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Gaius Petronius Arbiter

Satyricon
Encolpius, Eumolpus und Giton in der Herberge. Aufbruch
(Petron.91-99)

 

 
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1. Wiedertreffen mit Giton. Auch Eumolpus kommt in die Herberge. Eifersucht, Streit, gespielter Selbstmord (91-94)
(91,1) Video Gitona cum linteis et strigilibus parieti applicitum tristem confusumque. Scires non libenter servire. (91,2) Itaque ut experimentum oculorum caperem <...> convertit ille solutum gaudio vultum et: "Miserere", inquit, "frater. Ubi arma non sunt, libere loquor. Eripe me latroni cruento et qualibet saevitia paenitentiam iudicis tui puni. Satis magnum erit misero solacium tua voluntate cecidisse". ( 91,3) Supprimere ego querellam iubeo, ne quis consilia deprehenderet, relictoque Eumolpo — nam in balneo carmen recitabat — per tenebrosum et sordidum egressum extraho Gitona raptimque in hospitium meum pervolo. (91,4) Praeclusis deinde foribus invado pectus amplexibus et perfusum os lacrimis vultu meo contero. Diu vocem neuter invenit; nam puer etiam singultibus crebris amabile pectus quassaverat. ( 91,6) "O facinus", inquam, "indignum, quod amo te quamvis relictus, et in hoc pectore, cum vulnus ingens fuerit, cicatrix non est. Quid dicis, peregrini amoris concessio? Dignus hac iniuria fui?" (91,7) Postquam se amari sensit, supercilium altius sustulit. <...>
"Nec amoris arbitrium ad alium iudicem <de>tuli. Sed nihil iam queror, nihil iam memini, si bona fide paenitentiam emendas". (91,8) Haec cum inter gemitus lacrimasque fudissem, detersit ille pallio vultum et: "Quaeso", inquit, "Encolpi, fidem memoriae tuae appello: ego te reliqui, an tu <me> prodidisti? Equidem fateor et prae me fero: cum duos armatos viderem, ad fortiorem confugi". (91,9) Exosculatus pectus sapientia plenum inieci cervicibus manus et, ut facile intellegeret redisse me in gratiam et optima fide reviviscentem amicitiam, toto pectore adstrinxi.
91. Ich sehne den Giton traurig und verwirrt mit Handtüchern und Schabeisen an die Mauer angelehnt. Man konnte sehen, dass er seinen (neuen) Dienst nur ungern verrichtete. Um mich mit eigenen Augen davon zu überzeugen [sprach ich ihn an]. Er wandte mir freudestrahlend sein Gesicht zu und sagte: "Bruder, erbarme dich meiner! Wo keine Waffen sind, da darf ich auch frei sprechen. Entreiße mich dem blutigen Räuber und strafe mich für meine freche Entscheidung mit jeder beliebigen Strenge! Beim meinem Leiden wird es mir ein hinreichender Trost sein, dass ich auf deinen Befehl gezüchtigt werde." Ich bat ihn, seine Klagen einzustellen, damit niemand unsere Besprechung beobachte, trennte mich von Eumolpos - der trug nämlich in dem Bad ein Gedicht vor - ging durch einen dunklen, schmutzigen Gang, zog den Giton hastig mit und lief mit ihm in mein Quartier. Dann verschloss ich die Tür, drückte ihn heiß an meine Brust und legte sein tränenweiches Gesicht an meine Wange. Lange Zeit konnten wir kein Wort herausbringen. Ein unausgesetztes Schluchzen schüttelte dem Jungen die liebe Brust. "O, welche Schändlichkeit!" rief ich aus, "dass ich dich liebe, obgleich du mir untreu geworden bist, obgleich in meinem Herzen diese ungeheuere Wunde war und die Narbe noch immer besteht! Wie? Du nennst es ein Zugeständnis an die Liebe eines Fremden? Habe ich einen solches Unrecht verdient?" Als er merkte, dass er geliebt wurde, zog er die Augenbrauen schon höher.
"Ich habe die Entscheidung in deiner Liebe keinem anderen Richter übertragen. Aber ich will nicht mehr klagen, will alles vergessen, wenn du nur aufrichtig deine Entscheidung änderst." Als ich das unter Jammern und Tränen hervorgebracht hatte, wischte er sich mit seinem Mantel das Gesicht ab und sagte: "Enkolpius, bitte, lass mich an die Treue deines Gedächtnisses appellieren: habe ich dich verlassen, oder hast du mich preisgegeben? Ich lege das offene Geständnis ab: als ich euch beide in Waffen sah, da flüchtete ich mich zu dem Stärkeren." Da küsste ich seine kluge Brust herzlich ab, schlang meine Arme um seinen Hals und drückte ihn innig an mein Herz zum Zeugnis dafür, dass ich wieder mit ihm ausgesöhnt sei, und mit dem festen Vorsatz, unsere Freundschaft zu erneuern.
(92,1) Et iam plena nox erat mulierque cenae mandata curaverat, cum Eumolpus ostium pulsat. (92,2) Interrogo ego: "Quot estis?" obiterque per rimam foris speculari diligentissime coepi, num Ascyltos una venisset. Deinde ut solum hospitem vidi, momento recepi. (92,3) Ille ut se in grabatum reiecit viditque Gitona in conspectu ministrantem, movit caput et: "Laudo", inquit, "Ganymedem. Oportet hodie bene sit". (92,4) Non delectavit me tam curiosum principium timuique, ne in contubernium recepissem Ascylti parem. (92,5) Instat Eumolpus et, cum puer illi potionem dedisset: "Malo te", inquit, "quam balneum totum" siccatoque avide poculo negat sibi unquam acidius fuisse. (92,6) "Nam et dum lavor", ait, "paene vapulavi, quia conatus sum circa solium sedentibus carmen recitare et, postquam de balneo tanquam de theatro eiectus sum, circuire omnes angulos coepi et clara voce Encolpion clamitare. (92,7) Ex altera parte iuvenis nudus, qui vestimenta perdiderat, non minore clamoris indignatione Gitona flagitabat. (92,8) Et me quidem pueri tanquam insanum imitatione petulantissima deriserunt, illum autem frequentia ingens circumvenit cum plausu et admiratione timidissima. (92,9) Habebat enim inguinum pondus tam grande, ut ipsum hominem laciniam fascini crederes. O iuvenem laboriosum! puto illum pridie incipere, postero die finire. (92,10) Itaque statim invenit auxilium; nescio quis enim, eques Romanus, ut aiebant, infamis, sua veste errantem circumdedit ac domum abduxit, credo, ut tam magna fortuna solus uteretur. (92,11) At ego ne mea quidem vestimenta ab officioso <custode> recepissem, nisi notorem dedissem. Tanto magis expedit inguina quam ingenia fricare". (92,12) Haec Eumolpo dicente mutabam ego frequentissime vultum, iniuriis scilicet inimici mei hilaris, commodis tristis. (92,13) Utcunque tamen, tanquam non agnoscerem fabulam, tacui et cenae ordinem explicui. <...>
