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Epochen der politischen und kulturellen Entwicklung Griechenlands

Tabellen zur Geschichte: Die klassische Zeit: 

4. Ausgang der Poliszeit, a) Vom Peloponnesischen Krieges zum Frieden des Antalkidas (404-387)

 

 
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Geschichte

v.Chr.
Geschichte
Kultur
 
1. Teil: Bis zuKönigsfrieden: 404-387
 
404

Römische Geschichte

  • Archon: Anarchie (Aristot.Ath.Pol.41,1)
  • Anfänglich zurückhaltenderes Vorgehen der 30 Tyrannen in Athen (Xen.Hell.2,3,12). Nachdem sie sich aber 3000 Bürger als ergebene Anhänger ausgewählt, und Lysandros ihnen eine Leibwache zugestanden hatte, üben sie eine Willkür- und Gewaltherrschaft (Xen.Hell.2,3,13-21; Sall.Cat.51,29): 
    • Kritias lässt Theramenes hinrichten (Rede des Kritias: Xen.Hell.2,3,24-32; Rede des Theramenes: Xen.Hell.2,3,35-49);
    • Hinrichtung von 300 Bürgern aus Eleusis und Salamis (Xen.Hell.2,4,8-10; Lys.Erat.32;  Lys.Agor.133).
    • Misshandlung des Lysias und seines Bruders Polemarchos (Lys.Erat.4-24)
    • Ermordung des Leon, des Nikeratos, des Antiphon (Xen.Hell.2,3,39-40; Plat.Apol.32c) 
    • Tötung von 1500 Bürgern, Verbannung von 5000 Bürgern ohne rechtskräftiges Urteil (Isokr.Areop.67; Aischin.Parapr.77)
  • 70 Verbannte unternehmen unter Thrasybulos von Theben aus einen Einfall in Attika (Festung Phyle) und behaupten sich gegen die Abwehr der Dreißig und ihrer 3000 Anhänger (Xen.Hell.2,4,2-7).
  • 404/403 Schleifung der Langen Mauern und der Peiraieusmauern
403

Römische Geschichte

  • Archon: Eukleides (Diod.Sic.)
  • Die Verbannten gewinnen (inzwischen 1000 Mann stark) den Peiraieus und schlagen die Dreißig bei Munychia. Kritias fällt (Xen.Hell.2,4,10-19). 
  • Ein kurzfristiger Ersatz der Dreißig (die nach Eleusis gingen) durch ein oligarchisches Elfmänner-Gremium, das vermitteln sollte, unterschied sich in nichts von den Dreißig.
  • Aber auch militärisch hatte es trotz Lysandros' Hilfe keinen Erfolg (Xen.Hell.2,4,20-27; Lys.Erat.53-61; Diod.14,42). 
  • Der Spartanerkönig Pausanias vermittelt (voll Misstrauen und im Widerspruch zu Lysandros) die Rückkehr der Verbannten nach Athen
  • Archontat des Eukleides, Wiederherstellung der Demokratie (Andok.Myst.81-90):
    • Eine Kommission schrieb die demokratischen Gesetze neu auf. Sie wurden vom Rat und von 500 gewählten Nomotheten abgesegnet und zum Gesetz erhoben: 
      Andok.myst.87: Textanker τὰς δὲ δίκας καὶ τὰς διαίτας κυρίας εἶναι, ὁπόσαι ἐν δημοκρατουμένῃ τῇ πόλει ἐγένοντο. τοῖς δὲ νόμοις χρῆσθαι ἀπ' Εὐκλείδου ἄρχοντος. Die Rechtsentscheide sollen gelten, die in der demokratisch verfassten Stadt getroffen wurden. Sie soll der Archon Eukleides als Gesetze anwenden. (Üb.: E.G.)
    • Allgemeine Amnestie (Xen.Hell.2,4,43; Andok.Myst.90-91). Die Schwurformel: 
      Andok.Myst.90: Textanker φέρε δὴ τοίνυν, οἱ ὅρκοι ὑμῖν πῶς ἔχουσιν; ὁ μὲν κοινὸς τῇ πόλει ἁπάσῃ, ὃν ὀμωμόκατε πάντες μετὰ τὰς διαλλαγάς, καὶ οὐ μνησικακήσω τῶν πολιτῶν οὐδενὶ πλὴν τῶν τριάκοντα καὶ τῶν ἕνδεκα· οὐδὲ τούτων, ὃς ἂν ἐθέλῃ εὐθύνας διδόναι τῆς ἀρχῆς, ἧς ἦρξεν. Wie steht es also um euere Eide? Der, den ihr nach der Aussöhnung alle zusammen gegenüber der Stadt geleistet habt, lautet:  Ich werde keinem Bürger außer den Dreißig oder den Elf etwas nachtragen; unter denen auch dem nicht, der über seine Machtausübung bereitwillig Rechenschaft ablegt. (Üb.: E.G.)
 
