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Publius Cornelius Tacitus

Annales

2,11-18

Die letzte Unternehmung des Germanicus in Germanien (16 n.Chr.).
Die Niederlage der Germanen in der Ebene Idistaviso

 
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Postero die Germanorum acies trans Visurgim stetit. Caesar nisi pontibus praesidiisque inpositis dare in discrimen legiones haud imperatorium ratus, equitem vado tramittit. praefuere Stertinius et e numero primipilarium Aemilius, distantibus locis invecti, ut hostem diducerent. qua celerrimus amnis, Chariovalda dux Batavorum erupit.Am folgenden Tag standen die Germanen jenseits der Weser in Schlachtordnung. Der CĂ€sar hĂ€tte nicht als Imperator zu handeln geglaubt, wenn er die Legionen ohne eine BrĂŒcke und Schutzmannschaft in Gefahr gebracht hĂ€tte, und schickte deswegen die Reiterei, wo der Fluss seicht war, hinĂŒber. Das Kommando hatten Stertinius und der Primipilar Aemilius, die, um den Feind zu teilen, an verschiedenen Orten ĂŒbersetzten. Wo die Strömung am stĂ€rksten war, stĂŒrmte Chariovalda, der AnfĂŒhrer der Bataver, ungestĂŒm vor.
eum Cherusci fugam simulantes in planitiem saltibus circumiectam traxere: dein coorti et undique effusi trudunt adversos, instant cedentibus collectosque in orbem pars congressi, quidam eminus proturbant.Ihn lockten die Cherusker, indem sie Flucht vortĂ€uschten, in eine von waldigen Höhen umgebene Ebene. Dann erheben sie sich, brechen von allen Seiten hervor, werfen nieder, was sich widersetzt, dringen denen nach, die weichen, setzen denen, die sich zum Kreis schließen, teils mit dem Schwert zu, teils treiben sie sie aus der Ferne vor sich her.
Chariovalda diu sustentata hostium saevitia, hortatus suos, ut ingruentis catervas globo perfringerent, atque ipse densissimos inrumpens, congestis telis et suffosso equo labitur, ac multi nobilium circa: ceteros vis sua aut equites cum Stertinio Aemilioque subvenientes periculo exemere.Chariovalda hielt den wĂŒtenden Andrang des Feindes lange aus; er ermahnte seine Leute, die andringenden Scharen in geschlossener Gruppe zu durchbrechen, wirft sich selbst in das dichteste KampfgewĂŒhl und sinkt in einem Hagel von Geschossen vom durchbohrten Pferd, und viele Edlen um ihn. Die anderen rettete der eigene Arm aus der Gefahr oder die Reiterei, die unter Stertinius und Aemilius zu Hilfe eilte.
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12
Caesar transgressus Visurgim indicio perfugae cognoscit delectum ab Arminio locum pugnae; convenisse et alias nationes in silvam Herculi sacram ausurosque nocturnam castrorum oppugnationem. habita indici fides et cernebantur ignes, suggressique propius speculatores audiri fremitum equorum inmensique et inconditi agminis murmur attulere.Nach dem Übergang ĂŒber die Weser erfuhr der CĂ€sar durch einen ÜberlĂ€ufer, Arminius habe ein Schlachtfeld ausgewĂ€hlt. Auch andere Völkerschaften seien bei der Versammlung in dem Hain des Herkules (Donar) vertreten gewesen, und man werde einen nĂ€chtlichen Sturm auf das Lager wagen. Man glaubte dem Angeber; auch sah man die Feuer, und Kundschafter, die sich nĂ€her hinschlichen, meldeten, man höre das Wiehern von Pferden und dn LĂ€rm eines zahllosen und ungeordneten Heeres.
