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1089
Cicerone non opus est, ubi fantur opes.
Wo die Macht (der Reichtum) spricht, braucht es keinen Cicero. (Wo Gold redet, gilt alle übrige Rede nichts).

1211
Remove existimationem hominum: dubia semper est et in partem utramque dividitur!
Berufe Dich nicht auf das Urteil der Menschen: es ist immer unzuverlässig und neigt sich bald nach dieser, bald nach jener Seite! Sen.epist.26,6

1914
Facilius poema extrui potest quam controversia sententiolis vibrantibus picta.
Es ist leichter sei, ein Gedicht zu bauen als eine mit feingeschliffenen Sentenzen aufgeputzte Streitschrift.

137
Oleum in incendium.
Öl ins Feuer (gießen).
"vulgare", Porphyr.

111
Manum de tabula!
Hand weg vom Bild!
(Der Maler Appelles nach Plin.nat.35,80; Cic.fam.7,25,1)

132
O crimen laesae !
Welch eine Maiestätsbeleidigung!
(spät)

159
Qualis rex, talis grex.
Wie der König, so die Herde
(spät)

104
iucundi acti labores
angenehm durchstandene Mühen
(vulgo dicitur: Cic.fin.2,32,105)

181
similes habent lactucas labra (oder:) similem habent lactucam labra
Die Lippen haben ähnliches Gemüse (d.h. die Lippen finden das Gemüse das zu ihnen passt; eigtl. von einem Esel, der Disteln frisst). Vgl.: "Disteln sind des Esels Salat".
(wahrscheinlich aus einer röm. Komödie) Erasmus u.a.

124
nemo gratis bellus est
keiner ist umsonst glücklich (Glück kostet immer einen Preis)
*Aulul.

47
beati possidentes
glücklich, wer besitzt
*Eurip.frg. (Danae)

50
bellum pater omnium
der Krieg (ist) Vater von allem
*Heraklit

44
Babyloniae dapes (Μηδικὴ τράπεζα)
ein babylonisches Mahl
*Hieron.ep.100,7

45
balbus melius balbi verba cognoscit.
ein Stammler versteht besser eines Stammlers Worte.
*Hieron.ep.50,4

46
barbam vellere (alicui)
(jdn.) am Bart ziehen (kränken)
*Hor.sat.1,3,133

165
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem!
Was immer du tust, tue es klug und bedenke das Ende!
*Jes.Sirach 7,40

62
cedo maiori!
mache dem Mächtigeren Platz!
*Mart.32

49
bella gerant alii, tu, felix Austria, nube! bella gerant alii, Protesilaus amet!)
Andere mögen Krieg führen, du, glückliches Österreich heirate! Andere mögen Krieg führen, du Protesilaos liebe!)
*Ov.her.13,82

51
bene qui latuit, bene vixit
wer gut verborgen lebte, hat gut gelebt
*Ov.trist.3,4,25

28
audiatur et altera pars
auch die Gegenseite soll gehört werden
*Sen.Med.199

22
amantes amentes
verliebt verrückt
*Ter.Andr.218

169
Quot capita, tot sensus.
Wie viele Köpfe, so viele Meinungen (Empfindungen).
*Ter.Phorm.454

69
credo, quia absurdum est
ich glaube, weil es abwegig ist
*Tert.carn.5

134
Oderint, dum metuant!
Mögen sie mich hassen, sofern sie mich fürchten!
Acc. trag. 203 (Atreus)

11
a bove maiore discit arare minor
Vom älteren Ochsen lernt der jüngere pflügen
Aesop

67
Contigit et ignavis praeda ex venatu.
Auch ein Schlappschwanz macht mal Beute bei der Jagd. (Auch ein blindes Huhn findet ein Körnchen.)
Apost.6,82

1442
De asini umbra (disceptare) (ὑπὲρ ὄνου σκιᾶς, Zenob.6,28; Aristoph.Vesp.191)
Um des Esels Schatten (Kaisers Bart) streiten.
Apup.met.9,42

193
tolle, lege!
nimm und lies!
Aug.conf.8,12

1772
Potestates fato dantur frustraque tentatur facinus potiundi spe vel amittendi metu.
Macht ist ein Geschenk des Schicksals und weder Aussicht auf ihren Besitz noch Furcht vor ihrem Verlust verleiht einem verbrecherischen Unternehmen Erfolg.
Aur.Vict.Caes.10,4 (Kaiser Titus)

1007
Stolidorum ingenia proinde agunt, uti monitores sunt.
Die Handlungen der Schwachköpfe tragen gewöhnlich den Charakter ihrer Ratgeber an sich.
Aur.Vict.Caes.4,1

