck zugezogen zu haben. Doch sie änderten den Beschluss, und er kam einen Tag vor dem Vollzug des Befehls zu den Feldherrn. (Übersetzung: E.Gottwein)
      Mytilene ist die Hauptstadt der Insel Lesbos. Ursprünglich auf einer Insel den beiden Häfen vorgelagert.
      • Erste geschichtliche Bedeutung gewinnt es 611 durch den Krieg der Athener um Sigeion, den Pittakos zugunsten von Mytilene entschied.
      • Teilnahme Mytilenes am Bau des Hellenion zu Naukratis (Herod.2,178)
      • Teilnahme am Ionischen Aufstand
      • Mitglied im 1.Attischen Seebund
      • 428 zusammen mit Eresos Abfall, von Paches zum Gehorsam gebracht
      • vor 207 ptolemaiisch
      • 196 frei
      • 84 als Residenzstadt des Mithridates von den Römern belagert und zerstört
      • Von Pompeius dem Theophanes zuliebe mit der Freiheit beschenkt
    • [nach Lübker]
     
Sententiae excerptae:
Literatur:

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