92. Und es war schon Mitternacht. Das Weib hatte das Mal wunschgemäß hergerichtet, als Eumolpos an die Tür pochte. "Wie viele seit ihr?" fragte ich und spähte sorgsam durch einen Türspalt, ob nicht auch Askyltos mit gekommen wäre. Sowie ich sah, dass in mein Gast allein war, ließ ich ihn ein. Als er sich auf ein Sofa geworfen hatte und den Giton sah, der vor seinen Augen aufwartete, da nickte er mit dem Kopf und sagte: "Den Ganymedes lass ich mir gefallen. Heute muss es uns ja gut gehn." Mir behagt dieser so zudringliche Anfang nicht, und ich fürchtete, einen ebensolchen Kameraden aufgenommen zu haben wie Askyltos. Eumolpos wurde aber noch deutlicher und sagte, als ihm mein Jungen einen Becher reichte: "Du bist mir lieber als das ganze Bad", leerte begierig seinen Becher und sagte, er hätte nie so brennenden Durst gehabt. "Als ich nämlich badete," sagte er, "habe ich beinah Prügel bekommen, weil ich anfing, den auf den Bänken Sitzenden ein Gedicht vorzutragen, und nachdem ich aus dem Bad, wie aus dem Theater, hinausgejagt wurde, fing ich an, in allen Winkeln herumzukriechen und laut zu rufen: 'Enkolpius!' Von einer anderen Seite her rief mit gleicher Erregung ein nackter junger Mann, dem seine Kleider abhanden gekommen waren, nach einem gewissen Giton. Die Bengel machten sich über mich lustig, als ob ich ein Narr wäre, und äfften meinen Ruf aufs unverschämteste nach; den andern aber umdrängte eine Volksmenge mit Händeklatschen und staunender Verwunderung. Er hatte nämlich ein Glied von solcher Größe, dass er selbst sich ausnahm wie nur ein Anhang dazu. O, du leistungsfähiger junger Mann! Wenn der gestern anfing, dann, glaube ich, wird er morgen fertig. Das brachte ihm auch sofort Hilfe: ein, wie man sagte, übel beleumundeter römischer Ritter hüllte den Umhertappenden mit seinem Mantel ein und führte ihn mit sich nach Hause ab, offenbar um sich allein in den Genuss eines so großen Glücks zu setzen. Ich selbst aber hätte von dem angestellten Wächter meine eigenen Kleider nicht zurückerhalten, wenn ich nicht einen Zeugen beigebracht hätte. So viel mehr richtet man aus, wenn man das Glied statt den Geist bemüht." Bei dieser Erzählung des Eumolpos änderte ich öfter mein Gesicht, vergnügt bei den Beschimpfungen, verstimmt bei den Erfolgen meines Gegners. Aber ich verhielt mich, als ob ich seiner Geschichte nicht traute, still und entwickelte die Speisenfolge.
(93,1) "Vile est, quod licet, et animus errore laetus iniurias diligit.
93. "Das Erlaubte steht niedrig im Kurs, und aus Freude am Irrtum schätzt man das Verbotene."
(93,2) Ales Phasiacis petita Colchis
atque Afrae volucres placent palato,
quod non sunt faciles: at albus anser
et pictis anas decorata pennis
plebeium sapit. Ultimis ab oris
attractus scarus atque, arata Syrtis
si quid naufragio dedit, probatur:
mullus iam gravis est. Amica vincit
uxorem. Rosa cinnamum veretur.
Quicquid quaeritur, optimum videtur."
"Der Zunge munden Vögel, die aus Kolchis,
Aus Afrikas Gefilden stammen, darum,
Weil sie so schwierig zu erlangen waren:
Die weiße Gans kann nur dem Pöbel schmecken,
Die Ente mit der bunten Federn Zierde.
Von fernsten Küsten schafft man bei den Scarus,
Und was bei Schiffbruch aus den Syrten-Fluten
Gerettet wurde, gilt als leckre Speise:
Schon gilt die Barbe als zu schwer vertraulich
Die Freundin wird der Gattin vorgezogen.
Die Rose fürchtet schon den Duft des Zimmet,
Am meisten gilt, was man erst suchen müsste."
(93,3) — "Hoc est", inquam, "quod promiseras, ne quem hodie versum faceres? Per fidem, saltem nobis parce, qui te nunquam lapidavimus. Nam si aliquis ex is, qui in eodem synoecio potant, nomen poetae olfecerit, totam concitabit viciniam et nos omnes sub eadem causa obruet. Miserere et aut pinacothecam aut balneum cogita." ( 93,4) Sic me loquentem obiurgavit Giton, mitissimus puer et negavit recte facere, quod seniori conviciarer simulque oblitus officii mensam, quam humanitate posuissem, contumelia tollerem, multaque alia moderationis verecundiaeque verba, quae formam eius egregie decebant. <...>
"So also", sagte ich, "hältst du dein Versprechen, dass du heute keinen Vers mehr machen wolltest? Meiner Treu, verschon doch uns wenigstens! Wir haben dich doch noch nie gesteinigt. Denn wenn mir irgendeiner von den Zechgenossen dieser Kneipe den Namen eines Poeten zu riechen bekommt, dann bringt er die ganze Nachbarschaft in Alarm, und wir alle gehen mit dir zugrunde. Hab Erbarmen mit uns und denke doch an die Gemäldegalerie oder an das Bad!" Giton aber machte mir wegen dieser Worte Vorwürfe, Giton, der liebenswürdige Junge: ich täte Unrecht, dass ich den älteren Herrn ausschelte und dabei die Pflicht des Wirtes verletzte. Ich sollte doch nicht, was ich ihm mit Freundlichkeit geleistet hätte, durch Beleidigungen wieder zunichte machen. Und so brachte er noch viele Beweise seiner Bescheidenheit und Ehrerbietung vor, die vorzüglich zu seiner Schönheit stimmten. <...>