1771
Gravius offendunt, quos mollius consultaturos spes erat.
Größeren Hass zieht sich derjenigen zu, von dem man ein milderes Vorgehen erwartet hat.
Aur.Vict.Caes.6

1773
Nefaria ministeria a pluribus metu curantur.
Die meisten geben sich nur aus Furcht zu Werkzeugen der Schlechtigkeit her.
Aur.Vict.Caes.9 (Kaiser Vespasianus)

232
sequitur vara vibiam
das Querholz folgt dem Balken (von Dingen, die naturgemäß zusammengehören) Ein Unglück kommt selten allein
Auson.id.12

1629
Multum cum in omnibus rebus, tum in re militari potest fortuna
Überall entscheidet sehr viel der Zufall (das Glück), am meisten aber im Krieg.
Caes.Gall.6,30,2

1015
Aut Caesar aut nihil!
Entweder Caesar oder nichts! (Alles oder nichts!)
Caesare Borgia

280
Victorem a victo superari saepe videmus
Oft erleben wir, dass der Sieger vom Besiegten besiegt wird.
Cato Dist.2,10 (cf. Hor.ep.2,1,156)

171
Rem tene, verba sequentur!
Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen!
Cato frg.80,2 (Jord.)

24
arma, nisi ut summoveas, ne sumpseris!
ergreife die Waffen nur, um sie zum Schweigen zu bringen!
Cato monost.91

1517
Plus uno maneat perenne saeclo!
Es möge länger als ein Jahrhundert Bestand haben!
Catull.1,10.

1481
Ave atque vale!
Gruß dir und Lebe wohl!
Catull.101,10.

1532
Quis me uno vivit felicior?
Wer lebt glücklicher als ich allein?
Catull.107,7.

1521
Si tibi di favent.
Wenn dir die Götter hod (gnädig) sind.
Catull.13,2.

1510
Plenus sacculus est aranearum.
Mein Geldbeutel ist voller Spinnweben.
Catull.13,8.

1491
Castum esse decet pium poetam | ipsum, versiculos nihil necesse est.
Rein und fromm muss der Dichter selbst sein, seine Verse müssen es nicht.
Catull.16,5f.

1566
Carum nescioquid libet iocari.
Es gefällt mir, einen lieben Scherz zu treiben.
Catull.2,6

1497
Suus cuique attributus est error.
Jeder hat seine eigenen Fehler.
Catull.22,20.

1496
Non videmus, manticae quod in tergo est.
Wie sehen nicht, welchen Ranzen wir auf dem Rücken tragen.
Catull.22,21.

1490
Mollior cuniculi capillo.
Weicher als das Haar eines Kaninchens.
Catull.25,1.

1489
Lugete, o Veneres Cupidinesque.
Trauert, ihr Liebenden und Verliebten!
Catull.3,1.

1486
Illuc, unde negant redire quemquam.
Dorthin, von wo, wie man sagt, keiner zurückkehrt.
Catull.3,12.

1511
Plus oculis suis amare.
Mehr als seinen Augapfel lieben.
Catull.3,4.

1495
Quid solutis est beatius curis!
O, was ist seliger als die Sorgen los zu sein.
Catull.31,7.

1499
Risu inepto res ineptior nulla est.
Nichts ist unangebrachter als ein unangebrachtes Lachen.
Catull.39,16.

1518
Haec prius fuere: nunc recondita senet quiete.
Dies war früher einmal (dies ist nun vorbei): jetzt altert er in zurückgezogener (tiefster) Ruhe.
Catull.4,25

1522
Adeste, hendecasyllabi!
Zu Hilfe, ihr Hendekasyllaben!
Catull.42,1

1523
O saeclum insapiens et infacetum!
O Jahrhundert, wie geistlos, wie witzlos!
Catull.43,8.

1482
Bonis auspiciis.
Unter guten Vorzeichen.
Catull.45,19.

1480
Id aestimemus unius assis!
Darauf lass(t) uns einen Pfifferling geben!
Catull.5,3.

1498
Soles occidere et redire possunt: | nobis cum semel occidit brevis lux, | nox est perpetua una dormienda.
Die Sonne kann unter- und wieder aufgehen. Wir aber müssen, ist er unser kurzes Licht erloschen, eine einzige, ewige Nacht schlafen.
Catull.5,4.

1505
Otium, Catulle, tibi molestum est:
Nichtstun, Catull, ist dir lästig.
Catull.51,13.

1507
Otio exsultas nimiumque gestis.
Nichtstun macht dich übermütig und unbeherrscht.
Catull.51,13.

1506
Otium et reges prius et beatas / perdidit urbes.
Nichtstun hat früher schon Könige und wohlhabende Städte zerstört.
Catull.51,14.

