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Politische und kulturelle Entwicklung Roms

Die entwickelte Republik: 5. Abschnitt

Der 3. Makedonische Krieg (171-168) und der 3. Punische Krieg (149-146)

 

 

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Griechenland

Griechenland

Griechenland
Numidien Spanien
Italien Griechenland Numidien Spanien
188
Griechische Geschichte
  • Frieden von Apameia [Rückverweis
 
187
Griechische Geschichte
  • Bau der Via Aemilia von Ariminum nach Placentia durch den Konsul Marcus Aemilius Lepidus.
  • Scipio Africanus zieht sich aus der Politik zurück.
  • Zwischen Eumenes II. von Pergamon und dem König Pharnakes von Bithynien kommt es wegen Galatien zum Streit, der bis 179 dauert. 
 
186
  • SENATUSCONSULTUM DE BACCHANALIBUS: Der Senat versucht durch seinen Beschluss die Sittenlosigkeit und orgiastischen Auswüchse bei der Feier der Bacchanalien einzudämmen (Liv.39,9-19).
 
185
Griechische Geschichte
  • Konsulat des
    • Appius Claudius Pulcher
    • Marcus Sempronius Tuditanus
  • Nach Abschluss des Syrischen Krieges (Rückverweis192-189) forderte eine römische Gesandtschaft Philipp V. wegen der Eroberungen vor Gericht, die er im Windschatten des Krieges getätigt hatte (Liv.39,23-29).
  • In Apulien machen die Sklaven einen Aufstand.
184
Griechische Geschichte
  • Konsulat des
    • Publius Claudius Pulcher
    • Lucius Porcius Licinus
  • Censor
    • Marcus Porcius Cato Censorinus
  • Die Römer sprechen Philipp V. seine Eroberungen ab (Liv.39,33), was Philipp mit dem Ausspruch kommentiert haben soll "nondum omnium dierum solem occidisse" (es sei noch nicht aller Tage Sonne untergegangen). Nach neuen Vorwürfen (Liv.39,34f.) schickte Philipp seinen jüngeren Sohn Demetrios nach Rom. Durch die schlau kalkulierte Antwort, die ihm die Römer mit nach Hause gaben, lösten sie gezielt Streit im Könighaus aus (Polyb.24,1-2):
    Liv.39,46,6-39,47,1:Textanker [6] priusquam consules in provincias proficiscerentur, legationes transmarinas in senatum introduxerunt. nec umquam ante tantum regionis eius hominum Romae fuerat. [7] nam ex quo fama per gentes, quae Macedoniam accolunt, vulgata est crimina querimoniasque de Philippo non neglegenter ab Romanis audiri, multis operae pretium fuisse queri, [8] pro se quaeque civitates gentesque, singuli etiam privatim ‑ gravis enim accola omnibus erat ‑ Romam aut ad spem levandae iniuriae aut ad deflendae solacium venerunt. [9] et ab Eumene rege legatio cum fratre eius Athenaeo venit ad querendum simul quod non deducerentur ex Thracia praesidia, simul quod in Bithyniam Prusiae bellum adversus Eumenem gerenti auxilia missa forent.   (6) Ehe die Konsuln in ihre Provinzen abreisten, führten sie die Gesandtschaften von jenseits des Meeres in den Senat ein. Und niemals vorher waren so viele Leute aus dieser Gegend in Rom gewesen. (7) Denn seit sich bei den Völkern, die an Makedonien grenzen, das Gerücht verbreitet hatte, die Beschuldigungen und Klagen über Philipp würden von den Römern nicht gleichgültig angehört und viele hätten es der Mühe wert gefunden, sich zu beschweren, kamen Staaten und Völker, (8) einzelne auch nur für sich persönlich nach Rom, - denn er war für alle ein lästiger Nachbar - entweder in der Hoffnung, Milderung ihrer Beschwerden oder Trost zu finden, wenn sie ihr Schicksal beweinten. (9) Auch von König Eumenes kam eine Gesandtschaft mit seinem Bruder Athenaeus, um Beschwerde zu führen, zugleich weil die Besatzungen nicht aus Thrakien abzogen, zugleich weil dem Prusias, der Krieg gegen Eumenes führte, Hilfsvölker nach Bithynien geschickt worden wären.  
    [47,1] respondendum ad omnia iuveni tum admodum Demetrio erat. cum haud facile esset aut ea, quae obicerentur, aut quae adversus ea dicenda erant, memoria complecti [2] ‑ nec enim multa solum, sed etiam pleraque oppido quam parva erant, de controversia finium, de hominibus raptis pecoribusque abactis, de iure aut dicto per libidinem aut non dicto, de rebus per vim aut gratiam iudicatis ‑ , [3] nihil horum neque Demetrium docere dilucide nec se satis liquido discere ab eo senatus cum cerneret posse, simul et tirocinio et perturbatione iuvenis moveretur, quaeri iussit ab eo, ecquem de his rebus commentarium a patre accepisset. [4] cum respondisset accepisse se, nihil prius nec potius visum est, quam regis ipsius de singulis responsa accipere. librum extemplo poposcerunt, deinde ut ipse recitaret, permiserunt. [5] erant autem de singulis rebus in breve coactae causae, ut alia fecisse se secundum decreta legatorum diceret, alia non per se stetisse, quo minus faceret, sed per eos ipsos, qui accusarent. [6] interposuerat et querellas de iniquitate decretorum, et quam non ex aequo disceptatum apud Caecilium foret indigneque sibi nec ullo suo merito insultatum ab omnibus esset. [7] has notas irritati eius animi collegit senatus: ceterum alia excusanti iuveni, alia recipienti futura ita, ut maxime vellet senatus, [8] responderi placuit nihil patrem eius neque rectius nec magis quod ex voluntate senatus esset, fecisse, quam quod, utcumque ea gesta essent, per Demetrium filium satisfieri voluisset Romanis. [9] multa et dissimulare et oblivisci et pati praeterita senatum posse, et credere etiam Demetrio [credendum esse]. [10] obsidem enim se animum eius habere, etsi corpus patri reddiderit, et scire, quantum salva in patrem pietate possit, amicum eum populi Romani esse, [11] honorisque eius causa missuros in Macedoniam legatos, ut si quid minus factum sit quam debuerit, tum quoque sine piaculo rerum praetermissarum fiat. velle etiam sentire Philippum integra omnia sibi cum populo Romano Demetrii filii beneficio esse.  (1) Auf all dies musste der damals noch jugendliche Demetrius antworten; doch es war nicht leicht, teils das, was zum Vorwurf gemacht wurde, teils was dagegen zu sagen war, mit dem Gedächtnis zu umfassen. (2) Denn es war nicht nur viel, sondern meistens auch sehr geringfügig, über Grenzstreitigkeiten, über Menschenraub, Wegtreibung von Vieh, über willkürliches Gericht oder Rechtsverweigerung, über gewalttätige oder parteiische Urteile. (3) Da der Senat sah, dass Demetrius über keines von diesen Dingen deutlich Auskunft geben, noch dass er selber es von ihm bestimmt genug erfahren konnte, und da er zugleich durch die Unerfahrenheit und Verwirrung des jungen Menschen gerührt wurde, so ließ er ihn fragen, ob er von seinem Vater eine Denkschrift über diese Gegenstände erhalten hätte. (4) Da er dies bejahte, schien ihnen nichts zweckmäßiger und vorzüglicher, als die Antwort des Königs selbst über das Einzelne zu vernehmen. Sie forderten sogleich die Schrift, danach erlaubten sie ihm, sie selber vorzulesen. (5) Es waren eben die Ursachen über das Einzelne kurz zusammengefasst: er wies nach, er habe einiges nach den Beschlüssen der Bevollmächtigten getan ; bei anderem habe es nicht bei ihm gestanden, es nicht zu tun, sondern bei denen, die ihn anklagten. (6) Er hatte auch Klagen eingemischt über die Unbilligkeit der Beschlüsse, und wie der Streit vor Caecilius gar nicht mit gleichen Waffen geführt worden sei und wie er auf eine unwürdige Weise und ganz ohne sein Verschulden von allen verhöhnt worden sei. (7) Dies nahm der Senat als Äußerungen seines gereizten Gemütszustandes; da der Jüngling übrigens einiges entschuldigte, von anderem versicherte, es werde so geschehen, wie der Senat es wolle, (9) beschloss man zu antworten, sein Vater habe nichts getan, was besser oder mehr nach dem Wunsche des Senats sei, als dass er, was auch immer geschehen sei, durch seinen Sohn Demetrius habe entschuldigen lassen. (9) Der Senat könne vieles von dem Vergangenen übersehen, vergessen und sich gefallen lassen, und er glaube auch, dass man dem Demetrius trauen dürfe; (10) denn sie hätten seine Gesinnung als Bürge, wenn er schon seinen Leib dem Vater zurückgebe; und sie wüssten, dass er, soweit es ihm die kindliche Liebe gestatte, ein Freund des römischen Volkes sei, (11) und sie würden ihm zu Ehren Gesandte nach Makedonien schicken, damit, wenn etwas nicht ganz so geschehen sei, wie es hätte sein sollen, es auch dann noch ohne Sühne für das Vergangene geschehe; er wolle auch, dass Philipp merken sollte, dass durch Verdienst seines Sohnes Demetrius sein ganzes Verhältnis zum römischen Volk noch unverändert bestehe.    
  • Perseus, der ältere Sohn Philipps V., war über die Bevorzugung seines Bruders durch die Römer so aufgebracht (Polyb.24,3-8), dass es zum Streit kam und Philipp den jüngeren Demetrios schließlich vergiften ließ (Liv.39,53; Liv.40,2-16; Liv.40,20,24).
  • Einführung einer Luxussteuer durch den Censor Marcus Porcius Cato, der überhaupt das Altrömische gegenüber dem griechischen Einfluss zu behaupten sucht.
  • Bau der Basilica Porcia auf dem Forum, einer ersten Markt- und Gerichtshalle in Rom [Basilica IuliaVorverweis179]
  • Marcus Porcius Cato als Schriftsteller. U.a. Origines.
183
Griechische Geschichte
  • Mutina und Parma werden römische Colonien
  • Drei bedeutende Todesfälle (Liv.39,49-52; cf. Polyb.24,9; Plut.Philop.18,21; Zonar.9,21; Oros.4,20; Val.Max.5,3,2; Cic.sen.19):
    • Hannibal tötet sich in Bithynien, als eine römische Gesandtschaft unter Titus Quinctius Flamininus von Prusias seine Auslieferung fordert (Nep.Hann.12). Zuvor hatte er in einer Flugschrift an die  Rhodier die "Schandtaten" des Gnaeus Manlius Vulso angeprangert, erzielte damit aber keine propagandistische Wirkung.
    • Tod Philopoimens, des Strategen des Achäischen Bundes.
 