(94,1) [Eumolpus ad Gitonem:] "O felicem", inquit, "matrem tuam, quae te talem peperit: macte virtute esto. Raram fecit mixturam cum sapientia forma. Itaque ne putes te tot verba perdidisse, amatorem invenisti. (94,2) Ego laudes tuas carminibus implebo. Ego paedagogus et custos, etiam quo non iusseris, sequar. Nec iniuriam Encolpius accipit: alium amat." (94,3) Profuit etiam Eumolpo miles ille, qui mihi abstulit gladium; alioquin, quem animum adversus Ascylton sumpseram, eum in Eumolpi sanguinem exercuissem. (94,4) Nec fefellit hoc Gitona. Itaque extra cellam processit tanquam aquam peteret, iramque meam prudenti absentia extinxit. (94,5) Paululum ergo intepescente saevitia: "Eumolpe", inquam, "iam malo vel carminibus loquaris, quam eiusmodi tibi vota proponas. Et ego iracundus sum et tu libidinosus: vide, quam non conveniat his moribus. (94,6) Puta igitur me furiosum esse, cede insaniae, id est, ocius foras exi". (94,7) Confusus hac denuntiatione Eumolpus non quaesiit iracundiae causam, sed continuo limen egressus adduxit repente ostium cellae, meque nihil tale expectantem inclusit, exemitque raptim clavem et ad Gitona investigandum cucurrit.
94. "O beglückte Mutter," rief jener aus, "die dich geboren hat, einen solchen Menschen! Sei mir gesegnet, du Wackerer! Welch seltene Vereinigung von Klugheit und Schönheit! Glaub nicht, dass zu vergebens so viel gesprochen hast: Nein, du hast dir einen Freund erworben. Ich werde dein Lob in meinen Gedichten verkünden. Als Lehrer und Hüter werde ich dich geleiten, auch wo du es nicht verlangst. Und damit geschieht dem Enkolpius kein Unrecht: er liebt ja einen anderen." Ein Glück für Eumolpos, dass wir jener Soldat mein Schwert abgenommen hatte! Ich würde sonst die Wut, die ich für Askyltos angesammelt hatte, in seinem Blut gestillt haben. Und das bemerkte auch Giton. Er ging deshalb aus der Kammer, als ob er sein Wasser abschlagen wollte, und brachte durch seine Abwesenheit meine Wut klug zur Ruhe. Als sie sich ein wenig gelegt hatte, sagte ich: "Eumolpos, da will ich schon lieber, dass du sogar in Versen mit mir sprichst, als dass du dir solche Wünsche in den Kopf setzt. Ich brause leicht auf, und du bist sinnlich: Du begreift, dass wir bei solchen Anlagen nicht zusammenpassen. Nimm also an, ich wäre in Wut, weiche meiner Raserei, das heißt: mach, dass du sofort hinauskommt!" Diese Androhung machte ihn so bestürzt, dass er gar nicht nach dem Grund meines Zornes fragte, sondern sofort die Schwelle überschritt. Dann verriegelte er plötzlich die Tür meiner Kammer von außen und sperrte mich ein, der ich auf so was nicht gefasst war, riss den Schlüssel hastig an sich und lief fort, den Giton zu suchen.
(94,8) Inclusus ego suspendio vitam finire constitui. Et iam semicinctio <lecti> stantis ad parietem spondam iunxeram cervicesque nodo condebam, cum reseratis foribus intrat Eumolpus cum Gitone meque a fatali iam meta revocat ad lucem. (94,9) Giton praecipue ex dolore in rabiem efferatus tollit clamorem, me utraque manu impulsum praecipitat super lectum: (94,10) "Erras", inquit, "Encolpi, si putas contingere posse, ut ante moriaris. Prior coepi; in Ascylti hospitio gladium quaesivi. (94,11) Ego si te non invenissem, periturus per praecipitia fui. Et ut scias non longe esse quaerentibus mortem, specta invicem, quod me spectare voluisti". (94,12) Haec locutus mercennario Eumolpi novaculam rapit, et semel iterumque cervice percussa ante pedes collabitur nostros. (94,13) Exclamo ego attonitus, secutusque labentem codem ferramento ad mortem viam quaero. (94,14) Sed neque Giton ulla erat suspicione vulneris laesus, neque ego ullum sentiebam dolorem. Rudis enim novacula et in hoc retusa, ut pueris discentibus audaciam tonsoris daret, instruxerat thecam. ( 94,15) Ideoque nec mercennarius ad raptum ferramentum expaverat, nec Eumolpus interpellaverat mimicam mortem.
Ich war also eingesperrt und entschlossen, mich zu erhängen. Und schon hatte ich den Halbgurt des an der Wand stehenden Bettes an den Pfosten gebunden und meinen Hals in die Schlinge gesteckt, als die Tür geöffnet wurde, Eumolpos mit Giton eintrat und mich vom Rande des Verderbens wieder zurückholte. Giton zumal geriet vor Schmerz in Raserei, erhob ein Geschrei, packte mich mit beiden Händen und warf mich auf das Bett. "Du irrst dich, Enkolpius," rief er, "wenn du glaubst, dass dir vor mir zu sterben glücken könnte! Ich war schon früher dazu bereit, habe deshalb in der Herberge des Askyltos nach einem Schwert gesucht. Hätte ich dich nicht gefunden, so wollte ich mich durch einen Sturz von der Höhe hinab ums Leben bringen. Wer den Tod sucht, dem ist er auch nicht ferne. Schau hier, welchen Anblick du mir bereiten wolltest!" Mit diesen Worten entriss er dem Lohndiener des Eumolpos ein Rasiermesser, fuhr sich damit einmal, zweimal über die Kehle und brach vor unseren Füßen zusammen. Ich schrie auf in meinem Schreck, stürzte mich auf ihn und suchte mit demselben Gerät den Tod. Aber an Giton war keine Spur einer Wunde zu sehen, und auch ich empfand keinen Schmerz. Es war nämlich ein grobes Messer und zu dem Zweck stumpf gelassen, die Schneide so hergerichtet, dass die Lehrlinge damit ein keckes Rasieren lernen sollten. Deshalb war auch der Diener nicht erschreckt, als ihm das Messer entrissen wurde, und deshalb hatte auch Eumolpos gegen den Theatermord nicht Einspruch erhoben.