1500
Rapere de rogo cenam.
Sein Essen vom Scheiterhaufen (Totenmahl) stehlen.
Catull.59,3.

1502
Quid datur a divis felici optatius hora?
Welche Gabe der Götter ist wünschenswerter als eine glückliche Stunde?
Catull.62,30.

1516
Noli pugnare duobus!
Kämpfe nicht gegen zwei!
Catull.62,64.

1483
Cum laude.
Mit Lob.
Catull.64,112.

1485
Iam nunc nulla viro iuranti femina credat, | nulla viri speret sermones esse fideles.
Keine Frau soll jetzt mehr dem Schwur eines Mannes glauben, keine hoffen, eines Mannes Worte seien glaubwürdig.
Catull.64,143.

1508
Pectore ab imo.
Aus tiefstem Herzen.
Catull.64,198.

1512
Praecipue multivola est mulier.
Besonders unersättlich ist das Weib.
Catull.68,128.

1479
A limine
Von der Schwelle (von vornherein; ohne Prüfung)
Catull.68,4.

1494
Mulier cupido quod dicit amanti, | in vento et rapida scribere oportet aqua.
Was eine Frau ihrem begierigen Liebhaber sagt, muss man in den Wind und in reißendes Wasser schreiben.
Catull.70,3.

1487
In aqua scribere.
Ins Wasser schreiben.
Catull.70,4.

1524
Nunc te cognovi.
Jetzt habe ich dich kennengelernt.
Catull.72,5.

1525
Omnia sunt ingrata.
Undank ist der Welten Lohn.
Catull.73,3.

1484
Difficile est longum subito deponere amorem.
Schwierig ist es, eine lange Liebe schlagartig abzulegen.
Catull.76,13.

1519
Desinas ineptire!
Höre auf, verrückt zu spielen!
Catull.8,1.

1509
Perfer et obdura!
Ertrage es und halte aus!
Catull.8,11.Ov.am.3,11,7.

1501
Quod vides perisse, perditum ducas.
Halte für verloren, wovon du siehst, dass es verloren ist!
Catull.8,2.

1526
Mule, nihil sentis?
Esel, merkst du denn nichts?
Catull.83,3.

1503
Odi et amo.
Ich hasse und liebe.
Catull.85,1.

1504
Nescio, sed fieri sentio.
Ich weiß es nicht (warum), doch fühle ich, dass es geschieht.
Catull.85,2.

1493
Nulla in tam magno est corpore mica salis.
Kein Körnchen Witz (Geist, Charme, Verstand) in so großem Körper!
Catull.86,4.

1520
Quid me laetius est beatiusve?
Welch größere Freude, welch größeres Glück als das meine!
Catull.9,11.

1529
Me dispeream nisi amat!
Ich möchte tot umfallen, wenn sie mich nicht liebt!
Catull.92,2.

1530
Dispeream, nisi amo!
Ich möchte tot umfallen, wenn ich (sie)nicht liebe!
Catull.92,4.

1492
Nil nimium studeo, Caesar, tibi velle placere.
Nicht gar eiftig nemüh’ ich mich, Caesar, dir zu gefallen!
Catull.93,1-2.

1513
Albus an ater sit, nescio.
Ich weiß nicht, ob er weiß oder schwarz ist.
Catull.93,2.

1488
Ipsa olera olla legit.
Von alleine findet der Topf sein Gemüse.
Catull.94,2.

1531
Populus tumido gaudeat Antimacho!
An des Antimachus Schwulst soll der Pöbel sich freuen!
Catull.95,10.

1527
Me dispeream nisi amat.
Ich möchte tot umfallen, wenn sie mich nicht liebt!
Catull92,2.

1528
Dispeream nisi amo!
Ich möchte tot umfallen, wenn ich (sie) nicht liebe!
Catull92,4.

31
aut Caesar aut nihil!
entweder Caesar oder nichts! (Alles oder nichts!)
Cesare Borgia

2031
intellegendum, ubi turpitudo sit, ibi utilitatem esse non posse.
Man muss begreifen, dass da, wo Unsittlichkeit ist, Nutzen nicht sein kann.
Cic,off.2,35

167
Quod in buccam venerit, scribito!
Schreibe, was dir einfällt!
Cic.Att.1,12,4

277
parendum victoribus
den Siegern muss man sich fügen (gehorchen).
Cic.Att.15,3,1

276
ne vicini quidem proximi sentiunt.
Nicht einmal die nächsten Nachbarn merken es. (denn: Nachbarn haben scharfe Augen)
Cic.Cat.2,10,21