182
  • LEX ORCHIA SUMPTUARIA auf Antrag des Volkstribunen Gaius Orchius. Es war das erste mehrerer Gesetze, die der Beschränkung des Aufwandes  bei Gastmählern dienten. (Macrob.Sat.3,17)
    • 161 Lex Fannia wendet sich durch Kostenbegrenzung gegen Luxus bei Tisch. Sie verbietet Mahlzeiten, die den Preis von 100 Asse übersteigen; außerdem die Einfuhr ausländischen Weins (vinum alienigenum) und die Geflügelmast. (Gell.2,24,2-6; Plin.nat.10,50,139).
    • 144 Lex Didia, die die Lex Fannia auf ganz Italien ausweitet und auch den Gast in die Verantwortung nimmt.
    • Lex Licinia
    • Lex Cornelia
    • Lex Aemilia
    • Lex Antia
    • Lex Iulia
  • Lucius Aemilius Paullus unterwirft die Ligurer
 
181
  • Römische Colonie Aquileia im Gebiet der Veneter, wichtig als Knotenpunkt für den Nordhandel. 
  • Erhebung in Sardinien.
  • LEX CORNELIA BAEBIA DE AMBITU: Von den beiden Konsuln beantragtes Gesetz, das sich wie die LEX CORNELIA FULVIA DE AMBITU von Vorverweis159 gegen Wahlbestechung richtet.
  • Die Amtszeit der Prätoren wird für Sardinien auf zwei Jahre verlängert.
  • In Spanien erheben sich die Lusoner, Beller und Tittier. 
  • Tempel der Venus Erycina (Quirinal) und der Pietas
  • Grab des Numa Pompilius wieder entdeckt.
180
  • LEX VILLIA ANNALIS (Liv.40,44), ein Plebiszit des Tribunen Lucius Villius, das das jeweilige Mindestalter für die Amtsübernahme im Lauf des "cursus honorum" bestimmt. Es lässt sich aus der Biographie Ciceros ableiten, der jedes Amt "suo anno" begleitet hat (Cic.off.2,59): Quaestur: 31; Aedilität: 37; Praetur: 40; Konsulat 43 Jahre. Zwischen zwei Ämtern mussten zwei amtsfreie Jahre liegen. (Von Sulla in der LEX CORNELIA DE MAGISTRATIBUS von Vorverweis82 fortgeführt).

    Liv.40,44,1:Textanker eo anno rogatio primum lata est ab L. Villio tribuno plebis, quot annos nati quemque magistratum peterent caperentque.

    In diesem Jahr wurde zuerst der Gesetzesvorschlag vom Volkstribunen Lucius Villius gemacht, in welchem Alter man sich um jedes Staatsamt bewerben und es erhalten dürfe.  (Üb. nach Gerlach)
  • Vertrag unter der Federführung des Praetors Tiberius Sempronius Gracchus zwischen Rom und den Keltiberern. 
 
179
Griechische Geschichte
  • Konsulat des
    • Quintus Fulvius Flaccus
    • Lucius Manlius Acidinus Fulvianus
  • Philipp V. von Makedonien stirbt (Liv.40,54-58). Perseus wird sein Nachfolger.
  • Perseus ließ sich klug seine Nachfolge von den Römern bestätigen (Polyb.26,5). Dies hinderte ihn nicht daran, auf einen Krieg gegen Rom hinzuarbeiten:
    • Er suchte Bündnisse mit den Griechen zu schließen (Liv.41,22-26); nur Athen und der Achäische Bund versagten sich seinen Wünschen.
    • Er knüpfte verwandtschaftliche Beziehungen zu König Prusias von Bithynien und zu Seleukos aus Syrien (Liv.42,12).
    • Er wurde zusätzlich durch das hohe Maß an Rüstungen den Römern verdächtig.
  • [Rückverweis212] Tiberius Sempronius Gracchus unterwirft die Keltiberer in Spanien (Vertrag mit den Lusonern) (Liv.40,47-50; Polyb.26,4; App.Hisp.43). Anschließend führen die Römer bei relativer Ruhe bis 150 mit wechselndem Erfolg den Krieg gegen die Lusitaner.[Vorverweis154 | Vorverweis150]
  • Tiberbrücke (Pons Aemilius) 
  • Basilica Aemilia, wie bereits die Basilica Porcia [ Rückverweis184] eine Markt - und Gerichtshalle) 
  • Tempel der
    • Lares
    • Diana
    • Iuno Regina (bei der Porticus der Octavia)
  • Theater für die Ludi Apollinares.
178
  • Konsulat des
    • Marcus Iunius Brutus
    • Aulus Manlius Vulso
  • Vertrag unter der Federführung des Praetors Tiberius Sempronius Gracchus zwischen Rom und den Keltiberern. 
  • Publius Cornelius Scipio [13] adoptiert den leiblichen Sohn des Lucius Aemilius Paullus, den späteren Publius Cornelius Scipio Aemilianus Africanus minor Numantinus [17].
  • Kampfe gegen die Istrer (östlich von Aquileia) und gegen die Ligurer, die erst im nächsten Jahr unterworfen werden.
177
  • Triumph des Konsuls Gaius Claudius Pulcher.
  • Der Konsul Tiberius Sempronius Gracchus unternimmt einen Feldzug in Sardinien
  • Römische Colonie Luna im Grenzgebiet von Etrurien und Ligurien. Bau der Via Aurelia, die an der Küste von Rom nach Luna führt.
 
176
  • Konsulat des
    • Gnaeus Cornelius Scipio Hispallus
    • Quintus Petillius Spurinus
  • Consul suffectus
 
175
Griechische Geschichte
 
174
  • Konsulat des
    • Spurius Postumius Albinus Paullulus
    • Quintus Mucius Scaevola
 
173
  • Konsulat des
    • Lucius Postumius Albinus
    • Marcus Popillius Laenas
  • Feldzug gegen Corsica.
  • Der Triumph des Praetors Gaius Cicereius findet auf den Mons Albanus statt, weil der Senat gegen das Kapitol Einwände hat.
  • Ausweisung epikureischer Philosophen aus Rom
172
  • Konsulat des
    • Gaius Popillius Laenas
    • Publius Aelius Ligus
  • Zum ersten Mal wird das Konsulat von zwei Plebeiern bekleidet. Diese Konstellation wiederholt sich später unter anderem in den Jahren 167, 163, 153, 149, 139. 
  • Eumenes II. von Pergamon kommt persönlich mit einer Liste von Vorwürfen und Beschuldigungen gegen Perseus (vgl. Rückverweis179) nach Rom (Liv.42,11; Liv.42,11). 
  • Eine römische Gesandtschaft versucht in Griechenland, die einzelnen Städte davon abzubringen, mit Perseus ein Bündnis einzugehen. Vor Perseus selbst geben die Römer, um Zeit zu gewinnen, ihre feste Entschlossenheit zum Krieg noch nicht zu erkennen (Liv.42,37-44; Liv.42,47; Liv.42,52).
 