402
  • Archon: Mikon (Diod.Sic.)
 
401

Römische Geschichte

  • Archon: Xenainetos (Diod.Sic.)
  • Feldzug des Jüngeren Kyros von Sardeis aus gegen sein Bruder Artaxerxes I. unter Beteiligung griech. Söldner unter Klearchos, Proxenos, Sokrates, Menon und Cheirisophos. (Xen.Anab.; Diod.14,19-31; Plut.Artax.) 
  • Entscheidungsschlacht bei Kunaxa. Die Griechen siegen, aber Kyros fällt. Der Rückzug wird zunächst von den Persern geleitet. Dann werden die griech. Führer und 20 Lochagen von Tissaphernes in eine Falle gelockt und ermordet (Xen.Anab.2,5-6). Jetzt führt Xenophon die 10000 Söldner durch Armenien ans Schwarze Meer (Trapezunt) zurück.
 
400

Römische Geschichte

  • Archon: Laches (Diod.Sic.)
  • Die kleinasiatischen Griechenstädte bitten die Spartaner um Hilfe gegen Tissaphernes. Diese schicken unter Thibron ein Heer nach Kleinasien
    Xen.Hell.3,1,3: Textanker ἐπεὶ μέντοι Τισσαφέρνης, πολλοῦ ἄξιος βασιλεῖ δόξας γεγενῆσθαι ἐν τῷ πρὸς τὸν ἀδελφὸν πολέμῳ, σατράπης κατεπέμφθη, ὧν τε αὐτὸς πρόσθεν ἦρχε καὶ ὧν Κῦρος, εὐθὺς ἠξίου τὰς Ἰωνικὰς πόλεις ἁπάσας ἑαυτῷ ὑπηκόους εἶναι. αἱ δὲ ἅμα μὲν ἐλεύθεραι βουλόμεναι εἶναι, ἅμα δὲ φοβούμεναι τὸν Τισσαφέρνην, ὅτι Κῦρον, ὅτ' ἔζη, ἀντ' ἐκείνου ᾑρημέναι ἦσαν, εἰς μὲν τὰς πόλεις οὐκ ἐδέχοντο αὐτόν, εἰς Λακεδαίμονα δὲ ἔπεμπον πρέσβεις, καὶ ἠξίουν, ἐπεὶ πάσης τῆς Ἑλλάδος προστάται εἰσίν, ἐπιμεληθῆναι καὶ σφῶν τῶν ἐν τῇ Ἀσίᾳ Ἑλλήνων, ὅπως ἥ τε χώρα μὴ δῃοῖτο αὐτῶν καὶ αὐτοὶ ἐλεύθεροι εἶεν. (4) οἱ οὖν Λακεδαιμόνιοι πέμπουσιν αὐτοῖς Θίβρωνα ἁρμοστήν, δόντες στρατιώτας...  (3) Sobald nun Tissaphernes für die großen Verdienste, welche er sich offenbar um den König im Krieg gegen seinen Bruder erworben hatte, zu seiner früheren Satrapie noch die des Kyros empfangen hatte und wieder in seiner Statthalterschaft eingetroffen war, forderte er sogleich, dass alle ionischen Städte ihm untertänig würden. Diese aber wünschten teils frei zu bleiben, teils fürchteten sie den Tissaphernes, weil sie sich an Kyros bei dessen Lebzeiten angeschlossen hatten. Sie verschlossen ihm daher ihre Tore und schickten Gesandte nach Lakedaimon mit der Bitte, sie möchten, da sie an der Spitze von ganz Griechenland ständen, sich auch ihrer, der asiatischen Griechen, annehmen, damit ihr Land unverwüstet und sie selber frei blieben. Die Lakedaimonier sandten ihm demnach den Thibron als Harmosten mit einem Heer...  (Üb.: Campe)
  • Thibron hatte zunächst kaum Erfolg (Xen.Hell.3,1,4-5; Diod.14,35f.)
 