 

2. Schlägerei in der Gaststätte. Versöhnung (95-96)
(95,1) Dum haec fabula inter amantes luditur, deversitor cum parte cenulae intervenit, contemplatusque foedissimam iacentium volutationem: (95,2) "Rogo", inquit, "ebrii estis an fugitivi an utrumque? Quis autem grabatum illum erexit, aut quid sibi vult tam furtiva molitio? (95,3) Vos mehercules ne mercedem cellae daretis, fugere nocte in publicum voluistis. Sed non impune. Iam enim faxo sciatis non viduae hanc insulam esse sed Marci Mannicii". (95,4) Exclamat Eumolpus: "Etiam minaris?" simulque os hominis palma excussissima pulsat. (95,5) Ille †tot hospitum potionibus liber† urceolum fictilem in Eumolpi caput iaculatus est solvitque clamantis frontem et de cella se proripuit. (95,6 Eumolpus contumeliae impatiens rapit ligneum candelabrum sequiturque abeuntem et creberrimis ictibus supercilium suum vindicat. ( 95,7) Fit concursus familiae hospitumque ebriorum frequentia. Ego autem nactus occasionem vindictae Eumolpum excludo, redditaque scordalo vice sine aemulo scilicet et cella utor et nocte.
95. Während sich diese Tragödien zwischen den Liebende abspielte, kam unser Gastwirt mit einigen seiner Tischgenossen hinzu, betrachtete den scheußlichen Knäuel, der am Boden Liegenden und sagte: "Seid dir besoffen? Seid ihr flüchtige Spitzbuben? Oder seid ihr beides? Wer hat denn das Bettgestell aufgerichtet? Was soll denn diese ganze Gaunerwirtschaft? Ihr habt gewiss in der Nacht ausrücken wollen, um die Miete zu sparen. Das soll euch aber schlecht bekommen! Ich will euch lehren, dass der Herr dieses Mietshauses keine Witwe ist, sondern Manlius Mannicius." Das schrie Eumolpos: "Was, sogar Drohungen?" Und damit gab er dem Kerl mit flacher Hand eine wuchtige Ohrfeige. Der warf dem Eumolpos einen irdenen Weinkrug, den der fleißige Zuspruch so vieler Gäste gelehrt hatte, an den Kopf, schlug ihm damit ein Loch in die Stirn und lief beim Schreien des Verletzten zur Tür hinaus. Eumolpos aber kümmerte sich nicht um seine Wunde, packte einen hölzernen Lampenständer, verfolgte den Flüchtigen und rächte seine Stirn mit einer Tracht Prügel. Da entstand ein Getümmel des Hausgesindes und ein Gedränge der betrunkene Gäste. Ich aber fand Gelegenheit, mich von Eumolpos zu befreien, und verschloss meine Tür vor ihm. Da ich so den Zankteufel los war, genoss ich natürlich ohne Nebenbuhler die Freuden der Kammer und der Nacht.
(95,8) Interim coctores insulariique mulcant exclusum, et alius veru extis stridentibus plenum in oculos eius intentat, alius furca de carnario rapta statum proeliantis componit. Anus praecipue lippa, sordidissimo praecincta linteo, soleis ligneis imparibus imposita, canem ingentis magnitudinis catena trahit instigatque in Eumolpon. (95,9) Sed ille candelabro se ab omni periculo vindicabat.
Inzwischen machen sich die Wächter und Hausbewohner über den Ausgesperrten her: der eine geht auf seine Augen los mit einem Bratspieß, an dem noch siedend heiße Fleischstücke hängen, der andere kreist einen Feuerhaken von der Fleischerbank und nimmt die Haltung eines Fechters ein. Besonders tat sich ein altes, triefäugiges Weib hervor. Sie hatte ein schmutziges Laken um, ungleiche Holzpantoffel an den Füßen, führte einen Riesenköter an der Kette heran und hetzte ihn auf Eumolpos. Der aber hielt sich mit dem Lampenständer alle Gefahr vom Leib.
(96,1) Videbamus nos omnia per foramen valvae, quod paulo ante ansa ostioli rupta laxaverat, favebamque ego vapulanti. (96,2) Giton autem non oblitus misericordiae suae reserandum esse ostium succurrendumque periclitanti censebat. (96,3) Ego durante adhuc iracundia non continui manum, sed caput miserantis stricto acutoque articulo percussi. (96,4) Et ille quidem flens consedit in lecto. Ego autem alternos opponebam foramini oculos iniuriaque Eumolpi velut quodam cibo me replebam advocationemque commendabam, cum procurator insulae Bargates a cena excitatus a duobus lecticariis mediam rixam perfertur; nam erat etiam pedibus aeger. (96,5) Is ut rabiosa barbaraque voce in ebrios fugitivosque diu peroravit, respiciens ad Eumolpon: (96,6) "O poetarum", inquit, "disertissime, tu eras? Et non discedunt ocius nequissimi servi manusque continent a rixa?" <...>
96. Wir konnten das alles durch einen Spalt des Türflügels beobachten, der kurz vorher durch das Losbrechen des Riegels entstanden war, und ich hatte meine Freunde an seiner Verprügelung. Giton aber wollte, weichherzig wie er war, die Tür aufreißen und ihm in seiner Not beistehen. Da konnte ich bei meiner noch vorhaltenden Wut meine Hand nicht zügeln und pochte dem Ärmsten mit einem scharfen Fingerhieb auf den Kopf. Und da setzte er sich auf das Bett und weinte. Ich aber hielt bald das eine, bald das andere Auge an die Spalte und genoss die Misshandlung des Eumolpos wie irgend eine Speise, war auch einverstanden damit, dass man Entscheidung herbeirief, als nämlich Bargates, der Verwalter dieses Häuserblocks, von seinem Abendessen herbeigerufen, von zwei Sänftenträgern mitten unter die Streitenden getragen wurde. Er hatte nämlich Podagra. Der wetterte mit seiner rasenden, barbarischen Stimme erst lange Zeit gegen die Betrunkenen und Flüchtenden los, warf dann einen Blick auf Eumolpos und fragte: "Du bist es gewesen, du Meister der Dichter? Und die verfluchten Sklaven machen sich nicht schneller aus dem Staub und lassen nicht die Hände von der Rauferei mit dir?"
(96,7) [Bargates procurator ad Eumolpum:] "Contubernalis mea mihi fastum facit. Ita, si me amas, maledic illam versibus, ut habeat pudorem".
"Mein Ehegespons behandelt mich mit Übermut. Tu mir die Liebe und mache ein Spottgedicht auf sie, dass sie sich schämen muss."
(97,1) Dum Eumolpus cum Bargate in secreto loquitur, intrat stabulum praeco cum servo publico aliaque <non> sane modica frequentia; facemque tumosam magis quam lucidam quassans haec proclamavit: ( 97,2) "Puer in balneo paulo ante aberravit, annorum circa XVI, crispus, mollis, formosus, nomine Giton. Si quis eum reddere aut commonstrare voluerit, accipiet nummos mille". (97,3) Nec longe a praecone Ascyltos stabat amictus discoloria veste, atque in lance argentea indicium et fidem praeferebat. (97,4) Imperavi Gitoni, ut raptim grabatum subiret annecteretque pedes et manus institis, quibus sponda culcitam ferebat, ac sic, ut olim Ulixes †pro† arieti adhaesisset, extentus infra grabatum scrutantium eluderet manus. (97,5) Non est moratus Giton imperium, momentoque temporis inseruit vinculo manus et Ulixem astu simillimo vicit. (97,6) Ego ne suspicioni relinquerem locum, lectulum vestimentis implevi uniusque hominis vestigium ad corporis mei mensuram figuravi.
97. Während Eumolpos und Bargates geheime Zwiesprache halten, tritt ein Ausrufer mit einem Amtsdiener und sonstigem <nicht gerade> mäßigen Anhang in die Herberge ein, schüttelt eine mehr rauchende als leuchtende Fackel und ruft aus: "Ein Knabe hat sich kürzlich im Bad verirrt, sechzehn Jahre alt, Lockenkopf, zart, schön, namens Giton. Wer ihn beibringen oder nachweisen sollte, erhält tausend Mark." Nicht weit von dem Ausrufer stand Askyltos in einem mehrfarbigen Kostüm und trug eine silberne Schale, zu seiner Legitimation und zugleich als Belohnung. Ich befahl den Giton, flink unter mein Bett zu kriechen und sich mit den Händen und Füßen an die Gurte zu klammern, mit denen das Bett die Matratze trug, so dass er sich wie einst Odysseus unter dem Widder des Kyklopen festhalte, um, unter dem Bett ausgestreckt, den Händen der Sucher zu entgehen. Giton ließ sich das nicht zweimal sagen und steckte im Nu Hände und Füße in die Gurte, wobei er den Odysseus mit einer völlig gleichen Art von List noch übertraf. Um allen Verdacht unmöglich zu machen warf ich noch Kleidungsstücke in Massen auf das Bett und presste die Körperspuren meiner Größe ein.

 