171
Griechische Geschichte
  • 3. Makedonischer Krieg (171-168):
    • Anfang des Jahres erklärt Rom den Krieg.
    • Anlass gaben die Eroberungen Philipps während des Syrischen Krieges (Rückverweis192-189) (Liv.39,23) und die Kriegsvorbereitungen seines Sohnes und Nachfolgers Perseus (vgl. Rückverweis179).
    • Die Truppenstärke des Perseus betrug 43000 Mann (Liv.42,51), die er aber nach Polyb.28,9,4 aus ängstlicher Zurückhaltung nicht richtig einsetzte. 
  • Der Konsul Publius Licinius Crassus unterliegt bei Larissa in einem Reitergefecht (Liv.42,57-60). 
    Polyb.27,9,1-3:Textanker [1] Ὅτι τῆς κατὰ τὴν ἱππομαχίαν φήμης μετὰ τὴν νίκην τῶν Μακεδόνων εἰς τὴν Ἑλλάδα διαγγελθείσης ἐξέλαμψε καθαπερεὶ πῦρ ἡ τῶν πολλῶν πρὸς τὸν Περσέα διάθεσις, τὸν πρὸ τούτου χρόνον ἐπικρυπτομένων τῶν πλείστων. [2] ἦν δὲ περὶ αὐτοὺς τοιαύτη τις, ἐμοὶ δοκεῖ, διάθεσις· παραπλήσιον ἦν τὸ γινόμενον τῷ συμβαίνοντι περὶ τοὺς γυμνικοὺς ἀγῶνας. [3] καὶ γὰρ <ἐν> ἐκείνοις ὅταν πρὸς ἐπιφανῆ καὶ ἀήττητον ἀθλητὴν εἶναι δοκοῦντα συγκαταστῇ ταπεινὸς καὶ πολὺ καταδεέστερος ἀνταγωνιστής, εὐθέως ἀπομερίζει τὰ πλήθη τὴν εὔνοιαν τῷ καταδεεστέρῳ καὶ θαρρεῖν παρακαλεῖ καὶ συνεξανίσταται τούτῳ ταῖς ὁρμαῖς· (1) Als sich die Kunde von dem makedonischen Sieg in der Reiterschlacht über ganz Griechenland verbreitete, flammte wie ein Feuer die Stimmung der Menge für Perseus auf, mit der vorher die meisten hinter dem Berge gehalten hatten. (2) Um diese Stimmung zu erklären, zieht man, glaube ich am besten einen oft zu beobachtenden Vorgang bei Sportwettkämpfen heran. (3) Wenn dort gegen einen berühmten, für unbesiegbar gehaltenen Athleten ein weit unterlegener, unausgewiesener Gegner antritt, wendet das Publikum seine Sympathien sofort dem Schwächeren zu, ermutigt ihn durch lauten Zuruf und geht mit jeder seiner Bewegungen mit, als führte es sie selber aus. (Üb. H.Drexler)
  • Trotz des propagandistischen Vorteils versucht Perseus mehrfach mit Rom einen Frieden zu schließen. 
  • Erbauung der Via Cassia, die durch Etrurien führt.
 
170
  • Der Konsul Aulus Hostilius erleidet bei dem Versuch, in Makedonien einzufallen, einen Rückschlag (Liv.44,2; Plut.Aem.Paul.9,3f).
  • Epeiros fällt von den Römern ab (Polyb.27,13; Liv.43,18)
  • Im Winter waren Perseus in Illyrien Eroberungen gelungen (Liv.43,18-23).
  • Durch die LEX VOCONIA werden Frauen der ersten Zensusklasse von Erbschaften ausgeschlossen.
  • Aus Pergamon wird der Philologe Krates aus Mallos als Gesandter nach Rom geschickt.
  • Basiclica Sempronia auf dem Forum
169
  • Der Einfall des Konsuls Q. Marcius Philippus in Makedonien bleibt trotz seiner Kühnheit ebenfalls ohne einen bemerkenswerten Erfolg (Liv.44,1-5).
 
168
  • Perseus gewinnt den Illyrerkönig Genthios als Verbündeten (Liv.44,23). Auch andere Griechen scheinen bereit, an seine Seite zu treten, sogar Rhodos und Eumenes (Liv.45,23-25; Liv.43,13-15; Liv.43,20; Polyb.29,3-7). 
  • Der Konsul L. Aemilius Paullus, der Sohn des bei Cannae gefallenen Konsuls, steht Perseus zunächst am Enipeus gegenüber, zwingt ihn aber, seine Verschanzungen zu verlassen. 
  • L. Aemilius Paullus schlägt König Perseus am 22. Juni entscheidend bei Pydna (Liv.44,40-42; Plut.Aem.Paul.16-21; Eutr.4,7). Perseus kann zunächst entfliehen, doch gelingt es dem Praetor Gnaeus Octavius, ihn bei Samothrake gefangen zu nehmen (Liv.44,43-46; Liv.45,4-9). Perseus stirbt 165 in römischer Gefangenschaft in Alba am Fuciner See (Liv.45,40; Diod.31,2).
 