399

Römische Geschichte

  • Archon: Aristokrates (Diod.Sic.)
  • Xenophon übergibt die restlichen 6000 Griechen Thibron in Sold. Dadurch kam er gegen die Perser zu einigen Erfolgen (Xen.Hell.3,1,6f.).
  • Thibron wird von dem "listenreichen" Derkylidas (Xen.Hell.3,1,8) abgelöst. Der erobert die Aiolis (Xen.Hell.3,1,9-3,2,1), baut 398 auf der Chersones eine Mauer quer über den Isthmos (Xen.Hell.3,2,6-10) und erobert Atarneus (Xen.Hell.3,2,11), zieht 397 auf Beschluss der Ephoren gegen Karien und schließt schließlich nach drei Jahren mit Tissaphernes und Pharnabazos einen Waffenstillstand. 
  • Feldzug Spartas gegen Elis (Xen.Hell.3,2,21-29; Paus.3,8,2; Diod.14,17). Die Ursachen bei Xen.Hell.3,2,21f. Agis brach einen ersten Zug wegen eines Erdbebens ab. Kurz darauf eroberten und plünderten die Spartaner Elis.
  • Hinrichtung des Sokrates
  • Sokratiker:
    • Eukleides (Megariker)
    • Antisthenes (Kyniker)
    • Aristippos (Kyrenaiker)
    • Platon (Akademiker)
398

Römische Geschichte

  • Archon: Euthykles (Diod.Sic.)
  • Elis unterwirft sich, schleift die Mauern seiner Hauptstadt und tritt die Vorherrschaft über seine Städte an Sparta ab. (Xen.Hell.3,2,30f.; Paus.3,8,2). Nach  Diod.14,34 vertrieben die Spartaner auch noch die Messenier aus Kephallenia und aus Naupaktos. 
  • König Agis stirbt. Es folgt ihm nicht sein (unehelicher) Sohn Leotychides, sondern sein Bruder Agesilaos (Xen.Hell.3.,3,1-4; Plut.Lys.22; Plut.Ages.3; Paus.3,8,4-5)
 