133
O tempora! o mores!
Welche Zeiten! welche Sitten!
Cic.Catil.1,2

72
cum tacent, clamant
indem sie schweigen, schreien sie. (Paradoxon)
Cic.Catil.1,21

201
videant consules, ne quid res publica detrimenti capiat
die Konsuln sollen zusehen, dass der Staat keinen Schaden nimmt
Cic.Catil.1,4

256
simplex ratio veritatis
einfach ist das Wesen der Wahrheit
Cic.de orat.1,229



"Griech. zu "
32
καταλαμβάνουσι δὲ καὶ δαίμονας καιροί τινες εἱμαρμένης ἀνάγκην φέροντες ὁμιλίας μετ' ἀνθρώπων
Gewisse Schicksalsstunden ergreifen auch göttliche Wesen und nötigen sie zum Umgang mit Menschen.

375
Θεὸν σέβου καὶ πάντα πράξεις εὐθέως (ἐνθέως).
Verehre Gott, sogleich hast du durchweg Erfolg. – Verehre Gott und alles schaffst du auf der Stell (gotterfüllt). – Deum verere: cuncta sic facies bene!
(Men.Mon.229)

70
ἀφωνότερος τῶν ἰχθύων
stumm wie ein Fisch
(vulgo)

71
Τὴν αὑτοῦ σκιὰν φοβεῖσθαι
seinen eigenen Schatten fürchten
(vulgo)

6
ἐξουσία δὲ ἔρωτα καταλύει.
Die Gestattung der Liebe bedeutet ihr Ende.
6,3,4

4
ἐκ πολλῆς εὐδίας ἀνάγκη καὶ χειμῶνα γενέσθαι
nach vielen heiteren Tagen muss es ein Unwetter geben
Aesop.13

350
ἐλαφρόν, ὅστις πημάτων ἔξω πόδα | ἔχει, παραινεῖν νουθετεῖν τε τὸν κακῶς | πράσσοντα.
Leicht ist es dem, der außerhalb des Leides seinen Fuß setzt, mit Mahnungen zu raten dem, dem’ s schlecht ergeht.
Aisch.Prom.263

877
θέσφατα οὐκ ἀμβλύνεται.
Götterspruch stumpft nicht ab.
Aisch.Spt.826

890
Εἰς σὲ ἅπας ὄρνις ἀνακρέκεται.
Dir zu Ehren singt jeder Vogel.
Ant.Pal.9,562

22
δέδοται καὶ κακοῖσιν ἄγρα. - contigit et ignavis praeda ex venatu
Auch ein Schlappschwanz macht mal Beute bei der Jagd.
Apost.6,82

105
Αἰθίοψ οὐ λευκαίνεται
ein Äthiopier (Mohr) wird nicht weiß (Aethiops non albescit)
Apostol.1,68

89
Λώτου ἔφαγες
Du hast Lotus gegessen (deine Heimat vergessen) (Lotum gustasti)
Apostol.11,2

370
νεκρὸν Ἀφροδίτη Διονύσου δίχα καὶ Δήμητρος
Tot ist Aphrodite ohne Dionysos und Demeter (Liebe gibt es nicht ohne Wein und Brot. Ohne Wein und Brot leidet Venus Not.)
Apostol.12,2 (Eur.Bacch.773)

371
Οἴνου δὲ μηκέτ’ ὄντος οὐκ ἔστι Κύπρις
Ohne Wein keine Kypris (keine Liebe)
Apostol.12,42t (Eur.Bacch.773)

68
οὐδ’ ὄναρ
nicht einmal im Traum
Apostol.13,151

37
οὐδὲ(ν) Ἡρακλῆς πρὸς δύο
gegen zwei ist selbst Herakles machtlos
Apostol.13,26

360
τοῖς ἀνοήτοις ἀνδράσιν ἐπιτρόπους χρὴ παρεῖναι
den Toren muss ein Vormund zur Seite stehen.
Apostol.13,51r

96
Πλείους προσκυνοῦσι τὸν ἥλιον ἀνατέλλοντα ἢ δύνοντα
Mehr verehren die aufgehende als die untergehende Sonne (plures adorant solem orientem quam occidentem)
Apostol.14,35

95
Ῥανὶς ἐνδελεχοῦσα κοιλαίνει πέτραν
Steter Tropfen höhlt den Stein (Stillicidum perpetuum saxum excavat)
Apostol.15,19

94
Σήψει καὶ πέτρην ὁ πολὺς χρόνος
Sogar den Stein lässt die lange Zeit zerfallen (zernagt der Zahn der Zeit) (Saxa etiam longum faciet putrescere tempus)
Apostol.15,44