167
Griechische Geschichte
  • Konsulat des
    • Quintus Aelius Paetus
    • Marcus Iunius Pennus
  • Die Römer erklären Makedonien für frei (Liv.45,18,7-8). 
  • Die Freiheit bezahlten die Makedonen mit einer Aufteilung in vier Bezirke, die weder das Recht auf commercium noch auf conubium besaßen. Die Hauptstädte waren im einzelnen Amphipolis, Thessalonike, Pella und Pelagonia (Liv.45,28f.; Liv.4532). Darüber führten die Makedonen auch Klage:Liv.45,30,1. Die Aufteilung führte zu einer weitgehenden inneren Destabilisierung des Landes [Vorverweis152].
  • Lucius Aemilius Paullus führt auf seinem Triumphzug griechische Kunstwerke wagenweise vor. Er eignet sich die Bibliothek des Perseus an und wird so zum ersten römischen Besitzer einer griechischen Privatbibliothek. Nach Delphi weiht er ein mit Reliefplatten geschmücktes Reiterstandbild.
  • Den Römern wird aufgrund der großen Beute die Vermögenssteuer erlassen (Cic.off.2,76; Plut.Paul.38; Plin.nat.23,17,56)
  • Die Römer ergreifen Zwangsmaßnahmen gegen den Achäischen Bund, obwohl er kein Bündnis mit Perseus eingegangen war (Polyb.28,3-7). Allerdings wurde einige Patrioten, besonders Lykortas, Archon und Polybios (Polyb.28,3), von Polykrates und Andronidas verklagt, mit Perseus gemeinsame Sache gemacht zu haben. Als diese sich für unschuldig erklärten und sich in jeder Form  rechtfertigen wollten, wurden sie mit insgesamt tausend vornehmen achäischen Geiseln nach Italien verbracht und dort festgehalten; unter ihnen auch Polybios (Polyb.30,10; Liv.45,31; Paus.7,10,2).
  • Für die Rhodier, die zu Perseus gestanden hatten, setzte sich Marcus Porcius Cato mit einer Rede im Senat ein.
  • Der römische Gesandte Gaius Popilius Laenas trifft Antiochos IV. Epiphanes in Eleusis bei Alexandreia und fordert von ihm die Räumung Ägyptens (6. Syrischer Krieg).
  • Der Abbruch des Livianischen Werkes mit dem Jahr 167 bedeutet für die folgenden 13 Jahre einen schweren Verlust an Quellenmaterial. 
  • Tempel der "Fortuna huius diei"
  • Porticus Octavia (Säulenhalle des Octavius) 
  • Marcus Pacuvius, der Neffe des Ennius schreibt ein Bühnenstück "Paullus"
  • Mit diesem Jahr bricht der erhaltene Teil des Geschichtswerkes des Titus Livius ab.
  • Gaius Sulpicius Gallus sagt eine Mondfinsternis voraus.
166
  • Publius Terentius Afer (ca. 190-159) (Komödiendichter. Sechs erhaltene Stücke)
  • Lucius Afranius (Komödiendichter)
165
  • Konsulat des
    • Titus Manlius Torquatus
    • Gnaeus Octavius
  • Perseus stirbt in römischer Gefangenschaft
 
164
  • Konsulat des
    • Aulus Manlius Torquatus
    • Quintus Cassius Longinus
 
163
  • Damasippos lässt in Phakos die Synhedroi umbringen und flieht anschließend an den Hof des späteren Ptolemaios VIII. (Euergetes II.) (Polyb.31,17)
 
162
 
161
  • Masinissa dringt erneut auf karthagisches Gebiet zur Kleinen Syrte hin vor. Rom entscheidet zugunsten Masinissas (Polyb.21,31; Liv.34,62).
  • LEX FANNIA wendet sich durch Kostenbegrenzung gegen Luxus bei Tisch. Sie verbietet Mahlzeiten, die den Preis von 100 Asse übersteigen; außerdem die Einfuhr ausländischen Weins (vinum alienigenum) und die Geflügelmast. (Gell.2,24,2-6; Plin.nat.10,50,139).[Rückverweis182]
  • Durch Senatsbeschluss werden Rhetoren und Philosophen aus Rom vertrieben (Athen.12,547; Gell.15,11)
160
 
159
  • LEX CORNELIA FULVIA DE AMBITU: Von den beiden Konsuln beantragtes Gesetz, das sich wie die LEX CORNELIA BAEBIA DE AMBITU von Rückverweis181 gegen Wahlbestechung richtet. Verstöße werden mit einer Amtssperre von 10 Jahren geahndet.
 
158
  • Konsulat des
    • Marcus Aemilius Lepidus
    • Gaius Popillius Laenas (II)
  • Es wird gesetzlich verboten, Porträtdenkmäler in der Öffentlichkeit aufzustellen.
 
157
  • Konsulat des
    • Sextus Iulius Caesar
    • Lucius Aurelius Orestes
  • Römische Colonie Auximum in Picenum
  • 157-155: Publius Cornelius Scipio Nasica Corculum [ 12] führt Krieg gegen die Dalmater
  • Tempel des Hercules
156
  • Konsulat des
    • Lucius Cornelius Lentulus Lupus
    • Gaius Marcius Figulus (II)
  • LEX AELIA und LEX FUFIA: Beide Gesetze bestimmten, dass kurulische Beamte den Volkstribunen Vorzeichne mitteilen sollten, die gegen die Einberufung oder Fortführung einer Volksversammlung sprachen ("obnuntiatio").
 
155
  • Athen liegt mit den Boiotern wegen Oropos im Streit. Um für seinen Standpunkt bei den den Römern zu werben schickt es eine "Philosophengesandtschaft" nach Rom, jeweils die Schulvorsteher: der Akademiker Karneades, der Peripatetiker Kritolaos und der Stoiker Diogenes. Ihre Reden werden im Senat von dem Annalisten Gaius Acilius übersetzt. Cato sorgt für eine rasche "Abreise" der Philosophen, um die römische Jugend vor der Verführung griechischer Bildung zu bewahren (Cic.off.2,115ff.; Tusc.4,5; Plut.Cat.22). 
  • Publius Cornelius Scipio Nasica Corculum [12] nimmt Delminium ein und unterwirft die Dalmater.
 