397

Römische Geschichte

  • Archon: Suniades (Diod.Sic.)
  • In Sparta Verschwörung des Kinadon, der nicht zu den ὅμοιοι, sondern den ὑπομείονες gehörte und den Hass der Neodamode, Perioiken und Heloten auf die Spartiaten ausnutzen wollte. (Xen.Hell.3,3,4-11; vgl. Aristot.Pol.5,6,2). 
    Der Anzeiger der Verschwörung berichtet vor den Ephoren:
    Xen.Hell.3,3,5: Textanker ἐρομένων δὲ τῶν ἐφόρων, πῶς φαίη τὴν πρᾶξιν ἔσεσθαι, εἶπεν ὁ εἰσαγγείλας, ὅτι ὁ Κινάδων ἀγαγὼν αὐτὸν ἐπὶ τὸ ἔσχατον τῆς ἀγορᾶς ἀριθμῆσαι κελεύοι, ὁπόσοι εἶεν Σπαρτιᾶται ἐν τῇ ἀγορᾷ. καὶ ἐγώ, ἔφη, ἀριθμήσας βασιλέα τε καὶ ἐφόρους καὶ γέροντας καὶ ἄλλους ὡς τετταράκοντα ἠρόμην· Τί δή με τούτους, ὦ Κινάδων, ἐκέλευσας ἀριθμῆσαι; ὁ δὲ εἶπε· Τούτους, ἔφη, νόμιζέ σοι πολεμίους εἶναι, τοὺς δ' ἄλλους πάντας συμμάχους πλέον ἢ τετρακισχιλίους ὄντας τοὺς ἐν τῇ ἀγορᾷ. ἐπιδεικνύναι δ' αὐτὸν ἔφη ἐν ταῖς ὁδοῖς ἔνθα μὲν ἕνα, ἔνθα δὲ δύο πολεμίους ἀπαντῶντας, τοὺς δ' ἄλλους ἅπαντας συμμάχους· καὶ ὅσοι δὴ ἐν τοῖς χωρίοις Σπαρτιατῶν τύχοιεν ὄντες, ἕνα μὲν πολέμιον τὸν δεσπότην, συμμάχους δ' ἐν ἑκάστῳ πολλούς. Die Ephoren fragten den, der die Anzeige gemacht hatte, wie das Unternehmen vor sich gehen solle. Kinadon, sagte er hierauf, habe ihn an den Rand des Marktes geführt und ihn aufgefordert zu zählen, wie viele Spartiaten auf dem Markte seien. Ich, sagte er, zählte, den König, die Ephoren, die Geronten und andere, alles in allem etwa vierzig. Darauf fragte ich den Kinadon, weshalb nun hast du mich diese zähen heißen? Er erwiderte: dies sind deine Feinde; alle anderen auf dem Markt, mehr al 4000 betrachte als deine Bundesgenossen! Ebenso, sagte er, habe ihm Kinadon auf den Straßen hier einen und dort einen von den Begegnenden als Feind bezeichnet, alle anderen als Bundesgenossen. Desgleichen unter den Personen, die auf den Gütern der Spartiaten lebten, sei einer Feind, nämlich der Herr, dagen auf jedem viele Verbündeten. (Üb.: Campe)
  • Die Verschwörung wird rücksichtslos niedergeschlagen.
 
396

Römische Geschichte

  • Archon: Phormion (Diod.Sic.)
  • Agesilaos begibt sich auf die Nachricht von bedeutenden Rüstungen des Großkönigs im Frühjahr nach Kleinasien. Er lässt sich drei Monate auf das Scheinangebot eines Waffenstillstandes durch Tissaphernes ein, dann fällt er in Phrygien ein (Xen.Hell.3,4,1-15).
  • Historiker: Xenophon, Ktesias, Philistos
395

Römische Geschichte

  • Archon:Diophantos (Diod.Sic.)
  • Auch in Lydien hat Agesilaos Erfolg (Xen.Hell.3,4,1-15). Tissaphernes wird deswegen gegen Tithraustes ausgetauscht. Der lässt durch Timokrates Theben, Korinth und Argos (vielleicht auch Athen) bestechen, militärisch gegen Sparta vorzugehen (Xen.Hell.3,4,25; Xen.Hell.3,5,1f., Paus.3,9,4; Plut.Ages.15). Daraus resultieren der Boiotische u. der Korinthische Krieg.
  • Der Boiotische Krieg: Die Thebaner mischen sich zugunsten der Lokrer in einen Grenzstreit mit den Phokern. Diese bitten Sparta um Hilfe. Lysandros wird geschickt, fällt aber bei einem Angriff auf Haliartos. Die Hilfe des Königs Pausanias kommt zu spät. Er kehrt wieder um, ohne eine Schlacht zu riskieren (Xen.Hell.3,5,3-24; Diod.14,81; Plut.Lys.27). 
  • Pausanias wird wegen erwiesener Feigheit (und in Erinnerung an seine Hilfe für die athenischen Demokraten aus dem Jahr 403) abgesetzt, kann aber rechtzeitig fliehen (Xen.Hell.3,5,25). Von seinen beiden unmündigen Söhnen Agesipolis und Kleombrotos, folgt ihm Agesipolis unter der Vormundschaft des Aristodemos. 
  • Agesilaos hatte in Kleinasien inzwischen einen Waffenstillstand mit Tithraustes (Xen.Hell.3,4,25f) und ein Bündnis mit König Otys (Xen.Hell.4,1,1-40) geschlossen.
394