72
Τὰ ὑπὲρ ἡμᾶς οὐδὲν πρὸς ἡμᾶς.
Was über uns ist, geht uns nichts an.
Apostol.15,95c

98
Τότ’ ᾄσονται κύκνοι, ὅταν κολοιοὶ σιωπήσωσιν
Dann werden die Schwäne singen, wenn die Krähen verstummen (Tunc canent cygni, cum tacebunt graculi)
Apostol.16,84

87
ταντάλειοι τιμωρίαι
Tantalusqualen (sc. trotz Reichtum nichts zu haben) (Tantali supplicia)
Apostol.16,9

101
Ὦ οἵα κεφαλή, καὶ ἐγκέφαλον οὐκ ἔχει.
O welcher Kopf, doch hat er kein Gehirn! (O quale caput, et cerebrum non habet!
Apostol.18,60

100
Ἀκαδημίηθεν ἥκεις
Du kommst aus der Akademie (ex Academia venis)
Apostol.2,1

374
ἕλκος γὰρ πέλει τῆς ἀληθείας φθόνος.
Denn eine Wunde der Wahrheit ist die Missgunst.
Apostol.6,1

99
Ἐν ψύλλας δήξει θεὸν ἐπικαλεῖται
Bei einem Flohbiss ruft er Gott zu Hilfe (in pulicis morsu deum invocat)
Apostol.7,38

110
Ἰχθὺς ἐκ τῆς κεφαλῆς ὄζειν ἄρχεται
Ein Fisch fängt vom Kopf her an zu stinken (piscis primum a capite foetet)
Apostol.9,18

111
Κακὸν ἄγγος οὐ κλᾶται
Ein schlechter Topf zerbricht nicht (Unkraut vergeht nicht) (malum vas non frangitur)
Apostol.9,36

710
ὁδοῦ παρούσης τὴν ἀτραπὸν μὴ ζήτει.
Wenn ein Weg da ist, suche keinen Pfad!
App.prov.4,12

63
Τίς γλαῦκ’ Ἀθήναζ’ ἤγαγε;
Wer bringt eine Eule nach Athen?
Aristoph.Av.301

107
Ὁ νῦν μὲν ουδεὶς αὔριον δ’ ὑπερμέγας
heute noch ein Nichts und morgen schon übermächtig (hodie nullus, cras maximus)
Aristoph.equ.158

84
σπεῦδε βραδέως
eile mit Weile (festina lente)!
Aristoph.equ.495

103
ψηλαφεῖν ἐν τῷ σκότῳ
in der Dunkelheit herumtappen (palpari in tenebris)
Aristoph.pax 690ff.

802
Περὶ ὄνου σκιᾶς.
Um des Esels Schatten (streiten).
Aristoph.Vesp.191

365
μεταβολή πάντων γλυκύ
der Wechsel von allem erfreut (varietas (variatio) delectat, Phaedr.2,pr.10)
Aristot.rhet.1,11

42
οἱ μὴ γιγνώσκοντες τὰ ὄντα τὰ μάλιστα καθ' ἡδονήν σφισιν εἰκάζουσιν
Wer die wahre Sachlage nicht kennt, zieht oft Schlüsse, wie er sie am liebsten hat.
Arr.Anab.1,7,3

76
Ἁ χάρις ἁ βραδύπους ἄχαρις χάρις
Späte Gunst ist keine Gunst (tardum beneficium ingratum est)
Auson.82p

113
Ὁ σοφὸς ἐν αὑτῷ περιφέρει τὴν οὐσίαν
Der Weise trägt seinen Besitz bei sich (Sapiens opes sibi secum habet semper suas)
Bias

49
ὁ τρώσας ἰάσεται.
Wer verwundet hat, wird (auch) heilen. (Der Orakelspruch, der dem von Achilleus verwundeten Telephos gegeben wird)
cf. Plat.Gorg.447b; Charit.Kall.6,3,7

109
Ὄφιν ἐν τῷ κόλπῳ θάλπειν
eine Schlange am Busen wärmen (nähren) (colubrum in sinu fovere)
cf.Apostol.13,79a; cf.Babrios 147a

16
φιλόνεικος δέ ἐστιν ὁ Ἔρως καὶ χαίρει τοῖς παραδόξοις κατορθώμασιν
Streitsüchtig ist Eros und freut sich an überraschenden Lösungen.
Charit.Kall.1,1,4

54
τὸ μὲν ἄδηλον συνηγορίας ἔχει χρείαν, ἡ δὲ ὄψις αὑτὴν συνίστησιν.
Das Verborgene bedarf der Empfehlung, das Sinnenfällige empfiehlt sich selbst
Charit.Kall.1,13,3