154
  • Spanischer Krieg (154-133). Beginn des Krieges durch den Aufstand der Lusitaner und Keltiberer (Beller, Arevaker), die unter ihrem Führer Punicus sofort bedeutende Erfolge gegen die Römer erzielen. Die Hauptphase des Krieges ist der Viriatische Krieg ( Vorverweis148-139), mit der Ermordung des Viriatus endet. Der Spanische Krieg endet mit der Einnahme von Numantia (Vorverweis133).
  • Marcus Pacuvius (ca. 219-130) (Tragödiendichter) (Cic.Brut.229)
153
  • Der Amtsantritt der Konsuln wird vom 15. März auf den 1. Januar verlegt, zunächst um ein früheres Erscheinen des Quintus Fulvius Nobilior in Spanien zu gewährleisten (Liv.47).
  • Quintus Fulvius Nobilior wird am 23. August  bei Numantia überfallen und verliert eine ganze Legion (dies ater) (App.Hisp.45).
  • Cato reist noch in hohem Alter nach Karthago. Nach seiner Rückkehr dringt er noch stärker auf seine Zerstörung, womit er sich in Gegensatz unter anderen besonders zu Scipio Nasica [16] befindet.
  • Das gesamte Jahr 153 gilt als Unglücksjahr für Rom
 
152
  • Die Makedonen richten umsonst die Bitte an Rom, Publius Cornelius Scipio Aemilianus, den Sohn des Lucius Aemilius Paullus, die Ordnung in Makedonien wieder herstellen zu lassen. Scipio war durch Spanien abgelenkt (Polyb.35,4,10ff.; Oros.4,21,2)
 