Römische Geschichte

  • Archon: Eubulides (Diod.Sic.)
  • Der Korinthische Krieg (394-387)
  • Der Boiotische Krieg hatte zu einem Bündnis zwischen Thebanern, Athenern, Korinthern und Argivern geführt, dem Boiotischen Bund, dem auch Boiotien, Akarnanien und zwangsweise Thessalien beitraten (Diod.14,82; Xen.Hell.4,2,1). 
  • Im Frühjahr schwächen die Spartaner den Boiotischen Bund bei Korinth durch eine Niederlage (Xen.Hell.4,2,16f.).
  • Agesilaos wird zurückberufen und marschiert in einem Monat auf der Route des Xerxes (der 6 Monate benötigt hatte) nach Griechenland zurück . Er siegt bei Koroneia über die Alliierten (Xen.Hell.4,2,8; Plut.Ages.2,1; Nep.Ages.4).
  • Der Spartaner Peisandros und seine Flotte werden bei Knidos von Konon und Pharnabazos geschlagen. Peisandros fällt. Die spartanischen Harmosten werden von den meisten Inseln und Küstenstädten ausgewiesen. (Xen.Hell.4,3,10-12; Diod.14.83).
 
393

Römische Geschichte

  • Archon: Demostratos (Diod.Sic.)
  • Korinth ist der zentrale Sammelplatz der alliierten Truppen (Xen.Hell.4,4,1; Diod.14,86; Paus.3,8,6). 
    Xen.Hell.4.4.1: Textanker ἐκ δὲ τούτου ἐπολέμουν Ἀθηναῖοι μὲν καὶ Βοιωτοὶ καὶ Ἀργεῖοι καὶ οἱ σύμμαχοι αὐτῶν ἐκ Κορίνθου ὁρμώμενοι, Λακεδαιμόνιοι δὲ καὶ οἱ σύμμαχοι ἐκ Σικυῶνος. Darauf führten die Athener, Boioter, Argeier und ihre Bundesgenossen von Korinth aus Krieg, die Spartaner aber und ihre Bundesgenossen von Sikyon aus. (Üb.: E.G.)
  • Xenophon behandelt getrennt den Krieg zu Land (Xen.Hell.4,4-7) und den zur See (Xen.Hell.4,8-5,1). Die Datierungen sind im einzelnen sehr unsicher.
  • Die Athener stellen ihre Langen Mauern wieder her (Xen.Hell.4,8,7-10). Konon und Pharnabazos lassen die Strategie des Peloponnesischen Krieges wieder aufleben: Sie beunruhigen mit der Flotte die peloponnesische Küste und nehmen Kythera. Konon baut mit persischem Geld die Mauern Athens wieder auf. Die attischen Redner feiern ihn deswegen als Wiederbegründer der athenischen Hegemonie.
    Dem.20,68: Textanker πρῶτον μὲν τοίνυν Κόνωνα σκοπεῖτε, εἰ ἄρ' ἄξιον, καταμεμψαμένους ἢ τὸν ἄνδρα ἢ τὰ πεπραγμένα, ἄκυρόν τι ποιῆσαι τῶν ἐκείνῳ δοθέντων. οὗτος γάρ, ὡς ὑμῶν τινῶν ἔστιν ἀκοῦσαι τῶν κατὰ τὴν αὐτὴν ἡλικίαν ὄντων, μετὰ τὴν τοῦ δήμου κάθοδον τὴν ἐκ Πειραιῶς ἀσθενοῦς ἡμῶν τῆς πόλεως οὔσης καὶ ναῦν οὐδεμίαν κεκτημένης, στρατηγῶν βασιλεῖ, παρ' ὑμῶν οὐδ' ἡντινοῦν ἀφορμὴν λαβών, κατεναυμάχησεν Λακεδαιμονίους, καὶ πρότερον τοῖς ἄλλοις ἐπιτάττοντας εἴθισ' ἀκούειν ὑμῶν, καὶ τοὺς ἁρμοστὰς ἐξήλασεν ἐκ τῶν νήσων, καὶ μετὰ ταῦτα δεῦρ' ἐλθὼν ἀνέστησε τὰ τείχη, καὶ πρῶτος πάλιν περὶ τῆς ἡγεμονίας ἐποίησε τῇ πόλει τὸν λόγον πρὸς Λακεδαιμονίους εἶναι. (69) καὶ γάρ τοι μόνῳ τῶν πάντων αὐτῷ τοῦτ' ἐν τῇ στήλῃ γέγραπται· "ἐπειδὴ [Κόνων]" φησὶν "ἠλευθέρωσε τοὺς Ἀθηναίων συμμάχους."  (68) Betrachtet zuerst den Konon! Kann man an ihm und seinen Taten wohl irgend einen Tadel finden, der es rechtfertigte, die ihm bewilligten Vorrechte außer Kraft zu setzen? Denn dieser Mann besiegte, wie ihr von Männern aus eurer Mitte, die in seinem Zeitalter lebten, hören könnt, nach der Rückkehr der Volkspartei aus dem Peiraieus, als unser Staat kraftlos war und kein einziges Schiff besaß, als Feldherr des Perserkönigs die Lakedaimonier in einem Seetreffen, ohne von euch die geringste Unterstützung zu erhalten. Er nötigte dadurch diejenigen, welche früher nur Befehle gegeben hatten, euch zu gehorchen; vertrieb die Harmosten von den Inseln , kam darauf hierher, richtete die Mauern wieder auf und war der erste, der unsere Stadt wieder in den Stand setzte, den Lakedaimoniern die Hegemonie streitig zu machen. (69) Ihm allein zu Ehren hat man auf einer Säule die Inschrift eingegraben: "als Konon die athenischen Bundesgenossen befreite." (Üb. nach: Pabst)
  • 393/391 Neubau der Langen Mauern durch Konon (am Dipylontor an den polygonalen Orthostaten erkennbar)
392