3. Hausdurchsuchung. Aufbruch zu Seefahrt nach Tarent (97-99)
(97,7) Interim Ascyltos, ut pererravit omnes cum viatore cellas, venit ad meam, et hoc quidem pleniorem spem concepit, quo diligentius oppessulatas invenit fores. (97,8) Publicus vero servus insertans commissuris secures claustrorum firmitatem laxavit. (97,9) Ego ad genua Ascylti procubui, et per memoriam amicitiae perque societatem miseriarum petii, ut saltem ostenderet fratrem. Immo ut fidem haberent fictae preces: "Scio te", inquam, "Ascylte, ad occidendum me venisse. Quo enim secures attulisti? Itaque satia iracundiam tuam: praebeo ecce cervicem, funde sanguinem, quem sub praetextu quaestionis petisti".(97,10) Amolitur Ascyltos invidiam et se vero nihil aliud quam fugitivum suum dicit quaerere, nec mortem hominis concupisse [nec] supplicis, utique eius, quem <etiam> post fatalem rixam habu<isse>t carissimum.
Nachdem inzwischen Askyltos mit dem Straßenwächter alle Räume durchsucht hatte, kam er auch zu meiner Kammer und schöpfte umso mehr Hoffnung, je sorgsamer er sie verriegeln fand. Der Amtsdiener zwängte aber sein Beil in die Fugen und brach den Verschluss auf. Da warf ich mich dem Askyltos zu Füßen und bat ihn unter Berufung auf unsere Freundschaft und auf unser gemeinsam bestandenes Unglück, mir meinen Bruder doch wenigstens zu zeigen. Ja, um meine erheuchelten Bitten glaubwürdig zu machen, sagte ich: "Askyltos, ich weiß, dass du gekommen bist, um mich zu töten. Wozu sonst hättest du Beile mitgebracht? Nun, so sättige deine Wut! Ich biete dir meinen Nacken, vergieße mein Blut, nach dem du unter dem Vorwand einer Haussuchung trachtest!" Askyltos wies den Verdacht der Feindseligkeiten ab, er suche wahrhaftig nichts anderes als seinen Ausreißer, sein Sinn stünde nicht auf Mord und Strafe, zumal nicht des Mannes, der ihm auch nach dem fatalen Streit immer noch der liebste gewesen sei.
(98,1) At non servus publicus tam languide agit, sed raptam cauponi harundinem subter lectum mittit, omniaque etiam foramina parietum scrutatur. Subducebat Giton ab ictu corpus, et reducto timidissime spiritu ipsos sciniphes ore tangebat. <...>
98. Aber der Beamte machte keine großen Umstände, holte sich vom Gastwirt ein Rohr, fuhr damit unter das Bett und durchstöberte alle Winkel der Kammer. Giton wich seinem Stößen aus und hielt in seiner entsetzlichen Angst den Atem so an, dass sich selbst die kleinsten Gnitzen auf seinen Mund setzen konnten. <...>
(98,2) Eumolpus autem, quia effractum ostium cellae neminem poterat excludere, irrumpit perturbatus et: "Mille", inquit, "nummos inveni; iam enim persequar abeuntem praeconem et in potestate tua esse Gitonem meritissima proditione monstrabo". (98,3) Genua ego perseverantis amplector, ne morientes vellet occidere, et: "Merito", inquam, "excandesceres, si posses perditum ostendere. Nunc inter turbam puer fugit, nec, quo abierit, suspicari possum. Per fidem, Eumolpe, reduc puerum et vel Ascylto redde". (98,4) Dum haec ego iam credenti persuadeo, Giton collectione spiritus plenus ter continuo ita sternutavit, ut grabatum concuteret. (98,5) Ad quem motum Eumolpus conversus salvere Gitona iubet. Remota etiam culcita videt Ulixem, cui vel esuriens Cyclops potuisset parcere. (98,6) Mox conversus ad me: "Quid est", inquit, "latro? Ne deprehensus quidem ausus es mihi verum dicere. Immo ni deus quidam humanarum rerum arbiter pendenti puero excussisset indicium, elusus circa popinas errarem."
Da die erbrochene Tür niemanden mehr aus meiner Kammer ausschließen konnte, kam Eumolpos hereingestürzt und rief in großer Erregung: "Ich habe tausend Mark gefunden: ich werde nämlich dem Ausrufer nachlaufen, der hier war, und ihm mit überzeugenden Gründen nachweisen, dass Giton in deinem Besitz ist." Da er sich davon nicht abbringen ließ, umklammerte ich seine Knie, er solle doch die Halbtoten nicht vollends umbringen: "Du würdest dich", sagte ich, "mit Recht entrüsten, wenn du wirklich den Nichtsnutz vorführen könntest, aber soeben ist der Bengel in dem Trubel davongelaufen, und ich habe keine Ahnung, wohin. Hab die Güte und bring ihn mir wieder oder übergib ihn meinetwegen dem Askyltos." Ich hatte ihn schon so weit, dass er das glaubte, da nieste Giton dreimal hintereinander so laut, dass das Bett werkelte: der angehaltene Atem hatte ihn so aufgeblasen. Auf dieses Geräusch wandte sich um Eumolpos dem Bett zu und rief: "Prosit, Giton!" deckte die Matratze auf und erblickte einen so schönen Odysseus, dass sich sogar der hungrige Kyklop an ihm nicht hätte vergreifen können. Darauf an wandte er sich zu mir und sagte: "Du Bandit, was soll das? Selbst abgefasst, willst du mir nicht die Wahrheit gestehen? Wahrhaftig, wenn Gott, der Richter über alles Menschliche, dem da hängenden Knaben nicht ein Zeichen abgenötigt hätte, dann könnte ich jetzt zum Gespött alle Kneipen absuchen."
(98,7) Giton, longe blandior quam ego, primum araneis oleo madentibus vulnus, quod in supercilio factum erat, coartavit. Mox palliolo suo laceratam mutavit vestem, amplexusque iam mitigatum, osculis tanquam fomentis aggressus est et: (98,8) "In tua", inquit, "pater carissime, in tua sumus custodia. Si Gitona tuum amas, incipe velle servare. (98,9) Utinam me solum inimicus ignis hauriret aut hibernum invaderet mare. Ego enim omnium scelerum materia, ego causa sum. Si perirem, conveniret inimicis." <...>
Giton, der sich viel besser als ich auf das Schmeicheln verstand, nahm zunächst ein in Öl getauchtes Spinnengewebe und presste es ihm auf seine Stirnwunde oberhalb der Augenbrauen. Dann tauschte er seinen kleinen Mantel mit dem zerrissenen Rock des anderen. Er ließ sich schnell besänftigen. Dann stürzte er sich über ihn, drückte ihn an sich und bestürmte ihn mit Küssen, als Balsam (für seine Schmerzen) und rief aus: "Du, mein Herzensvater, wir sind in deiner, ja in deiner Obhut. Wenn du deinen Giton lieb hast, dann fasse auch den Willen, ihn zu erretten! Ach, wenn mich doch ein strafendes Feuer verschlingen, oder das stürmische Meer fortreißen wollte! Denn ich bin Anlass zu allen Untaten, ich die Ursache. Mein Untergang würde die Verfeindeten wieder aussöhnen."
(99,1) [Eumolpus:] "Ego sic semper et ubique vixi, ut ultimam quamque lucem tanquam non redituram consumerem". <...>
99. "Ich habe jederzeit und jeden Ortes so gelebt, das ich jeden neuen Tag als unwiederbringlich genoss."
(99,2) Profusis ego lacrimis rogo quaesoque, ut mecum quoque redeat in gratiam: neque enim in amantium esse potestate furiosam aemulationem. Daturum tamen operam, ne aut dicam aut faciam amplius, quo possit offendi. Tantum omnem scabitudinem animo tanquam bonarum artium magister delevet sine cicatrice." (99,3) Incultis asperisque regionibus diutius nives haerent, ast ubi aratro domefacta tellus nitet, dum loqueris, levis pruina dilabitur. Similiter in pectoribus ira considit: feras quidem mentes obsidet, eruditas praelabitur. — (99,4) Ut scias, inquit Eumolpus, verum esse, quod dicis, ecce etiam osculo iram finio. Itaque, quod bene eveniat, expedite sarcinulas et vel sequimini me vel, si mavultis, ducite". (99,5) Adhuc loquebatur, cum crepuit ostium impulsum, stetitque in limine barbis horrentibus nauta et: "Moraris", inquit, "Eumolpe, tanquam †propudium <esse>† ignores". ( 99,6) Haud mora, omnes consurgimus, et Eumolpus quidem mercennarium suum iam olim dormientem exire cum sarcinis iubet. Ego cum Gitone, quicquid erat, in alutam compono, et adoratis sideribus intro navigium. <...>
Nachdem ich einen Strom von Tränen vergossen hatte, bat ich ihn inständig, dass er sich mit mir wieder aussöhnen möchte: es stehe ja nicht in der Macht des Verliebten, die Leidenschaft der Eifersucht zu zähmen. Ich würde mir alle Mühe geben, nichts wieder zu sagen und zu tun, was ihn verletzen könnte. Nur sollte er alles Rauhe, gleichsam die Narben, als Meister edler Bildung aus seinem Herzen tilgen lassen. "Auf ungepflegtem, rauhem Boden haftet der Schnee länger, wo dagegen der Boden, vom Pflug in Kultur genommen, glatt liegt, da schmilzt der lockere Schnee, während wir sprechen. Ebenso verhält es sich mit dem Zorn im Herzen: bei roher Sinnesart haftet er fest, bei gesitteter gleitet er ab." Da sagte Eumolpos: "Sieh, zum Zeugnis, dass du Recht hast, will ich sogar mit einem Kuss meinen Zorn abtun. Also, Glück und Segen! Richtet euer Gepäck her und kommt mit mir, oder, wenn ihr es lieber wollt, so führt mich!" Soweit hatte er gesprochen, als an die Tür gepocht wurde und sich ein Schiffer mit struppigem Bart auf der Schwelle zeigte. "Du trödelst, Eumolpos," sagte er, "als wüsstest du nicht, dass sich der Tag naht." Ohne Verzug standen wir alle auf, und Eumolpos gab seinem Lohndiener, der schon längst schlief, den Befehl, mit dem Gepäck loszuziehen. Ich machte mit Giton unser Hab und Gut reisefertig, flehte den Schutz der Gestirne an und bestieg das Schiff.