151
Griechische Geschichte
  • Die für Spanien ausgehobenen Soldaten meutern.
  • Es werden Baugesetze erlassen, die die Häuserhöhe und Mauerdicke regeln.
  • Der Konsul Lucius Licinius geht eigenmächtig und brutal gegen die Vakkäer vor, so dass er nur mit Mühe einem Prozess in Rom entgeht (App.Hisp.52-55) 
  • Mit dem "cippus Abellanus" hat sich in oskischer Sprache ein Vertrag zwischen Nola und Abella erhalten, der die Nutzung des gemeinsamen Heraklestempels regelt.
  • Tempel der Felicitas am Velabrum
150
  • [Rückverweis172] Der Praetor Servius Sulpicius Galba kann die Lusitaner täuschen und bis zu ihrer erneuten Erhebung Vorverweis148 besiegen. Er ließ den größten Teil erbarmungslos niedermetzeln. Einer Anklage des Volkstribunen Lucius Scribonius Libo und des Cato entkam er 149 nur mit knapper Not. (App.Hisp.59-62; Oros.4,21; Val.Max.9,6,2; Liv.49).
  • Da sich Karthago gegen die Eroberungen Masinissas militärisch zur Wehr setzt, kommt es zum Konflikt mit Rom. Am  nachdrücklichsten spricht sich Cato mit seinem "ceterum censeo..." für eine Zerstörung Karthagos aus. (Das Zitat ist nirgends wörtlich belegt. Nahe kommen Plut.Cat.27,3; Plin.nat.15,74).
  • Lucius Afranius (Dichter von Komödien in römischem Gewand, der fabula togata)
  • Erste Terra sigillata (reliefierte Tongefäße) aus Arretium
149
Griechische Geschichte
  • LEX CALPURNIA REPETUNDIS, die das Vergehen "de repetundis" definiert und das Prozessverfahren festlegt (Cic.Brut.106; Cic.off.2,75; Cic.div. in Caec.18) auf Antrag des Tribunen Lucius Calpurnius Piso Frugi
  • Einführung der Quaestiones perpetuae (Cic.Brut.106) auf Antrag des Lucius Calpurnius Piso Frugi: Es handelt sich dabei um einen ständigen Gerichtshof, der zunächst für bestimmte Vergehen (crimina), wie hier für die Repetundenprozesse (de pecuniis repetundis), zuständig ist. Bisher waren solche Vergehen vor dem Volk verhandelt worden.
  • 3. Punischer Krieg (149-146)
    Masinissa beanspruchte einen Teil des karthagischen Gebietes [Rückverweis193] (Liv.34,62; Liv.40,17; Liv.40,34; Liv.41,22; Liv.42,23f.; Liv.43,3; App.Pun.68f.)
    Polyb.32,2:Textanker  Ὅτι κατὰ τὴν Λιβύην Μασαννάσας θεωρῶν τὸ πλῆθος τῶν πόλεων τῶν περὶ τὴν μικρὰν Σύρτιν ἐκτισμένων καὶ τὸ κάλλος τῆς χώρας, ἣν καλοῦσιν Ἐμπόρια, καὶ πάλαι τὸ πλῆθος τῶν προσόδων τῶν γινομένων ἐν τούτοις τοῖς τόποις ὀφθαλμιῶν, ἐπεβάλετο καταπειράζειν τῶν Καρχηδονίων οὐ πολλοῖς ἀνώτερον χρόνοις τῶν νῦν λεγομένων καιρῶν. τῆς μὲν οὖν χώρας ταχέως ἐγενήθη κύριος, ἅτε τῶν ὑπαίθρων κρατῶν διὰ τὸ τοὺς Καρχηδονίους αἰεὶ μὲν ἀλλοτρίους ὑπάρχειν τῆς ἐν τῇ γῇ χρείας, τότε δὲ καὶ τελέως ἐκτεθηλύνθαι διὰ τὴν πολυχρόνιον εἰρήνην· τῶν δὲ πόλεων οὐκ ἠδυνήθη γενέσθαι κύριος διὰ τὸ τοὺς Καρχηδονίους ἐπιμελῶς τηρεῖν αὐτάς. ἀμφοτέρων δὲ ποιουμένων τὴν ἀναφορὰν ἐπὶ τὴν σύγκλητον ὑπὲρ τῶν ἀμφισβητουμένων, καὶ πρεσβευτῶν πολλάκις ἐληλυθότων διὰ ταῦτα παρ ἑκατέρων, αἰεὶ συνέβαινε τοὺς Καρχηδονίους ἐλαττοῦσθαι παρὰ τοῖς Ῥωμαίοις, οὐ τοῖς δικαίοις, ἀλλὰ τῷ πεπεῖσθαι τοὺς κρίνοντας συμφέρειν σφίσι τὴν τοιαύτην γνώμην, ἐπείτοι χρόνοις οὐ πολλοῖς ἀνώτερον αὐτὸς ὁ Μασαννάσας διώκων τὸν Ἀφθῆρα τὸν ἀποστάτην μετὰ στρατοπέδου δίοδον ᾐτήσατο τοὺς Καρχηδονίους διὰ ταύτης τῆς χώρας, οἱ δ οὐχ ὑπήκουσαν, ὡς οὐδὲν αὐτῷ προσηκούσης. οὐ μὴν ἀλλὰ τέλος εἰς τοῦτο συνεκλείσθησαν οἱ Καρχηδόνιοι διὰ τῶν ἀποφάσεων κατὰ τοὺς νῦν λεγομένους καιροὺς ὥστε μὴ μόνον τὰς πόλεις καὶ τὴν χώραν ἀποβαλεῖν, ἀλλὰ καὶ πεντακόσια τάλαντα προσθεῖναι τῆς καρπείας τῶν χρόνων, ἐξ οὗ συνέβη γενέσθαι τὴν ἀμφισβήτησιν. Als Masinissa  - um damit zu Libyen überzugehen - die Menge der Städte, die um die Kleine Syrte herumliegen, und die Schönheit des Landes bedachte - man nennt es die Emporien (Faktoreien) -, auf dessen reiche Einkünfte er schon lange ein Auge geworfen hatte, beschloss er - es war nicht lange vor dem Zeitpunkt, an dem wir stehen - die Karthager durch einen Angriff herauszufordern. Es gelang ihm schnell, sich zum Herrn des flachen Landes zu machen, da die Karthager von jeher den Kampf zu Lande gescheut hatten, jetzt aber durch den langdauernden Frieden gänzlich verweichlicht waren; der Städte dagegen, die von den Karthagern mit allen Mitteln gesichert wurden, konnte er sich nicht bemächtigen. Beide appellierten wegen ihres Streits an den Senat, und mehrmals kamen deswegen Gesandte von ihnen nach Rom. Dabei wurde Masinissa von den Römern stets begünstigt, nicht weil er im Recht gewesen wäre, sondern weil den Schiedsrichtern dies in ihrem Interesse zu liegen schien. <Der Rechtsanspruch der Karthager nämlich war dadurch beweisen>, dass Masinissa selbst nicht lange vorher, als er den abtrünnigen Aphthér mit einem Heer verfolgte, jene um Erlaubnis zum Durchzug durch dieses Land gebeten hatte, was sie abgelehnt hatten, weil er dort nichts zu suchen habe. Nichtsdestoweniger mussten sich  jetzt die Karthager unter starkem römischen Druck dazu verstehen, nicht nur die Städte und das Land abzutreten, sondern obendrein noch 500 Talente als Entschädigung für die Einkünfte zu bezahlen, die Masinissa seit Beginn des Streits daraus hätte ziehen können. (Üb. H.Drexler