19
γυνὴ δὲ εὐάλωτόν ἐστιν, ὅταν ἐρᾶσθαι δοκῇ
Eine Frau ist leicht zu gewinnen, wenn sie geliebt zu werden glaubt.
Charit.Kall.1,4,2

25
γυνὴ δὲ εὐάλωτόν ἐστιν, ὅταν ἐρᾶσθαι δοκῇ
Eine Frau ist leicht zu gewinnen, wenn sie geliebt zu werden glaubt.
Charit.Kall.1,4,2

31
ἀνερρίφθω κύβος· οὐκ ἀφήσω τὸ κέρδος.
Der Würfel sei gefallen; ich werde mir den Gewinn nicht entgehen lassen.
Charit.Kall.1,7,1f.; Apostol.2,13 (u.a.)

2
ἀδύνατον καλὸν εἶναι σῶμα μὴ πεφυκὸς ἐλεύθερον
Unmöglich ist jemandes Körper schön, wenn er nicht frei geboren ist.
Charit.Kall.2,1,5

55
τὰ μεγάλα τῶν πραγμάτων μεγάλαις ἐπινοίαις κατορθοῦται.
Große Dinge werden nur durch große Entschlüsse bewerkstelligt.
Charit.Kall.2,10,3

14
φύσει γίνονται βασιλεῖς, ὥσπερ ὁ ἐν τῷ σμήνει τῶν μελισσῶν
Die Natur krönt Könige, wie die Königin im Bienenschwarm
Charit.Kall.2,3,10

45
πενθοῦντί οὐ πρέπει πομπή
Nicht ziemt dem Trauernden Festlichkeit
Charit.Kall.2,3,4

17
φύσει γὰρ εὔελπίς ἐστιν ὁ Ἔρως
Denn von Natur ist Eros voll guter Hoffnung.
Charit.Kall.2,6,4

52
πρὸς τὴν Τύχην μόνην οὐδὲν ἰσχύει λογισμὸς ἀνθρώπου· φιλόνεικος γὰρ ἡ δαίμων, καὶ οὐδὲν ἀνέλπιστον παρ' αὐτῇ.
Allein gegen Tyche ist menschliche Vernunft machtlos; denn die Gottheit ist streitsüchtig und man muss mit allem rechnen.
Charit.Kall.2,8,3

20
εὐκαταφρόνητόν ἐστι γυνὴ μόνη καὶ ξένη.
leicht wird eine Frau verachtet, wenn sie allein und in der Fremde ist
Charit.Kall.3,2,4

26
εὐκαταφρόνητόν ἐστι γυνὴ μόνη καὶ ξένη.
leicht wird eine Frau verachtet, wenn sie allein und in der Fremde ist
Charit.Kall.3,2,4

56
ταμιεύεσθαι γὰρ δύσκολον ἐξουσίαν ἐπιθυμίας.
Denn es ist schwer, seine Begierden zu zügeln, wenn es möglich ist, sie zu befriedigen.
Charit.Kall.3,2,6

44
πάντων γὰρ πραγμάτων ὀξύτατόν ἐστιν ἡ Φήμη· δι' ἀέρος ἄπεισιν ἀκωλύτους ἔχουσα τὰς ὁδούς
Das aller schnellste ist das Gerücht; ungehinderten Weges stürmt es durch die Luft.
Charit.Kall.3,2,7

51
ἡ Τύχη δὲ ἐφώτισε τὴν ἀλήθειαν, ἧς χωρὶς ἔργον οὐδὲν τέλειον
Das Schicksal bringt die Wahrheit an das Licht, ohne die kein Tun Vollendung findet.
Charit.Kall.3,3,8

46
ἀλλὰ μέγα τὸ συνειδὸς ἑκάστῳ καὶ παγκρατὴς ἡ ἀλήθεια
Mächtig ist einem jeden sein Gewissen und allmächtig die Wahrheit.
Charit.Kall.3,4,13

18
φύσει περίεργός ἐστιν ὁ Ἔρως
Von Natur aus ist Eros ein Pedant.
Charit.Kall.3,9,4

48
σὺ μόνος ἀγνοεῖς τὴν φύσιν τοῦ Ἔρωτος, ὅτι οὗτος ὁ θεὸς ἀπάταις χαίρει καὶ δόλοις;
Kennst du als einziger nicht die Natur des Eros, dass dieser Gott sich an Täuschung freut und Hinterlist?
Charit.Kall.4,4,5

47
συνήθης καὶ πρόχειρος πᾶσι τοῖς ἀντερασταῖς πόλεμος
Bei Nebenbuhlern in der Liebe entsteht gewöhnlich eine Fehde leicht
Charit.Kall.5,8,4v