 

Übersetzung (nach) L.Gurlitt

 

 
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Sententiae excerptae:
Lat. zu "Petron"
241
plenissimis (plenis) velis (navigare)
mit vollen Segeln, mit aller Kraft (πάντα κάλων ἐκτείνειν - alle Segel aufspannen, Zenob.5,62)
Cic.dom.10,24; Petron.45

158
Qualis dominus, talis est servus. (οἵαπερ ἡ δέσποινα, τοία χἠ κύων)
Wie der Herr, so ist der Sklave.
Petron 58

1817
Putant se in alium orbem terrarum delatos
Sie glauben, in einen andere Welt versetzt zu sein
Petron.1,2

1818
Ego adulescentulos existimo in scholis stultissimos fieri.
Ich glaube, dass die jungen Leute in den Schulen nur verdummt werden.
Petron.1,3

1819
Omnia dicta factaque quasi papavere et sesamo sparsa.
Alle Worte und Taten gleichsam mit Mohn und Sesam bestreut.
Petron.1,3

1829
An audirem sententias, cum fame morerer?
Hätte ich mir etwa schöne Reden anhören sollen, als ich vor Hunger fast gestorben bin?
Petron.10,1

1830
Tardum est differre, quod placet.
Man soll, was man vorhat, nicht auf die lange Bank schieben! (was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!)
Petron.10,7

1872
Non commune est, quod natura optimum fecit?
Sind nicht die schönsten Naturerzeugnisse Gemeingut?
Petron.100,1

1873
Sol omnibus lucet.
Die Sonne leuchtet für alle.
Petron.100,1

1874
Nolo habere bona, nisi quibus populus inviderit.
Lieber will ich kein Glück genießen, wenn mich nicht alle Welt darum beneidet.
Petron.100,1

1875
Aliquando totum me, Fortuna, vicisti!
Fortuna, jetzt hast du mich endlich ganz überwunden!
Petron.101,1

1876
Vestes quoque diutius vinctas ruga consumit, et chartae alligatae mutant figuram.
Ein zu lange geschnürtes Gewand bekommt Falten, angenageltes Papier verändert seine Form
Petron.102,12

1814
A capillis usque ad ungues
Von den Haaren bis zu den Zehennägeln (Vom Scheitel bis zur Sohle)
Petron.102,13

1878
Multa una oportet consentiant ratione, ut mendacium constet.
Vieles muss widerspuchsfrei zusammenstimmen, wenn die Täuschung gelingen soll.
Petron.102,14

1877
Color arte compositus inquinat corpus, non mutat.
Künstliche Färbung besudelt den Leib, verwandelt ihn aber nicht.
Petron.102,15

1879
Patrimonii reliquias olere.
Nach den Resten des väterlichen Vermögens duften. (An etwas sein ganzes Vermögen verschwenden).
Petron.105,3

1880
Vide, ut possit illis ignosci, quos ad poenam ipse deus deduxit.
Überlege, wie man die begnadigen darf, die die Gottheit selbst der Bestrafung zuführt.
Petron.106,3

1887
Qui ignotos laedit, latro appellatur, qui amicos, paulo minus quam parricida.
Wer Fremde schädigt, heißt Räuber, wer Freunde, den darf man fast dem Vatermörder gleich bewerten.
Petron.107,11

1881
Omnis vector nihil prius quaerit, quam cuius se diligentiae credat.
Jeder Passagier kümmert sich zuerst darum, wem er sein Leben anvertraut.
Petron.107,2

1882
Patimini liberos homines ire sine iniuria, quo destinant.
Lasst freie Menschen ungehindert gehen, wohin sie wollen!
Petron.107,3

1883
Saevi quoque implacabilesque domini crudelitatem suam impediunt
Selbst strenge, unversöhnliche Herren bezwingen ihre Grausamkeit.
Petron.107,4

1884
Dediticiis hostibus parcimus.
Wir schonen Feinde, die sich freiwillig ergeben.
Petron.107,4

1885
Noli causam confundere, sed impone singulis modum.
Bringe die Sache nicht durcheinander, sondern gib jedem Punkt seinen angemessenen Platz!
Petron.107,7

1886
Vultum qui permutat, fraudem parat, non satisfactionem.
Wer sein Aussehen verwandelt, sinnt auf Betrug, nicht auf Verständigung.
Petron.107,8

1888
Quis furor, exclamat, pacem convertit in arma?
Welche Raserei verwandelte den Frieden in Kampf?
Petron.108,14

1889
Contemptus amor vires habet.
Verschmähte Liebesglut entlädt sich (oft) in Gewalt.
Petron.108,14

1890
Cui non est mors una satis?
Wer begnügt sich nicht mit einem Todesopfer?
Petron.108,14

1891
Praeterita aboleri osculis placet.
Ein Versöhnungskuss lässt Vergangenes vergessen.
Petron.109,4

1892
O fallax natura deum: quae prima dedisti | aetati nostrae gaudia, prima rapis.
O du trügerische Natur der Götter: Die Freuden, die du als erste unserer Jugend schenktest, nimmst du als erste hinweg!
Petron.109,9

1893
Nulla est feminam tam pudica, quae non peregrina libidine usque ad furorem avertatur.
Keine Frau ist so keusch, dass sie sich nicht durch die Leidenschaft für einen fremden Mann bis zum Wahnsinn fortreißen lässt.
Petron.110,7

1895
Ipsum te iacentis corpus admonere debet, ut vivas.
Die Leiche selbst, die vor dir liegt, nötigt dich zu leben.
Petron.111,12