igitur propinquo summae rei discrimine explorandos militum animos ratus, quonam id modo incorruptum foret secum agitabat.Da also der Entscheidungskampf zu erwarten war, glaubte der CĂ€sar, die Stimmung der Soldaten erforschen zu sollen, und dachte darĂŒber nach, wie er sich ein unverfĂ€lschtes Bild davon machen könne:
tribunos et centuriones laeta saepius quam comperta nuntiare, libertorum servilia ingenia, amicis inesse adulationem; si contio vocetur, illic quoque, quae pauci incipiant, reliquos adstrepere. penitus noscendas mentes, cum secreti et incustoditi inter militaris cibos spem aut metum proferrent.Was die Tribunen und Centurionen meldeten, solle oft mehr erfreulich lauten, als gesicherte Nachricht sein. Die Denkart der Freigelassenen sei knechtisch, die Freunde neigten zu Schmeichelei. Rufe er das Heer zur Versammlung, so schreie auch hier die Menge das nach, wozu wenige den Ton angeben. Auf den Grund komme man der Stimmung im Heer nur da, wo die Leute allein und unbewacht beim Essen ihrer Hoffnung und Furcht Ausdruck gÀben.
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13
Nocte coepta egressus augurali per occulta et vigilibus ignara, comite uno, contectus umeros ferina pelle, adit castrorum vias, adsistit tabernaculis fruiturque fama sui, cum hic nobilitatem ducis, decorem alius, plurimi patientiam, comitatem, per seria per iocos eundem animum laudibus ferrent reddendamque gratiam in acie faterentur, simul perfidos et ruptores pacis ultioni et gloriae mactandos.Nach Anbruch der Nacht trat er aus dem Feldherrnzelt ins Freie und ging auf geheimen, den Wachen unbekannten Pfaden mit nur einem Begleiter, ein Tierfell um die Schultern geschlungen, in die Lagergassen, stellte sich an die Zelte und freute sich an seinem Lob, hörte, wie der eine den Adel des Feldherrn, seine ansprechende Erscheinung ein anderer, die meisten aber seine Geduld, seine UmgĂ€nglichkeit, seine in Scherz und Ernst gleiche Wesensart rĂŒhmten, wobei sie bekannten, vor dem Feind mĂŒsse man es ihm danken, mĂŒsse zugleich die AbtrĂŒnnigen, die Friedensbrecher der Rache und dem Ruhm opfern.
inter quae unus hostium, Latinae linguae sciens, acto ad vallum equo voce magna coniuges et agros et stipendii in dies, donec bellaretur, sestertios centenos, si quis transfugisset, Arminii nomine pollicetur.WĂ€hrenddessen sprengt einer der Feinde, der der lateinischen Sprache mĂ€chtig war, vor den Wall hin und verspricht mit lauter Stimme im Namen des Arminius dem, der ĂŒberlaufe, Gattin und Ackerland und, solange der Krieg dauere, tĂ€glich hundert Sesterze.
intendit ea contumelia legionum iras: veniret dies, daretur pugna; sumpturum militem Germanorum agros, tracturum coniuges; accipere omen et matrimonia ac pecunias hostium praedae destinare.Diese Schmach entflammte den Zorn der Legionen. Der Tag solle nur kommen, die Schlacht nur angeboten werden! Nehmen werde sich dann der Soldat das Ackerland der Germanen, die Gattinnen fortschleppen. Man nehme die Vorbedeutung an und bestimme Ehefrauen und Habe der Feinde zur Beute.
tertia ferme vigilia adsultatum est castris sine coniectu teli, postquam crebras pro munimentis cohortes et nihil remissum sensere.Um die dritte Nachtwachen wurde das Lager angegriffen; aber es kam zu keinem Pfeilschuss, da sie merkten, dass ĂŒberall vor den Verschanzungen zahlreiche Kohorten standen und es nirgends eine Schwachstelle gab.