7
ἐρῶντος σύμβουλός ἐστιν αὐτὸς ὁ Ἔρως.
Eines Liebenden Ratgeber ist Eros selbst.
Charit.Kall.6,1,9

15
φάρμακον γὰρ ἕτερον Ἔρωτος οὐδέν ἐστι πλὴν αὐτὸς ὁ ἐρώμενος· [τοῦτο δὲ ἄρα καὶ τὸ ᾀδόμενον λόγιον ἦν, ὅτι ὁ τρώσας αὐτὸς ἰάσεται.]
Es gibt kein anderes Mittel gegen die Liebe als die geliebte Person selbst; [dies meinte auch der vielbesungene Spruch, dass der, der verwundet hat, auch heilen wird.]
Charit.Kall.6,3,7

9
ἔστι γὰρ ἴδιον Ἔρωτος τὸ φιλόκοσμον
Die Eitelkeit ist immer um die Liebe
Charit.Kall.6,4,3

13
φύσει γὰρ ἄνθρωπος, ὃ βούλεται, τοῦτο καὶ οἴεται.
Denn von Natur aus glaubt der Mensch das, was er will
Charit.Kall.6,5,1

11
εὐεξαπάτητον γὰρ ἄνθρωπος δυστυχῶν.
Denn leicht zu täuschen ist ein Mensch im Unglück.
Charit.Kall.7,1,4

24
δύο τὰ προτρεπτικώτατα εἰς ἀνδρείαν· θανάτου καὶ ἀμύνης ἔρως.
Die beiden vorzüglichsten Voraussetzungen für Tapferkeit: Todessehnsucht und Rachsucht.
Charit.Kall.7,2,4

50
οὕτως ποιήσειαν οἱ θεοί.
So mögen es die Götter geben!
Charit.Kall.7,4,2

21
μεθοδεύεται γυνὴ παρακλήσεσιν, ἐπαίνοις, ἐπαγγελίαις, μάλιστα δέ, ἂν ἐρᾶσθαι δοκῇ.
Eine Frau überlistet man durch Bitten, Lob und Versprechungen, besonders wenn sie sich geliebt glaubt.
Charit.Kall.7,6,10

27
μεθοδεύεται γυνὴ παρακλήσεσιν, ἐπαίνοις, ἐπαγγελίαις, μάλιστα δέ, ἂν ἐρᾶσθαι δοκῇ.
Eine Frau überlistet man durch Bitten, Lob und Versprechungen, besonders wenn sie sich geliebt glaubt.
Charit.Kall.7,6,10

40
οὕτω κοῦφόν ἐστιν ὁ Ἔρως καὶ ἀναπείθει ῥᾳδίως ἀντερᾶσθαι.
So leichtfertig ist Eros und redet leichthin ein, die Liebe werde erwidert. - So leichtgläubig ist die Liebe, dass sie schnell von Gegenliebe überzeugt!
Charit.Kall.8,5,14

35
φύσει μὲν γὰρ ὄχλος ἐστὶ περίεργόν τι χρῆμα.
Von Natur aus ist die Masse (das Volk) neugierig.
Charit.Kall.8,6,5

43
πόλεμος γὰρ ἀναβολὴν οὐ περιμένει.
Denn Krieg kann nicht warten.
Charit.Kall.8,6,5

879
τίς γὰρ κατόπτρῳ καὶ τυφλῷ κοινωνία;
Wie denn passen ein Blinder und ein Spiegel zusammen?
Com. ap. Stob.4.30.6a

712
Τῶν γειτόνων γὰρ δυσμενὴς καὶ βάσκανος οὑφθαλμός.
Der Nachbarn Auge ist übelwollend und verleumderisch (neidisch).
Com.adesp.160K.

33
Μία χελιδὼν ἔαρ οὐ ποιεῖ.
Eine Schwalbe macht keinen Frühling
Cratin.33

367
πάντα κάλων ἐκτείνειν
alle Segel aufspannen (plenissimis (plenis) velis (navigare)
CZenob.5,62 (ic.dom.10,24; Petron.45)

875
ῥητὰ καὶ ἄρρητα ὀνομάζειν ὥσπερ ἐξ ἁμάξης
kein Blatt vor den Mund nehmen
Dem.18,129

80
ἀνίπτοις χερσίν
mit ungewaschenen Händen (illotis manibus)
Diogen.1,43

77
Ἀπὸ νεκροῦ φορολογεῖν
von einem Toten Steuern einziehen (a mortuo tributum exigere)
Diogen.1,9