1896
Nemo invitus audit, cum cogitur aut cibum sumere aut vivere
Niemand hört es ungern, wenn man ihn zwingt, Speise zu sich zu nehmen und zu leben.
Petron.111,13

1894
Omnium idem est exitus et idem domicilium
Alle erwartet das selbe Ende und die selbe Wohnung. (Wir müssen alle sterben! Das ist nun einmal nicht zu ändern!)
Petron.111,8

1897
Placitone etiam pugnabis amori?
Warum denn kämpfen gegen eine Liebe, die dir Freude macht?
Petron.112,2

1898
Malo mortuum impendere quam vivum occidere.
Besser den Toten aufhängen, als einen Lebendigen umbringen.
Petron.112,7

1900
Veluti lecto funebri aptatus expecto mortem iam non molestam.
Gleichsam auf der Totenbahre erwarte ich den schon nicht mehr schmerzlichen Tod.
Petron.114,12

1899
Da oscula, dum licet
Gib Küsse, solange es dir vergönnt ist
Petron.114,9

1902
En homo quemadmodum natat!
Da sieh den Menschen, wie er schwimmt! (Der Mensch: ein Spielball der Wellen!")
Petron.115,10

1903
Si bene calculum ponas, ubique naufragium est.
Berechnet man es genau, so ist überall Schiffbruch.
Petron.115,16

1904
Quicquid feceris, omnia haec eodem ventura sunt.
Man mag tun, was man will, alles kommt auf das Gleiche hinaus.
Petron.115,18

1901
Sinite me sententiam explere; laborat carmen in fine.
Lasst mich meinen Gedanken zu Ende bringen; am Schluss ist mein Gedicht noch nicht in Ordnung
Petron.115,4

1905
Homines (Crotone) aut captantur aut captant.
Die Leute (in Croton) werden entweder betrogen oder betrügen.
Petron.116,6

1908
Quod bene feliciterque eveniat!
Glück und Segen!
Petron.117,11

1909
Quid, vos iumentum me putatis esse aut lapidariam navem?
Glaubt ihr denn, ich sei ein Lasttier oder ein Frachtschiff für Steinfuhren?
Petron.117,12

1910
Hominis operas locavi, non caballi.
Ich habe mich als einen Menschen verdingt, aber nicht als Pferd.
Petron.117,12

1911
Non minus liber sum quam vos, etiam si pauperem pater me reliquit.
Ich bin nicht weniger frei als ihr, wenn mich mein Vater auch in Armut zurückgelassen hat.
Petron.117,12

1906
Quid cessamus mimum componere?
Warum zögern wir, eine Posse in Szene zu setzen?
Petron.117,4

1907
Nemo ausus est artem damnare nihil auferentem.
Keiner kann einem Plan verurteilen, das nichts kostet.
Petron.117,5

1912
Multos carmen decepit.
Viele irren sich in der Poesie. (Viele hat die Posie schon getäuscht.)
Petron.118,1

1913
Ut quisque versum pedibus instruxit sensumque teneriorem verborum ambitu intexuit, putavit se continuo in Heliconem venisse.
Sobald einer den Vers rhythmisch gebaut und seinen feineren Gedanken in die rechten Worte gekleidet hat, bildet er sich ein, er habe schon den Helikon erstiegen.
Petron.118,1

1915
Non concipere aut edere partum mens potest nisi ingenti flumine litterarum inundata
Kein Talent ist zu der Empfängnis und der Geburt fähig, wenn es sich nicht mit dem gewaltigen Strom der Literatur getränkt hat
Petron.118,3

1916
Generosior spiritus vanitatem non amat.
Ein edler Geist hält nichts vom eitlen Aufputz.
Petron.118,3

1917
Curandum est, ne sententiae emineant extra corpus orationis expressae, sed intexto vestibus colore niteant.
Man hat dafür zu sorgen, dass kein Gedanke aus dem Rahmen des Ganzen herausfalle, sondern das Gedicht wie ein harmonisch gefärbtes Gewand glänze.
Petron.118,5

1918
Quaerit se natura nec invenit.
Die Natur sucht ihre Erfüllung und kann sie nicht finden.
Petron.119,1,,24

1919
Ingeniosa gula est.
Die Schlemmer sind erfindungsreich. (Hunger ist der beste Koch)
Petron.119,1,33

1920
Venalis populus, venalis curia patrum: est favor in pretio.
käuflich ist das Volk und käuflich sind die Vertreter in der Kurie. Es steht die Gunst in Wert.
Petron.119,1,41f.

1923
Iudice Fortuna cadat alea!
Entscheide, Glück! Dein Würfel sei gefallen.
Petron.121,1,174

1922
Inter tot fortes armatus nescio vinci.
Unbesiegbar bin ich bei so vieler Helden Beistand.
Petron.121,1,176

1921
Destruet istas idem, qui posuit, moles deus.
Vernichten wird diesen Koloss der Gott, der sie schuf.
Petron.121,1,8f.

1924
Quantum quisque timet, tantum fugit.
Das Maß der Furcht bestimmt das Maß der Eile! (Wie sehr einer fürchtet, so schnell flieht er.)
Petron.123,1,221

1925
Quam male est extra legem viventibus! quicquid meruerunt, semper expectant.
Wie schwer sich's lebt außerhalb des Gesetzes! Beständig fürchtet man, was man verdient.
Petron.125,4

1927
Haec vera est Danae.
Hier ist die wahre Danae.
Petron.126,18

1926
Quaedam feminae sordibus calent.
Es gibt Frauen, deren Sinn nur nach Männern der Gasse steht. (Es gibt Frauen, die sich am Schmutz erwärmen )
Petron.126,5

1928
In umbra voluptatis diutius luditur.
Im Schatten der Wollust spielt sich's länger. (Im Vorhof der Lust hält das Vergnügen länger an).
Petron.129,4

1831
O lusum fortunae mirabilem!
Welch seltsames Spiel des Glücks!
Petron.13,1

1832
Scis rediisse ad nos thesaurum, de quo querebar?
Weißt du, dass der Schatz, dessen Verlust ich beklagte, zu uns zurückgekehrt ist?
Petron.13,2

1929
Paratus miles arma non habui.
Ich war ein kampfbereiter Krieger, hatte aber keine Waffen.
Petron.130,4

1931
Rogas potius quam temptas?
Warum fragst du? Versuche es doch lieber! (Wer lange fragt, geht lange irr. Frisch gewagt ist halb gewonnen)
Petron.131,11

1815
Aliis leporem excitavi.
Für andere habe ich einen Hasen aufgescheucht.
Petron.131,7

1930
Dignus amore locus.
Ein Liebesort!
Petron.131,8

1932
Sermonis puri non tristis gratia ridet.
Eine ehrliche Rede lacht in heiterer Anmut.
Petron.132,15

1933
Veneris quis gaudia nescit?
Wer kennt nicht die Freuden der Venus?
Petron.132,15

1934
Nihil est hominum inepta persuasione falsius nec ficta severitate ineptius.
Nichts ist verkehrter als der läppische Versuch, die Menschen überzeugen zu wollen, nichts Alberner als erheuchelte Strenge. (Nichts ist verkehrter auf der Welt als dumme Borniertheit, nichts dummer als scheinheilige Muckerei.)
Petron.132,16

1935
Quisquis peccat inops, minor est reus.
Wer sich aus Schwäche vergeht, hat mindere Strafe zu fürchten.
Petron.133,3

1936
Et operam et sudorem perdidisti.
Du hast dich vergebens in Schweiß gebracht. (Du hast Mühe und Schweiß vergeudet).
Petron.134,2