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14
Nox eadem laetam Germanico quietem tulit, viditque se operatum et sanguine sacri respersa praetexta pulchriorem aliam manibus aviae Augustae accepisse. auctus omine, addicentibus auspiciis, vocat contionem et, quae sapientia provisa aptaque inminenti pugnae, disserit.Dieselbe Nacht brachte dem Germanicus ein erfreuliches Traumgesicht. Es war ihm, als kĂ€me er vom Opfer und empfange fĂŒr sein vom Opferblut bespritztes Oberkleid ein schöneres aus der Hand der Großmutter Augusta. Das bedeutsame Gesicht ermutigte ihn; auch die Auspizien stimmten zu; er rief also das Heer zur Versammlung und legte dar, welche Vorkehrungen er in weiser Voraussicht getroffen habe und was fĂŒr den bevorstehenden Kampf angemessen sei:
non campos modo militi Romano ad proelium bonos, sed si ratio adsit, silvas et saltus; nec enim inmensa barbarorum scuta, enormis hastas inter truncos arborum et enata humo virgulta perinde haberi quam pila et gladios et haerentia corpori tegmina.Nicht bloß das offene Feld sei fĂŒr den römischen Soldaten geeigneter Kampfplatz, sondern, richtig benĂŒtzt, auch WĂ€lder und Höhen; denn die ungeheuren Schilde der Barbaren und ihre unmĂ€ĂŸig langen Speere lassen sich zwischen BaumstĂ€mmen und BodengestrĂ€uch nicht gleich gut handhaben wie Wurfspieß, Schwert und die am Körper anliegende Deckung.
denserent ictus, ora mucronibus quaererent: non loricam Germano, non galeam, ne scuta quidem ferro nervove firmata, sed viminum textus vel tenuis et fucatas colore tabulas; primam utcumque aciem hastatam, ceteris praeusta aut brevia tela. iam corpus ut visu torvum et ad brevem impetum validum, sic nulla vulnerum patientia: sine pudore flagitii, sine cura ducum abire, fugere, pavidos adversis, inter secunda non divini, non humani iuris memores.Sie sollen nur Hieb auf Hieb fallen lassen und auf das Gesicht zielen. Der Germane habe weder Panzer noch Helm; selbst der Schild sei nicht durch Eisen oder Leder haltbar gemacht, sondern nur ein Weidengeflecht oder ein dĂŒnnes, mit Farbe ĂŒbertĂŒnchtes Brett; allenfalls die erste Linie trage Lanzen; die ĂŒbrigen hĂ€tten nur im Feuer gehĂ€rtete oder wenigstens kurze Spieße. Der Mann selbst habe zwar eine fĂŒr das Auge grĂ€ssliche Gestalt und sei fĂŒr den Moment des Angriff krĂ€ftig genug, aber könne keine Wunden aushalten, sondern laufe weg und fliehe ohne SchamgefĂŒhl, ohne nach den FĂŒhrern zu fragen, verzagt im UnglĂŒck, im GlĂŒck ohne einen Gedanken an göttliches und menschliches Recht.
si taedio viarum ac maris finem cupiant, hac acie parari: propiorem iam Albim quam Rhenum neque bellum ultra, modo se patris patruique vestigia prementem isdem in terris victorem sisterent.Wenn sie genug hĂ€tten von MĂ€rschen und Seefahrt und Ruhe wĂŒnschten, - auf diesem Schlachtfeld sei sie zu gewinnen. Schon sei die Elbe nĂ€her als der Rhein und weiter kein Krieg. Sie sollten nur ihn, der in die Fußstapfen des Vaters und Oheims trete, in denselben LĂ€ndern zum Sieger machen!
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15
Orationem ducis secutus militum ardor, signumque pugnae datum. nec Arminius aut ceteri Germanorum proceres omittebant suos quisque testari, hos esse Romanos Variani exercitus fugacissimos, qui ne bellum tolerarent, seditionem induerint; quorum pars onusta vulneribus terga, pars fluctibus et procellis fractos artus infensis rursum hostibus, adversis dis obiciant, nulla boni spe.Der Rede des Feldherrn löste beim Heer Begeisterung aus, und es wurde das Zeichen zum Kampf aufgesteckt. Auch Arminius und die ĂŒbrigen FĂŒhrer der Germanen unterließen es nicht, jeweils ihre Scharen anzufeuern: diese Römer vor ihnen seien die besten LĂ€ufer aus dem Heer des Varus. Um vom Krieg verschont zu bleiben, hĂ€tten sie Aufruhr angezettelt. Ein Teil von ihnen schleppe seine Wundenlast auf dem RĂŒcken, ein anderer die von Fluten und StĂŒrmen zerschlagenen Gliedmaßen einem von neuem erbitterten Feind und zĂŒrnenden Göttern entgegen, ohne Hoffnung auf Erfolg.