372
Ἁπλοῦς ὁ μῦθος τῆς ἀληθείας ἔφυ.
Einfach ist der Wahrheit Wort.
Diogen.2,85 (cf. Aischyl.fr.176N., Eur.Phoen.472)

85
Ἀφροδίσιος ὅρκος οὐκ ἐμποίνιμος
ein Liebesschwur zieht keine Strafe nach sich (Venereum ius iurandum non punitur)
Diogen.3,37; Apostol.16,21; Publil.Syr.A37

90
Γυμνὸς ὡς ἐκ μητρός
Nackt wie aus dem Mutterleib (nudus ut ex matre)
Diogen.4,2

62
Κύκνειον ᾆσμα
Schwanengesang
Diogen.5,37 (Apostol10,18)

79
Κατόπιν τῆς ἑορτῆς ἥκεις
du bist nach dem Fest gekommen (post festum venisti)
Diogen.5,73

73
Πίθηκος ἐν πορφύρᾳ
Ein Affe im Purpurgewand
Diogen.7,49 (Apostol.14,32)

74
Τὸ τέχνιόν γε πᾶσα γαῖα ἐκτρέφει
Wer seine Kunst versteht, den nährt ein jedes Land (artem quaevis alit regio)
Erasm.adag.1,7,33

78
Χρυσᾶ ὅρη ὑπισχνεῖσθαι
goldene Berge versprechen (aureos polliceri montes)
Erasm.adag.1,9,15

91
Αἱ ἐλπίδες βόσκουσι τοὺς φυγάδας
Die Hoffnung nährt die Verbannten (spes pascunt exules)
Erasm.adag.3,1,92

351
Ῥᾷον παραινεῖν ἢ παθόντα καρτερεῖν.
Zu mahnen ist ja leichter als im Leid bestehn.
Eur.Alk.1078

61
Φίλων γὰρ οὐδὲν ἴδιον, οἵτινες φίλοι | Ὀρθῶς πεφύκασ’, ἀλλὰ κοινὰ χρήματα.
Denn Freunde haben nichts getrennt, soweit sie echte Freunde sind, sondern alles ist ihnen gemeinsam.
Eur.Andr.376f.

97
Τί δ’ ἄλλο; φωνὴ καὶ σκιὰ γέρων ἀνήρ; Was sonst?
Nur Schall und Schatten ist ein alter Mann.
Eur.fr.509N

366
μάντις δ’ ἄριστος ὅστις εἰκάζει καλῶς
Der beste Seher ist der, der am besten mutmaßt.
Eur.fr.973N.

361
Παλαίσμαθ’ ἡμῶν ὁ βίος
Kampf ist unser Leben
Eur.Hik.550

65
Ἄλλοισιν ἄλλος θεῶν τε κ’ ἀνθρώπων μέλει.
Jedem liegt ein anderer am Herzen, sei er Mensch oder Gott.
Eur.Hippol.104

38
Οὐδεὶς οὕτω ἀνόητός ἐστι, ὅστις πόλεμον πρὸ εἰρήνης αἱρέεται· ἐν μὲν γὰρ τῇ οἱ παῖδες τοὺς πατέρας θάπτουσι, ἐν δὲ τῷ οἱ πατέρες τοὺς παῖδας.
niemand ist so töricht, den Krieg dem Frieden vorzuziehen; denn in dem einen begraben die Söhne die Väter, in dem andern aber die Väter ihre Söhne.
Herod.1,87

711
πῆμα κακὸς γείτων, ὅσσον τ' ἀγαθὸς μέγ' ὄνειαρ·
Fluch ist ein tückischer Nachbar, so groß wie ein redlicher Segen.
Hes.erg.346

23
δώτῃ μέν τις ἔδωκεν, ἀδώτῃ δ' οὔ τις ἔδωκεν
Gebenden gibt man gerne, doch niemand schenket dem Kargen.
Hes.erg.350

177
εἰ γάρ κεν καὶ σμικρὸν ἐπὶ σμικρῷ καταθεῖο | καὶ θαμὰ τοῦτ' ἔρδοις, τάχα κεν μέγα καὶ τὸ γένοιτο·
Denn wofern du das Wenige nur zum Wenigen fügest, | Aber es häufiger tust, wird bald dir ein Großes erwachsen. (Viele Körner machen einen Haufen.)
Hes.erg.361f. (vgl.Ov.am.1,8,90; Ov.rem.424)

368
γαστὴρ παχεῖα λεπτὸν οὐ τίκτει νόον
ein dicker Bauch bringt keinen feinen Gedanken hervor (Pinguis venter non gignit sensum tenuem.
Hieron.ep.52,11) Apostol.5,22a



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