1937
Die feriarum etiam lugentes rident.
An einem Festtag lachen selbst Trauernde (Leidtragende).
Petron.134,7

1938
Ego tibi pro ansere struthocamelum reddam.
Ich gebe dir für deine Gans einen Strauß zurück.
Petron.137,4

1939
Rogo expiare manus pretio liceat!
Lass mich btte meine Hände mit einem Bußgeld entsühnen!
Petron.137,6

1940
Quisquis habet nummos, secura naviget aura.
Wer Gold in seinem Beutel hat, | Der fährt mit guten Winden.
Petron.137,9

1941
Quod vis, nummis praesentibus opta, et veniet.
Wer Wünsche hegt, | Der lasse Münzen blinken: | Dann kommt Fortuna angefegt; | Sonst pflegt sie arg zu hinken. (Wer Geld hat, kann sich jeden Wunsch erfüllen.)
Petron.137,9,9

1942
Prende furem!
Halte den Dieb!
Petron.138,3

1833
Quid faciunt leges, ubi sola pecunia regnat, || aut ubi paupertas vincere nulla potest?
Was denn vermögen Gesetze, wo doch nur Vermögen entscheidet, || Armut niemals den Sieg sich zu erringen vermag? (Geld regiert die Welt).
Petron.14,2

1834
Ipsi qui Cynica traducunt tempora pera, || non numquam nummis vendere vera solent.
Kaufen doch selbst die Männer, bepackt mit dem kynischen Ranzen,|| Häufig mit Geld sich ein, was sie als Wahrheit erkannt.
Petron.14,2

1835
Iudicium nihil est nisi publica merces.
Ein Gerichtsurteil ist nicht anderes als eine käufliche Ware.
Petron.14,2

1836
Pretium maioris compendii levior facit iactura.
Durch einen kleineren Verlust lässt sich (mitunter) ein größerer Gewinn erzielen.
Petron.14,4

1943
Nihil est commodius quam semper cum sapientia loqui.
Nichts ist vorteilhafter, als immer mit ruhiger Überlegung zu sprechen.
Petron.140,14

1944
Nulli celerius homines incidere debent in malam fortunam, quam qui alienum concupiscunt.
Kein Mensch sollte schneller ins Unglück geraten, als die nach fremdem Gut trachten.
Petron.140,15

1945
Sicut muta animalia cibo inescantur, sic homines non caperentur, nisi spe aliquid morderent.
Wie die stummen Tiere mit Ködern gefangen würden, so könnte man auch die Menschen nicht einfangen, wenn sie keine Hoffnung zu beißen bekämen.
Petron.140,15

1837
Nolo, quod cupio, statim tenere.
Nicht erfülle mein Begehr sich augenblicklich!
Petron.15,9

1838
Nec victoria mi placet parata.
Nicht gefällt mir ein Sieg, der mir in den Schoß fällt.
Petron.15,9

1839
Contemni turpe est, legem donare superbum.
Schmählich, verachtet zu werden, doch stolz, die Strafe erlassen.
Petron.18,6

1840
Hoc amo, quod possum qua libet ire via.
Das ist mir lieb, dass ich gehen kann, wohin ich mag.
Petron.18,6

1841
Sane et sapiens contemptus iurgia nectit.
Fängt doch auch ein Philosoph Streit an, wird er verachtet!
Petron.18,6

1842
Qui non iugulat, victor abire solet.
Wer (seinen Feind) nicht erdrosselt, der pflegt siegreich von dannen zu gehn.
Petron.18,6

1820
Non bene olere possunt, qui in culina habitant.
Nicht gut können die riechen, die in der Küche zu Hause sind.
Petron.2,1

1843
Etiam dormire vobis in mente est, cum sciatis Priapi genio pervigilium deberi?
Steht euch der Kopf sogar nach Schlafen, obwohl ihr wisst, dass ihr dem Genius des Priapus eine Nachwache schuldet?
Petron.21,7

1844
Ascyltos in hoc triclinio solus ferias agit?
Hat denn Askyltos in diesem Speisezimmer alleine Ferien?
Petron.24,3

1845
Potest taurum tollere, qui vitulum sustulit.
Nur der kann einen Stier tragen, der ein Kalb getragen hat.
Petron.25,6

1822
Necesse cum insanientibus furere.
Man muss mit den Verrückten verrückt sein.
Petron.3,2

1823
Magistri nisi dixerint, quae adulescentuli probent, 'soli in scholis relinquentur'
Wenn die Lehrer nicht den Jüngelchen nach dem Mund reden, bleiben sie, allein in der Schule zurück.
Petron.3,2 (nach Cicero)


Literatur:
zu "Petron"
3987
Achatz, I.
Petrons Satiricon als Spiegel zeitgenössischer literarischer und sozialer Ereignisse
Diss.Wien 1965
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zvab

3988
Adamietz, J.
Zum literarischen Charakter von Petrons Satyrica
in: Rh.Mus. 130,1987,329-e46
booklooker
zvab

3989
Arrowsmith, W.
Luxury and Death in the Satyricon
in: Arion 5,1966, 304-331
booklooker
zvab

3990
Avery, W.T.
Cena Trimalchionis 35,7. Hoc est ius cenae
in: Class.Philol. 55,1960, 115-118
booklooker
zvab

3991
Bagnani, G.
Trimalchio
in: Phoenix 7,1953, 77-91
booklooker
zvab

3992
Bagnani, G.
Ariter of Elegance. A Study of the Life and Works of. C.Petronius
Toronto 1954
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zvab

3993
Bagnani, G.
The House of Trimalchio
in: Am.Journ.Philol. 75,1954,16-39
booklooker
zvab

3994
Bagnani, G.
Encolpius Gladiator Obscenus
in: Class.Philol. 51,1956, 24-27
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zvab

3995
Beck, R.
Some Observations on the Narrative Technique of Petronius
in: Phoenix 17,1973, 42-61
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zvab

3996
Beck, R.
Encolpius at the Cena
in: Phoenix 29,1975, 270-283
booklooker
zvab

3997
Beck, R.
Emolpus poeta, Eumolpus Fabulator. A Study of Characterization in the Satyricon
in: Phoenix 33,1979, 239-253
booklooker
zvab

3998
Beck, R.
The Satyricon: Satire, Narrator, and Antecedents
in: Mus.Helv.39,1982, 206-214
booklooker
zvab

2845
Bendz, G.
Sprachliche Bemerkungen zu Petron
in: Eranos 39/1941, 53
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zvab

3865
Bömer, F.
Witwe von Ephesus, Petron 111,1 und die 877. in 1001 Nacht
in: Gymn 93/1986
booklooker
zvab

3872
Braswell, B.K.
Zu Petron 34,4
in: Philol.125/1981,152 (Misz.)
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zvab

3999
Brózek, M.
Szeneriebeschreibungen bei Petronius
in: Eos 60, 1972, 285-291
booklooker
zvab

1529
Büchner, K.
Römische Literaturgeschichte. Ihre Grundzüge in intrpretierender Darstellung
Stuttgart (Kröner, TB 199) 1967
booklooker
zvab

4000
Buchwald, W.
Die kluge Witwe von Ephesus (Petron.112,7)
in: Wien.Stud.77,1964,184
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