classem quippe et avia Oceani quaesita, ne quis venientibus occurreret, ne pulsos premeret: sed ubi miscuerint manus, inane victis ventorum remorumve subsidium.Zur Flotte und zum weglosen Ozean hÀtten sie - das sehe man wohl - nur darum ihre Zuflucht genommen, damit niemand ihnen unterwegs entgegentrete, niemand den Geschlagenen zusetze. Aber sie sollten nur erst einmal mit ihnen die Waffen kreuzen: Winde und Ruder wÀren den Geschlagenen dann keine Hilfe!
meminissent modo avaritiae, crudelitatis, superbiae: aliud sibi reliquum, quam tenere libertatem aut mori ante servitium?Sie solten sich nur ihrer Habgier, Grausamkeit, Despotie bewusst sein! Bleibe da noch etwas anderes ĂŒbrig, als die Freiheit zu behaupten, oder vor der Knechtschaft zu sterben?
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Sic accensos et proelium poscentis in campum, cui Idistaviso nomen, deducunt. is medius inter Visurgim et collis, ut ripae fluminis cedunt aut prominentia montium resistunt, inaequaliter sinuatur. pone tergum insurgebat silva, editis in altum ramis et pura humo inter arborum truncos.Sie, die so zum Kampf entflammt sind, ja ihn fordern, fĂŒhren sie nun in eine Ebene namens Idistaviso. Sie zieht sich zwischen der Weser und einer HĂŒgelkette hin, in ungleichmĂ€ĂŸigen KrĂŒmmungen, je nachdem das Ufer zurĂŒckweicht oder vortretende Berge den Raum beengen. Im RĂŒcken erhob sich ein hochstĂ€mmiger Wald ohne Untergehölz zwischen den BaumstĂ€mmen.
campum et prima silvarum barbara acies tenuit: soli Cherusci iuga insedere, ut proeliantibus Romanis desuper incurrerent.Die Ebene und den Saum des Waldes hielt das Barbarenheer besetzt; nur die Cherusker hatten sich auf Höhen gelagert, um im Kampf von oben herab ĂŒber die Römer herzufallen.
noster exercitus sic incessit: auxiliares Galli Germanique in fronte, post quos pedites sagittarii; dein quattuor legiones et cum duabus praetoriis cohortibus ac delecto equite Caesar; exim totidem aliae legiones et levis armatura cum equite sagittario ceteraeque sociorum cohortes. intentus paratusque miles, ut ordo agminis in aciem adsisteret.Unser Heer rĂŒckte in folgender Ordnung an: die gallischen und germanischen Hilfsvölker an der Spitze; hinter ihnen die BogenschĂŒtzen zu Fuß; dann vier Legionen und mit zwei prĂ€torischen Kohorten und auserlesener Reiterei der Caesar; hierauf wieder gleichviele andere Legionen und Leichtbewaffnete mit berittenen BogenschĂŒtzen und die ĂŒbrigen Kohorten der Bundesgenossen; alle angespannt und darauf gefasst, aus der Ordnung des Zuges zur Schlacht anzutreten.
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Visis Cheruscorum catervis, quae per ferociam proruperant, validissimos equitum incurrere latus, Stertinium cum ceteris turmis circumgredi tergaque invadere iubet, ipse in tempore adfuturus.Als man die Scharen der Cherusker sah, die aus wildem UngestĂŒm dem Feind entgegenstĂŒrzten, ließ der CĂ€sar den krĂ€ftigsten Teil der Reiterei sie in der Flanke angreifen; Stertinius solle sie mit den ĂŒbrigen Geschwadern umgehen und ihnen in den RĂŒcken fallen; er selbst werde zur rechten Zeit zur Stelle sein.
interea pulcherrimum augurium, octo aquilae petere silvas et intrare visae imperatorem advertere. exclamat irent, sequerentur Romanas avis, propria legionum numina.Mittlerweile zog ein herrliches Wahrzeichen, acht Adler, die man dem Wald zufliegen und sich dort niederlassen sah, das Auge des Imperators auf sich: "VorwÀrts," ruft er, "folgt den römischen Vögeln , den Genien der Legionen!"