Römische Geschichte

  • Archon: Philokles (Diod.Sic.)
  • Die Spartaner spielen ebenfalls die persische Karte, bieten dem  persischen Satrapen Tiribazos ein Bündnis an (Xen.Hell.4,8,12-16) und bringen ihn wenigstens dazu, ihnen Geld für eine Flotte zu geben (Xen.Hell.4,8,16; Diod.14,85) und Konon gefangen zu nehmen oder sogar zu töten (Nep.Con.5; Isokr.Paneg.154).
  • In Korinth gibt es einen handfesten Parteienkonflikt. Die Opposition selbst lässt die Spartaner in die Stadt. Als die Verbündeten sie wieder vertreiben wollen, erleiden sie bei Lechaion eine schwere Niederlage. Sie standen unter der Führung von Iphikrates aus Rhamnus. (Xen.Hell.4,4,2-12; Diod.14,86).
 
391

Römische Geschichte

  • Archon: Nikoteles (Diod.Sic.)
  • Durch einen Einfall des Agesilaos in das Gebiet von Argos(Xen.Hell.4,4,19) kontrollieren die Spartaner schließlich die gesamte nordöstliche Peloponnes. nach einem athenischen Intermezzo (Xen.Hell.4,4,18), erobert Agesilaos noch einmal Lechaion (Xen.Hell.4,4,19). Sein Bruder Teleutias unterstützt ihn von der See her mit 12 Trieren.
 