    • Masinissa provoziert die Karthager zu kriegerischen Handlungen, die die Römer als Vertrags- und Friedensbruch interpretieren (App.Pun.70-74; Liv.48; Liv.49).
    • Die Kriegserklärung wurde besonders auf Betreiben Catos ausgesprochen (Plut.Cat.26ff.; Cic.sen.18; Cic.Tusc.3,51; Flor.2,15; vgl. Liv.49; Polyb.36,1,9). 
    • Hauptquelle für den Krieg: App.Pun.74-135. Vgl. Liv.48-51; Zonar.9,26-30; Fragmente des Polybios (36-39) und des Diodorus Siculus (31-33). 
    • Die Römer forderten 
      • zunächst die Stellung von 300 Geiseln und die Auslieferung aller Waffen. 
      • Erst nach Erfüllung dieser Forderungen stellten sie die entscheidende dritte Forderung, nämlich die Stadt Karthago aufzugeben und mindestens 10 Meilen vom Meer entfernt neu zu siedeln (Polyb.26,1-4; App.Pun.74-95; Diod.22).
    • Als die dritte Forderung vorgetragen wurde, standen die beiden Konsuln Lucius Marcius Censorinus und Manius Manilius bereits in Utica, das sich ergeben hatte. Da Karthago zum Widerstand entschlossen ist und in einem gewaltigen Kraftakt die Stadt befestigt und aufrüstet, beginnen sie mit der Belagerung der Stadt. Censorinus geht nach Rom zurück, um die Comitien abzuhalten; Manilius hatte nicht nur keinen Erfolg, sondern wurde sogar zwei Mal von Hasdrubal von Nepheris aus zurückgeworfen (App.95-109).
    • Als Motiv für Roms Absicht, Karthago zu zerstören, hat Mommsen Handelsneid angenommen, Bengtson (S.140) geht davon aus, Rom habe durch einen Präventivschlag die Punische Gefahr ein für allemal aus der Welt schaffen wollen. 
    • Tod Masinissas. Als Nachfolger bestimmte eine römische Kommission seine drei Söhne Micipsa, Gulussa und Mastanabal, die sich die Macht teilten: Micipsa als ältester die Oberhoheit, Gulussa die Heerführung und Mastanabal die Gerichtsbarkeit. Nach dem Tod seiner Brüder herrschte Micipsa bis Vorverweis118 allein. 
  • Seit 152 Erhebung eines angeblichen Sohnes des Perseus, der sich Philipp nennt (Andriskos, Pseudophilippos) und Anspruch auf die Herrschaft in Makedonien erhebt. Der Syrer Demetrios I. lieferte ihn an die Römer aus, doch entkam er und brachte ganz Makedonien unter seine Macht (149). Als er auch den römischen Praetor Iuventinus geschlagen hatten, schickten die Römer den Praetor Quintus Caecilius Metellus Macedonicus mit einer Legion. (Eutr.4,13)
  • Lucius Calpurnius Piso (Annalist).
148
Griechische Geschichte
  • Der neue Konsul Lucius Calpurnius Piso richtet seine Angriffe von vornherein weniger gegen Karthago als gegen Städte wie Hippo und Neapolis (App.Pun.110-112). 
  • Der Viriatische Krieg (148-139): [Rückverweis150] Erhebung der Lusitaner (Portugal) unter Viriatus (Viriathus) (App.Hisp.50-75; Oros.5,4; Flor.2,17).
    App.Hisp.60:Textanker ὀλίγοι δ αὐτῶν διέφυγον, ὧν ἦν Οὐρίατθος, ὃς μετ’ οὐ πολὺ ἡγήσατο Λυσιτανῶν καὶ ἔκτεινε πολλοὺς Ῥωμαίων καὶ ἔργα μέγιστα ἐπεδείξατο. Nut wenige entkamen [dem Gemetzel des GalbaRückverweis150], unter ihnen Viriathus, der bald darauf die Führung der Lusitaner übernahm, vielen Römern den Garaus machte und die größten Taten vollbrachte (Üb. E.Gottwein).
    Liv.52,14ff:Textanker Viriathus in Hispania, primum ex pastore venator, ex venatore latro, mox iusti quoque exercitus dux factus, totam Lusitaniam occupavit, M. Vetilium praetorem fuso eius exercitu cepit, post quem C. Plautius praetor nihilo felicius rem gessit; tantumque terroris is hostis intulit, ut adversus eum consulari opus esset et duce et exercitu. Viriathus besetzte in Spanien, nachdem er vom Hirten zum Jäger, vom Jäger zum Räuber und bald zum Führer eines richtigen Heeres geworden war, ganz Lusitanien. Er nahm Marcus Vetilius, nachdem er sein Heer in die Flucht geschlagen hatte, gefangen. Nach ihm führte der Praetor Gaius Plautius die Sache um nichts erfolgreicher weiter. Solchen Schrecken verbreitete dieser Feind, dass es gegen ihn sowohl eines konsularischen Führers als auch Heeres bedurfte (Üb. E.Gottwein). 
    • 146: Erfolg des Viriatus gegen den Praetor Vetilius
    • 142: Der Konsul Quintus Fabius Maximus Servilianus wird von Viriatus eingeschlossen und so zum Friedenschluss genötigt.
    • 140/139: Quintus Servilius Caepio bricht den Frieden und lässt Viriatus durch den Verrat seiner Gesandten ermorden. Damit ist der Viriatische Krieg (148-139) beendet.
  • Bau der Via Postumia von Aquileia nach Genua durch den Konsul Spurius Postumius Albinus Magnus.
 