simul pedestris acies infertur et praemissus eques postremos ac latera impulit. mirumque dictu, duo hostium agmina diversa fuga, qui silvam tenuerant, in aperta, qui campis adstiterant, in silvam ruebant.Sagt es und lĂ€sst das Fußvolk angreifen, wĂ€hrend sich zugleich die vorausgeschickte Reiterei von hinten und von der Seite her auf den Feind wirft. Und wunderbar! Zwei feindliche Heere sah man jetzt in entgegengesetzter Flucht, die einen stĂŒrzten aus dem Wald, den sie besetzt gehalten hatten, in das offene Feld, die anderen aus der Ebene in den Wald.
medii inter hos Cherusci collibus detrudebantur, inter quos insignis Arminius manu, voce, vulnere sustentabat pugnam. incubueratque sagittariis, illa rupturus, ni Raetorum Vindelicorumque et Gallicae cohortes signa obiecissent.Die Cherusker wurden in der Mitte zwischen beiden von den HĂŒgeln hinabgedrĂ€ngt; unter ihnen wohl erkennbar Arminius, wie er fechtend, rufend, blutend den Kampf aufrecht erhielt. Er hatte sich auf unsere PfeilschĂŒtzen geworfen, um dort durchzubrechen; aber rĂ€tische und vindelizische Kohorten, und gallische, stellten sich ihm entgegen.
nisu tamen corporis et impetu equi pervasit, oblitus faciem suo cruore, ne nosceretur. quidam adgnitum a Chaucis inter auxilia Romana agentibus emissumque tradiderunt. virtus seu fraus eadem Inguiomero effugium dedit:Doch sein körperlicher Einsatz und das Feuer seines Pferdes halfen ihm durch. Um nicht erkannt zu werden, hatte er das Gesicht mit dem eigenen Blut beschmiert. Einige berichten, die Chauker, die unter den römischen Hilfstruppen kÀmpften, hÀtten ihn erkannt und durchgelassen. Tapferkeit oder Àhnliche List half auch dem Inguiomerus zu entkommen.
ceteri passim trucidati. et plerosque tranare Visurgim conantis iniecta tela aut vis fluminis, postremo moles ruentium et incidentes ripae operuere. quidam turpi fuga in summa arborum nisi ramisque se occultantes admotis sagittariis per ludibrium figebantur, alios prorutae arbores adflixere.Die ĂŒbrigen wurden hier und dort niedergemacht. Sehr viele, die ĂŒber die Weser zu schwimmen versuchten, begruben unter sich, wenn nicht der Geschosshagel oder die Gewalt der Strömung, desto gewisser die Masse derer, die sich durchdrĂ€ngten, oder der Einsturz des Uferrandes. Manche kletterten in schmĂ€hlicher Flucht zuoberst auf BĂ€ume und bargen sich hinter den Ästen. Da kamen denn die BogenschĂŒtzen und schossen sie zur Kurzweil herunter. Andere lieferte das Umhauen der BĂ€ume.
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18
Magna ea victoria neque cruenta nobis fuit. quinta ab hora diei ad noctem caesi hostes decem milia passuum cadaveribus atque armis opplevere, repertis inter spolia eorum catenis, quas in Romanos, ut non dubio eventu, portaverant.Das war ein großer Sieg und nicht blutig fĂŒr uns. Seit einer Stunde vor Mittag wurden die Feinde bis zur Nacht niedergemacht. Zehntausend Schritte weit deckten ihre Leichname und Waffen das Feld. Unter der Beute fand man auch Ketten, die sie fĂŒr die Römer mitgebracht hatten, als sei der Erfolg garantiert.
miles in loco proelii Tiberium imperatorem salutavit struxitque aggerem et in modum tropaeorum arma subscriptis victarum gentium nominibus imposuit.Die Legionen begrĂŒĂŸten auf dem Schlachtfeld den Tiberius als Imperator, errichteten einen ErdhĂŒgel und legten darauf in der Art einer TrophĂ€e Waffen, worauf die Namen der besiegten Völker standen.
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  Deutsche Übersetzung nach: Strodtbeck, G.F. bearbeitet von E.Gottwein      
         
Aufgabenvorschläge:
 
Sententiae excerptae:
w41
Literatur:

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