390

Römische Geschichte

Römische Geschichte

  • Archon: Demostratos (Diod.Sic.)
  • Iphikrates vernichtet eine spartanische Mora bei Lechaion und stellt so das Übergewicht der Verbündeten wieder her (Xen.Hell.4,5,9-17). 
  • Die Aktionen verlagern sich aufs Meer, zunächst aneinander vorbei: 
    • Der Spartaner Teleutias (27 Trieren) kämpft auf Rhodos gegen die Demokraten (Xen.Hell.4,5,23-24),
    • Der Athener Thrasybulos erobert mit 40 Trieren Byzantion und Chalkedon und schlägt den Therimachos, den spartanischen Harmosten in Methymna auf Lesbos.
    • Als sich Thrasybulos gegen Rhodos und Teleutias wendet, wird er in Aspendos ermordet (Xen.Hell.4,5,25-30; Diod.14,94; Dem.20,60)
  • Dem Spartaner Teleutias folgte als Flottenkommandant Hierax (Xen.Hell.5,1,5), dem wieder Antalkidas (Xen.Hell.5,1,6).
  • Iphikrates bereitet Anaxibios, dem spartanischen Harmosten in Abydos, eine Niederlage (Xen.Hell.4,8,34-39).
  • Der Krieg, der zwischen Aigina und Athen beginnt, bedeutet für Sparta eine erhebliche Entlastung (Xen.Hell.5,1,1-24).
 
389
  • Archon:Antipatros (Diod.Sic.)
 
388
  • Archon: Pyrgion (Diod.Sic.)
 
387

Römische Geschichte

  • Archon: Theodotos (Diod.Sic.)
  • Friede des Antalkidas (Königsfriede). Der Spartaner Antalkidas bringt den Perserkönig dazu, einen Sparta entlastenden Frieden zu schließen. Der Wortlaut des Vertrages bei Xenophon:
    Xen.Hell.5,1,31: Ἀρταξέρξης βασιλεὺς νομίζει δίκαιον τὰς μὲν ἐν τῇ Ἀσίᾳ πόλεις ἑαυτοῦ εἶναι καὶ τῶν νήσων Κλαζομενὰς καὶ Κύπρον, τὰς δὲ ἄλλας Ἑλληνίδας πόλεις καὶ μικρὰς καὶ μεγάλας αὐτονόμους ἀφεῖναι πλὴν Λήμνου καὶ Ἴμβρου καὶ Σκύρου· ταύτας δὲ ὥσπερ τὸ ἀρχαῖον εἶναι Ἀθηναίων. ὁπότεροι δὲ ταύτην τὴν εἰρήνην μὴ δέχονται, τούτοις ἐγὼ πολεμήσω μετὰ τῶν ταῦτα βουλομένων καὶ πεζῇ καὶ κατὰ θάλατταν καὶ ναυσὶ καὶ χρήμασιν. König Artaxerxes hält es für recht, dass die Städte in Asien ihm gehören und von den Inseln Klazomenai und Zypern, alle übrigen griechischen Städte aber, groß und klein, die Selbständigkeit erhalten, Lemnos, Imbros und Skyros ausgenommen; diese aber sollen wie vor alters Athen gehören. Wer aber von beiden Teilen diesen Frieden nicht annimmt, die werde ich bekriegen, gemeinschaftlich mit denen, die ihn annehmen, zu Wasser und zu Land, mit Schiffen und mit Geld.  (Üb.: Pabst)
  • Antalkidas erhält vom Perserkönig auch Schiffe gestellt, so dass er die Vormacht zur See gewinnen kann (Xen.Hell.5,1,25-28). Mit dieser Übermacht nötigt er auch andere griechische Städte wie Theben, den Vertrag anzunehmen.
  • Der Friede wurde von den attischen Rednern häufig als Schmach und Verrat an Griechenland gewertet (z.B.: Isokr.Paneg.115-128)
 

 

Sekundärliteratur

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Struktur und Transparenz : eine literaturwissenschaftliche Analyse der Feldherrnviten des Cornelius Nepos.
Stuttgart : Steiner, 2004
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Griechische Geschichte
[ 3000-1000 | 1200-776 | 776-590 | 595-510 | 509-500 | 499-479 | 478-431 | 431-404 | 404-387 | 386-362 | 361-338 | 336-323 | 323-280 | 280-221 | 220-146 ]
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