147
  • Ein zweiter Thronprätendent, der sich als Alexander ausgibt, wird geschlagen (Vorverweis143 trat wieder ein Philipp auf). 
  • Zusammenlegung der vier Teilreiche Makedoniens zusammen mit Epirus und Illyrien zu einer Provinz. (Polyb.37,1; Zonar.9,28; Liv.48-50; Liv.53; Vell.1,11; Flor.2,14; Paus.7,13,1).
  • Die Belagerung Karthagos durch Publius Cornelius Scipio Aemilianus [17], den man vor seiner Zeit (mit 38 Jahren) zum Konsul gewählt hatte, erwies sich als schwierig und erforderte besondere Befestigungsanlagen. 
  • Durch die Unterwerfung der numidischen Stämme im Umland gerät Karthago in vollständige Isolation.
 
146
Griechische Geschichte
  • Der Achäische Bund sah seine Interessen zunehmend weniger durch Rom repräsentiert, so dass seine Führer Diaios und Kritolaos auf der Bundesversammlung in Korinth offiziell den Bruch mit Rom vollzogen. Der Propraetor Quintus Caecilius Metellus kann im Sommer bei Skarpheia zwar einen Sieg erringen, aber die Sache nicht entscheiden.
  • Publius Cornelius Scipio Aemilianus [17] erobert Karthago. Der Angriff wird in zwei Kolonnen von Scipio und Laelius vorgetragen. Eine Woche lang konnten die Karthager ihre Byrsa verteidigen. Scipio zerstörte die Stadt, die Mauern wurden niedergerissen, die Einwohner in die Sklaverei verkauft. Ihre Verfluchung sollte eine Neubesiedlung ausschließen.
  • Africa wird römische Provinz.
  • Triumph des Publius Cornelius Scipio Aemilianus Africanus minor [17].
  • Der Konsul Lucius Mummius beendet mit zwei Legionen die Erhebung des Achäischen Bundes unter Diaios zunächst mit einem Sieg bei Leukopetra auf dem Isthmos, schließlich mit der Eroberung und Zerstörung von Korinth (Klageepigramm des Antipatros von Sidon: Anth.Pal.9,151). Unkontrollierte Plünderungen der römischen Truppen und Raub der Kunstwerke (Liv.52; Polyb.39,2; Eutr.4,14). Achaia wird verwaltungsmäßig aufgelöst und der Provinz Makedonien zugeschlagen (Flor.2,16; Paus.1,1,2; Paus.2,2: Cic.off.2,76). 
  • Athen, Sparta und Delphi werden in Anerkennung ihrer Treue civitates liberae.
  • Zur besseren Erschließung der neu formierten Provinz Makedonien: Bau der Via Egnatia von Dyrrhachium über Pella nach Thessalonike durch den Konsul Spurius Postumius Albinus Magnus.
  • Tempel des Iupiter Stator und der Iuno Regina.
  • Der griechische Architekt Hermodoros aus Salamis baut in Rom den ersten Marmortempel
  • Lucius Cassius Hemina, ein lateinisch schreibender Annalist
  • Lateinische Übersetzung des landwirtschaftlichen Lehrbuches des Karthagers Mago aus dem Punischen.
 
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Stammbaum 188:
Numidisches Königshaus

         
  Gaia (Gala)       
      |      
    |      
    Masinissa
(238-149)
     
 ____hinterlässt bei________|________seinem Tod 10 Söhne__________
  |   |   | |
Micipsa    Gulussa   Mastanabal Massugrada
____________|____________ | ____________| |
| | | | | | |
Hiempsal Adherbal Micipsa  Massiva  Gauda Iugurtha
(ca. 160-104)
Dabar
        |    
        |    
        Hiempsal II.    

 

Sekundärliteratur

 H.Bengtson | I.König | S.Lauffer (1) | S.Lauffer (2) | B.Niese | C.Peter | Ploetz | H.A.Stützer |

 

Sententiae excerptae:
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